Große Klassen für Kleine, kleine Kurse für Große

Das hessische Kultusministerium kürzt in der gymnasialen Oberstufe. Die Kurse sollen bis zu 27 Schüler aufnehmen, statt wie bisher 22.  Die Regierung braucht Mittel für die Beschulung der Flüchtenden-Kinder, die Inklusion, die Ganztagsschulen. Landeselternbeirat (LEB) und andere laufen Sturm.

Mein Bedauern hält sich in Grenzen.

Wir hatten jahrzehntelang Klassengrößen von 33 in der Fünften und mit einem gewissen Neid festgestellt, dass gleichzeitig in den Oberstufen Kurse mit vier, acht oder vierzehn Schülern liefern. Die bisherigen Durchschnittszahlen, so das Ministerium, lagen, je nach Phase und Kursart, zwischen 17 bis 20. Sie würden jetzt um die Zahl 1 steigen.

Auch wenn jetzt die Kurs-Obergrenze von 22 auf 25 steigen sollte, um 40 %, wie der LEB ausgerechnet haben will, schmälert nicht die Bildungschancen der Gymnasiasten. Selten ist sich die Bildungsforschung so einig, wie beim Thema Klassengrößen: Bei Zehnjährigen sollte die Klasse klein sein, bei Siebzehnjährigen darf sie ruhig größer sein.

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