Archiv der Kategorie: Unterricht

Warum ist der Duden israelkritisch?

Jahrzehntelang war die Duden-Redaktion der Zuchtmeister der deutschen Sprache. Sie war die letzte Instanz. Dann kam die leider verunglückte amtliche Rechtschreibreform, die manches einfacher, vieles aber auch komplizierter machte. Zeitungsfirmen kreierten ihre eigene Rechtschreibung. Zuletzt kam die Genderista mit der Neudefinition des englischen Gender, den großen Is und Bindestrichen, dem Verbot von “man”.

Auch der Duden hält mit. Er läuft dem Zeitgeist hinterher und nimmt in seine Wortlisten gerne neue Modevokabeln auf, z. B. die Studierenden als Ersatz für Studenten. Wetten, dass in Bälde Flüchtende statt Flüchtlinge kommen wird? Progressive Sprachforscher/-innen wollen festgestellt haben, dass die Nachsilbe -ling Abwertung ausdrückt. Liebling, Frühling, Säugling, Schmetterling, Ankömmling? Wie halten wir es mit Riesling und Pfifferling? Auch die Natur hat Rechte! Lehrling wurde schon ersetzt.

 

Nun wird die Duden-Redaktion gegen dudenkritische Bemerkungen einwenden, dass man doch nur dem Mainstream-Sprachgebrauch folge. Da hat sie leider Recht: Der größere Teil der Presse ist israelkritisch, auch bürgerliche Zeitungen und der Deutschlandfunk. Die Links- und Rechtsextremen. NPD, Linkspartei und Grüne sind israelkritisch und hamasfreundlich, Frauenunterdrückung, Ehrenmorde, fehlende Meinungsfreiheit, Antisemitismus hin oder her.

Dem teutonischen Zeitgeist wird Tribut erwiesen: israelkritisch wird durch Aufnahme in die Duden-Wortliste geadelt.

Esther Schapira/Georg M. Hafner, Israel ist an allem schuld
Ein israelfreundlicher Beitrag auf Achgut.com

 

Abitur in Leichter Sprache

Wetten, dass…

in einigen Jahren das Abitur in Leichter Sprache abgelegt werden kann?

Interessant ist, dass alle Menschen mit Handicaps dafür herhalten müssen, dass Leichte Sprache als Element von Barrierefreiheit gilt. Warum Blinde, Taubstumme, Menschen mit Körperbehinderungen nur mit einer rudimentären Sprache am gesellschaftlichen Leben teilhaben können?

Vor allem Grüne sind progressiv. So stellt sich der Bundestagsfraktionsvorsitzende Dr. Anton Hofreiter auf seiner Webseite vor: “Mein Name ist Toni Hofreiter. Ich bin ein Politiker von den Grünen. Viele Leute haben bei den letzten Wahlen die Grünen und mich gewählt. Deshalb sitze ich jetzt im Deutschen Bundestag. Im Bundestag bin ich der Vorsitzender von allen Grünen Abgeordneten. Dort werden wichtige Entscheidungen getroffen.”

Anmerkung GS: Noch relativ viele schwer verdauliche Begriffe!

Besser kann es die grüne MdB Kerstin Celina:

“Ich bin Politikerin der Grünen Partei.

Diese Partei setzt sich für den Schutz der Umwelt und für Gerechtigkeit für alle Menschen ein.

Ich will die Umwelt erhalten.

Damit viel Tiere und Pflanzen hier leben können.

Ich will, dass es den Menschen gut geht.

Ich will, dass Menschen mit Behinderungen und ohne Behinderungen zusammen leben und zusammen arbeiten.

Ich will, dass Menschen aus Deutschland und Menschen aus anderen Ländern gut zusammen leben.

(Leichte Sprache fordert: pro Satz eine Zeile.)

Die Zeitung “Das Parlament” versucht sich schon seit einiger Zeit darin, Politik in Leichter Sprache zu erklären. Auch die Linkspartei erklärt den Sozialismus in Leichter Sprache.

Was spricht dagegen, Schule vom Ballast einer differenzierenden Sprachverwendung (Genitiv!, Akkusativ!, Konjunktiv I und II!, Plusquamperfekt!, generisches Maskulinum!, richtiger Artikel! zu befreien?

Wozu braucht man eine elitäre Hochsprache im Zeitalter von Twitter, SMS und Smileys?

Siehe auch:
Josef Bayer
Netzwerk Leichte Sprache    Auf der Webseite: Die Adressaten Leichter Sprache                                                                      Leichte_Sprache

 

 

 

 

“Warum haben Sie uns das nicht gleich gesagt?”

Kürzlich erschien in der FAZ wieder einmal ein kritischer Artikel zu modernen Unterrichtsmethoden. Dazu gab es dann einen Leser/-innenbrief.

