Schlagwort-Archive: Hessen

Die Liste der Berichte aus hessischen Schulbibliotheken

Alle Berichte aus den 12 hessischen Schulbibliotheken aus der Ausschreibung Januar bis März 2015 der LAG Schulbibliotheken im Überblick

Ein weiteres Mal können wir zeigen, welche vielfältigen Aktivitäten es in hessischen Schulbibliotheken gibt. Mögen sich die Leser/-innen anregen lassen, das eine oder andere selbst auszuprobieren. Dies war vor allem die Absicht, die hinter der Ausschreibung steckt: Ideen bekanntzumachen, zum Nachmachen anzuregen, davon auf der Schulhomepage LAG_Logo3und in der örtlichen Presse zu berichten. Nicht zuletzt um aufzuzeigen, wie viel Engagement und Arbeit die (wenigen) hauptamtlichen Bibliothekarinnen, die (vielen) nebenamtlichen Lehrer/-innen und ehrenamtlichen Eltern leisten. Das blüht oft im Verborgenen, verdient aber, immer wieder hervorgehoben zu werden. Auch deswegen, um Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit daran zu erinnern, dass Schulbibliotheken zwar geschätzt werden, aber ein Stiefkind der deutschen Bildungspolitik sind.

Schön war, dass die Einsendungen aus allen Schulformen kamen – Grundschule, Gymnasium, Gesamtschule, Förderschule und Berufliche Schule – und auch aus allen hessischen Regionen.

Ich danke den Menschen und Schulen, die Mitglied der LAG Schulbibliotheken in Hessen e. V. sind. Aus ihren Mitgliedsbeiträgen konnten wir die Bücherschecks für die beteiligten Schulbibliotheken finanzieren.

Die Reihenfolge der Veröffentlichung und die Anzahl und Reihenfolge der Berichte pro Seite stellen keine inhaltliche Bewertung dar.

(1) Schule am Sportpark, Erbach im Odenwald

(2) Stadt- und Schulbibliothek in der Weibelfeldschule, Dreieich

(3) Riedhofschule Frankfurt/M, Comeniusschule in Herborn und Friedrich-Feld-Schule Gießen

(4) Weidiggymnasium in Butzbach

(5) Astrid-Lindgren-Schule in Groß-Gerau, Anna-Freud-Schule in Mainhausen, Hausbergschule in Butzbach

(6) Bilsteinschule in Edermünde-Hesse, Dünsbergschule in Hohenaar, Stadt und Schulmediothek Lollar/Staufenberg in der Clemens-Brentano-Europaschule Lollar

Berichte aus hessischen Schulbibliotheken (5)

Die Astrid-Lindgren-Schule in Groß-Gerau ist eine Sprachheilschule. Dieser hübsche kleine Bericht zeigt, wie viel Wert auf Leseförderung gelegt wird und wie man in der Schulbibliothek um Kontinuität bemüht ist.

 

als_bild

 

Aus der Anna-Freud-Grundschulbibliothek in Mainhausen wird von einem beeindruckenden Besuch der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt/M berichtet. Es war ein Art Incentive-Reise für die Bibliothekskinder.

anna_freud_mainhausen

 

 

 

 

 

Die Hausbergschule in Butzbach zelebriert einen ganz besonderen Adventskalender in der Lesestube:

hausberg_bild

 

 

 

 

Vielen Dank für die Einsendungen!

Die LAG-Datenschutzbroschüre

datenschutzbro

Datenschutz, Datensicherheit und Datensicherung in der Schulbibliothek sind die Themen der 13. LAG-Broschüre. Sie wurde vom Vorstandsmitglied Reiner Laasch verfasst.

Sie wurde auf dem 22. Hessischen Schulbibliothekstag in Bad Vilbel den Teilnehmern übergeben.

Auf schulbibliotheken.de, der Homepage der LAG Schulbibliotheken in Hessen e. V., kann sie – für Mitglieder kostenlos – bestellt oder downgeloaded werden.

Berichte aus hessischen Schulbibliotheken (3)

Frau Ines Bienhaus stellt die renovierte Bibliothek der Grundschule Riedhofschule in Frankfurt/M-Sachsenhausen  vor.

Die Realschule Comeniusschule in Herborn  hat ebenfalls renoviert und eröffnet mit einer Lesung zweier Zehntklässlerinnen.

Christa Weckemann beschreibt, wie man in der Gießener Friedrich-Feld-Schule Berufsschüler/-innen zum Lesen verlockt.
An alle: Bitte keine Berichte mehr einsenden! Die Aktion ist abgeschlossen.

 

 

Nachbetrachtung zum 22. Hessischen Schulbibliothekstag

An dem riesigen Gebäudekomplex am Rande eines Bad Vilbeler Industriegebietes fuhren wir erst einmal vorbei. Wer ein Berufsleben lang Schulen aufgesucht hat, meint, ein Schulgebäude noch im Schlaf zu erkennen. Dass der Bau nicht die Hauptverwaltung eines Konzerns, einer Großbank oder einer Gewerkschaft, sondern die “Europäische Schule RheinMain” war, merkten wir erst, als wir schon vorbeigefahren waren und im nächsten Kreisel umkehrten. Beeindruckend war dann nicht nur dass Äußere, sondern auch das Innere: Glas, helles Holz, Aluminium, großzügige Dimensionen.

