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Lions Club finanziert Schulbibliotheksmitarbeiterin für 12 Monate

Wie schon 2014 unterstützt der Rüsselsheimer Lions Club die Bibliothek der Grundschule Innenstadt. Dieses Mal kann mit dem Betrag die Schulbibliotheksmitarbeiterin ein ganzes Jahr weiter bezahlt werden.

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Hessen nimmt Schulbibliotheken leider nicht ernst

Seit es den Kooperationsvertrag des dbv mit dem Hessischen Kultusministerium gibt, gibt es keine Bewegung mehr. Das Organ des Kooperationsvertrages, das „Forum Schulbibliothek“, mit einem Bibliothekar der Fachstelle für öffentliche Bibliotheken in der Fachhochschulbibliothek Rhein-Main an der Spitze, vertritt die Interessen der öBs. Die LAG Schulbibliotheken darf immerhin auf Wunsch des HKM teilnehmen. Heute wären Projekte wie die Nutzung der Software LITTERA in Dreiviertel aller Schulen oder ein Leseförderprojekt wie die „Bibliothek in der Kiste“ für 60.000 Schüler/-innen, ebenso der Unterrichtsversuch „Unterricht in der Schulbibliothek“ – alles LAG-Initiativen – nicht mehr möglich.

Für das „Forum“ geht es darum, dass die öBen neben den Fördermitteln des Wissenschaftsministeriums demnächst auch Haushaltsmittel aus dem Kultusministerium für die Zusammenarbeit mit Schulen bekommen. Die Grundlage ist im Hessischen Bibliotheksgesetz gelegt. Dort wird z. B. die Vermittlung von Medien- und Informationskompetenzen dem schulischen „Bildungspartner“ öB. zugeordnet. An der Realität von Bibliotheken und Schulen in Hessen geht das vorbei und ein zukunftsfähiges Konzept ist es auch nicht. Man fragt sich, warum das Wort „Schulbibliothek“ überhaupt über das Bibliotheksgesetz gestreut wurde.

Zwar wird LAG-Vertretern in Gesprächen oft zugestimmt, dass Schulbibliotheken eigentlich Sache der Schulen sein, tagtäglich im Unterricht genutzt werden sollten, und folglich im Schulgesetz verankert sein müssten. Aber offiziell gilt: So wie es ist, ist es politisch gewollt, daran darf nicht gerührt werden.

Dies als Vorrede zu einer Zeitungsnotiz aus Rüsselsheim, wo Lions-Club-Damen eine Schulbibliothek durch Flohmarktverkäufe retten wollen, weil die Stadtverwaltung eine 8-Stunden-Bibliotheks-Fachkraft einspart.

So ist das halt, wenn das Schulbibliothekswesen von der Finanzkraft und dem bildungspolitischen Ehrgeiz der einzelnen Gemeinde abhängt.

Ausgerechnet Rüsselsheim! Die engagierte Zusammenarbeit der öB mit den Schulen verdient großen Respekt. Es gibt eine Kinder- und Jugendabteilung, zahlreiche Aktionen der Leseförderung und Angebote an die Schulen.

Natürlich wollen auch die Rüsselsheimer Schulen schulinterne Bibliotheken und arbeiten daran.