Ein Deutschausbilder erzählt von seinen Beobachtungen bei Gruppenunterricht:  Die Gruppen mussten sich selbst zusammenfinden. Das führte nicht immer zu günstigen Lerngruppen. In der Regel erledigten die Leistungsstärkeren die Arbeit und trugen auch die Ergebnisse vor. Wenn dann am Schluss der Lehrer zusammenfasste und, falls nötig, auch hier und da die Ergebnisse ein wenig korrigierte, meldete sich ein Schüler und sagte: “Warum haben Sie uns das nicht gleich gesagt?”

Oxfam-Statistiken

Die Fachleute von OXFAM haben gerechnet. Heraus kam ein Leckerbissen für Churchill-Fans. Der hatte einmal gesagt, er traue nur der Statistik, die er selbst gefälscht habe.

OXFAM will errechnet haben, dass die 62 Reichsten der Reichen so viel besitzen wie die Hälfte der Erdbevölkerung. Für die “Sofortisten” der Medien ein gefundenes Fressen. Das steht sofort im Blatt, gar als Aufmacher auf der Titelseite, wie bei den PNN, dem Potsdamer Ableger des Tagesspiegels, dem selbst ernannten Leitmedium der Berliner Führungskräfte. Bloß keine Recherche, kein Nachprüfen, man weiß, der Kapitalismus ist an allem schuld.

Zwei Tage später lese ich auf S. 15 in der FAZ, wie die ominöse Zahl entstanden ist: (Hier ein ähnlicher Bericht in der Süddeutschen Zeitung)

Ausgangspunkt ist ein Kreditreport einer Schweizer Bank, mit dem belegt werden soll, dass es eine funktionierende Kreditwirtschaft gibt. Berechnet wurde das sogenannte Nettovermögen, also alle Darlehen und Kredite werden vom Vermögen abgezogen. Studenten, die sich ihr Studium mit einem Kredit finanzieren, oder Häuslebauer ihr Haus, geraten so in die OXFAM-Armutsstatistik, obwohl sie nicht am Hungertuch nagen. Einer der ärmsten Menschen ist nach dieser Armutsberechnungsart der betrügerische Börsenmakler Jerome Kerviel, der sechs Mrd. Dollar  Schadensersatz an seine Bank leisten soll.

Kein Wunder, dass im Ranking der armen Länder nach Indien gleich die USA kommen. Wegen der verschuldeten Hausbesitzer und der vielen Studienkredite von Studenten. Erst danach folgen Bangladesch und Pakistan.

Auch für schulische Informationskompetenzvermittler/-innen ist die OXFAM-Pressemitteilung eine Herausforderung. Wer die üblichen Kriterien – Impressum vorhanden, ordentliche Rechtschreibung, regelmäßige Updates der Seite und ähnlich Formales – anwendet, kommt nicht weit. (Siehe dieses Posting!)

Es gibt ungute Vermögenskonzentrationen und irrwitzige Gehälter. Aber brächte es nachhaltig Verbesserungen, wenn man das Vermögen von Bill Gates oder Hasso Plattner an die Armen in den USA oder Bangladesch verteilte? (Dazu ist in diesem Posting alles gesagt.)

Nebenbei: Was ist mit der reichen Elite in linken Ländern wie Nicaragua, Venezuela, Bolivien oder Vietnam? (Dazu ist in diesem Posting etwas gesagt.)

Auch in der DDR betrug das Vermögen der Reichsten das Sechsfache des Vermögens der ärmsten Schicht (nach Vortrag Prof. Klaus Schroeder in Potsdam am 7.4.2008)

Zuletzt: In den vergangenen 20 Jahren wurde die Armut der ärmsten Bewohner der Erde halbiert. Aber wen interessieren gute Nachrichten?

Vielleicht wird man in Zukunft von OXFOAM- statt von OXFAM-Statistiken sprechen.

 

 

Wie das Bundesarbeitsministerium Unterrichtsmaterialien manipuliert

Die Stiftung MitVerantwortung wird von Bundesministerien finanziert und bringt Unterrichtsmaterialien in Umlauf, die für richtige Gesinnung sorgen sollen.

„Die soziale Verantwortung von Unternehmen beschränkt sich darauf, Profite zu erwirtschaften – diese Position bezog der amerikanische Ökonom Milton Friedman in den 1970er Jahren. Doch seitdem hat die Gegenposition immer mehr Anhänger gewonnen. Corporate Social Responsibility (CSR) ist die Bedingung für wirtschaftlichen Erfolg. Denn erstens fördert sie die Motivation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, was der Produktqualität zugute kommt. Zweitens fragen … Verbraucher zunehmend Waren nach, die nachhaltig hergestellt wurden. Unverantwortliches Handeln hingegen kann zum Boykott durch … Konsumenten führen.“

Das hat Friedman wirklich gesagt:

“In a free economy … there is one and only one social responsibility of business – to use its resources and to engage in activities designed to increase its profits so long as it stays within the rules of the game, which is to say, engages in open and free competition without deception or fraud”.

Wie Frau Nahles´Ministeriale manipulieren, zeigt ausführlicher Michael Klein im Blog Science Files.