Ich will hier keinen Kongressbericht schreiben, sondern nur Randbemerkungen machen. Wer nicht da war, hat wieder einmal viel verpasst. Hans Günther Brée und die gastgebende Schule, allen voran die Bibliothekarin Renate Kirmse, haben hervorragende Arbeit geleistet. Die Referent/-innen wurden von Assistent/-innen – Schülern und Eltern – begleitet. Das war gut so, denn dass der Raum 2.19 nicht neben 2.18 liegt, erschloss sich mir nicht sogleich.

Das Interesse an Informationskompetenz ist wohl auch in Hessens Schulbibliotheken gewachsen. Die Referentin Dr. Nathalie Mertes hatte vor- und nachmittags volles Haus. Die bewährte Mischung in den Angeboten hatte LAG-Vorsitzender Hans Günther Brée beibehalten: Organisation, KJL und Leseförderung, Zusammenarbeit mit öffentlichen Bibliotheken, Praxisberichte und IKT. Neu war das Thema Datenschutz in der Schulbibliothek. Reiner Laasch vom Vorstand hat dazu eine LAG-Broschüre verfasst, deren Startauflage von 2.500 Exemplaren an die hessischen Schulen verteilt werden soll. Die 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten die Broschüre schon in ihrer Tagungsmappe.

Die LAG kooperierte wieder mit dem hessischen dbv-Forum-Schulbibliotheken: Die anwesenden Forum-Bibliothekare und zwei abgeordneten Forum-Lehrer (Ich zählte sechs Personen) konnten ihre zahlreichen Flyer und Broschüren am Stand der LAG auslegen, wo sie von zwei ehrenamtlichen LAGlern tagsüber betreut und am Schluss auch weggepackt wurden.

Den guten Verbindungen des Schulleiters der Europäischen Schule war es zu verdanken, dass der Kultusminister, Prof. Dr. Lorz, gekommen war. Er sprach ein sehr freundliches Grußwort und bedankte sich bei der LAG für deren jahrzehntelanges Engagement. Darüber haben wir uns sehr gefreut. LAG-Vorsitzender Brée gab in seiner Key-Note einen Überblick über die Leistungen der LAG aus fast 30 Jahren. Schön, dass der Minister das hören konnte.

Die Presse (Fotograf und Journalistin; s. u.) interessierte sich nach meiner Beobachtung ausschließlich für den Minister.

Eine Enttäuschung kann ich nicht verbergen: die beiden Schulbibliotheken – Primary und Secondary. Die Räume wurden dominiert von den Bücherregalen. Die passen zum sachlich-kühlen Gewerbegebiet-Baustil des Hauses. Wo gab es Leseecken, Gruppenarbeitsplätze, Platz für ein Klassenplenum, Computerarbeitsplätze? Unverständlich, dass eine Privatschule, bei der Geld augenscheinlich keine Rolle spielt und die dem angelsächsischen Schulmodell nahesteht, kein modernes School Library Media Center besitzt.

Ich traf viele Kolleg/-innen wieder, die ebenfalls seit Jahrzehnten in ihren Schulen unermüdlich für gute Schulbibliotheken sorgen und die jetzt dabei sind, die Bibliothek an Jüngere zu übergeben.

Updates: Der Artikel in der Regionalzeitung “Frankfurter Neue Presse” (FNP) ist, wie zu erwarten war, nicht der Rede wert. Der Journalist schreibt über Bibliotheken und Bibliothekspädagogik, seine archaische Überschrift lautet: “Buchwissen, das der Moderne trotzt”. Auf welcher Veranstaltung war der? Und warum hat er nicht mit dem Veranstalter gesprochen? Ich kann mich an Zeiten erinnern, in denen die FNP kompetentere Mitarbeiter hatte. Ganz anders berichtet die “Wetterauer Zeitung”.

Eine Teilnehmerin, die von außerhalb Hessens gekommen war,  schrieb: “Ich bin  begeistert vom Hess. Schulbibliothekstag nach Hause gekommen. Leider musste ich etwas früher gehen, denn ich musste ja noch weit fahren. Das war eine hervorragend organisierte und durchgeführte Veranstaltung. Die vielen freundlichen Helfer, die gute Planung und Bereitstellung aller Medien und Materialien, das umfangreiche und interessante Programm, das habe ich so noch nicht erlebt.”

Die neue LAG-Datenschutzbroschüre und die “key note” des Vorsitzenden stehen auf der LAG-Homepage schulbibliotheken.de.

Rettung für Eschenburg-Eibelshausen

Die Bibliothek der Holderberg-Gesamtschule existierte viele Jahre, weil sich die Schulgemeinde engagierte. Sogar zwei Betreuerinnen konnten bezahlt werden. Dann sah es so aus, dass dieses Finanzierungsmodell nicht länger durchgehalten werden könnte. (Der Landkreis gibt 900 €.) Jetzt ist in der Zeitung zu lesen, dass der Förderverein jährlich 8.000 € geben will. Die zurzeit geschlossene Schulbibliothek kann also bald wieder geöffnet werden.

Dass die Finanzierung von Schulbibliotheken durch Eltern, Lehrer, Fördervereine und Sponsoren stattfindet, gilt anscheinend als völlig normal. Derartige Bericht stehen ja jede Woche in Zeitungen. Noch nie habe ich aber bei diesen Gelegenheiten gelesen, dass das eine kommunale bzw. staatliche Aufgabe sein sollte.