Archiv der Kategorie: Schulbibliothek

6. Berlin-Brandenburger Schulbibliothekstag

Die neue Vorsitzende der AGSBB lädt zum 6. Berlin-Brandenburger Schulbibliothekstag in die Boris-Pfeiffer-Bibliothek der Carl-Sellheim-Schule. Sie war Brandenburger Schulbibliothek des Jahres 2015!

Programm und Anmeldung sind auf der Webseite der AG Schulbibliotheken in Berlin und Brandenburg zu finden.

Eberswalde ist eine Autostunde nordöstlich von Berlin und auch mit dem Zug gut zu erreichen.

Mein Tipp: Den Sonntag dranhängen und die wunderschöne Landschaft entdecken: Kloster Chorin, Schiffshebewerk, das Oderbruch, unteres Odertal, die Uckermark, den Eberswalder Zoo nicht zu vergessen!

 

Erfolgsgeschichte Schulbibliothek. Ein Beispiel

Hier ist ein Bericht, wie ich ihn liebe: knapp, übersichtlich und anregend. Er zeigt genau das, was ich mir unter einer Schulbibliothek vorstelle und das, was ich seit Jahren, nein schon viel länger, propagiere:

Die Schulbibliothek als Lernort, als das moderne Klassenzimmer. Man kann das auch gerne Lernwerkstatt, Lernatelier, Wissenszentrum, meinetwegen auch LIZ, KOZ oder so ähnlich nennen.

In der Big Walnut Middle School in Sunbury, Ohio, hat man die Schulbibliothek komplett reorganisiert. Was mich vor allem beeindruckt: Man hat nicht, wie das in USA so oft geschah, einen Makerspace daraus gemacht. Statt 10 Schüler wie in der alten Schulbibliothek kommen jetzt 100 am Tag.

Der Bericht (in Englisch, mehrere Fotos)

Nebenbei: Ein Foto zeigt einen Projektor, der Whiteboards alt (und teuer) aussehen lässt. Basedow1764 hatte zuletzt 2012 darüber berichtet. Hallo Landratsamt Barnim! Was hat die Aktion “Ein Whiteboard in jedes Klassenzimmer” gekostet?

 

Die Bibel: Raus aus der Schulbibliothek?

Der US-amerikainische Bibliotheksverband veröffentlicht regelmäßig die Liste der zehn Bücher, über die es die meisten Beschwerden in Bibliotheken gab: the most-challenged books .

Erstmals ist 2015 darauf die Bibel verzeichnet. Sie liegt auf Platz 6.

Beschwerdegrund ist, dass Staat und Religion auseinander gehalten werden müssten. Staatliche Einrichtungen wie Bibliotheken und Schulen dürften dafür kein Geld ausgeben.

Das ist erstaunlich für einen Staat wie die USA, deren Gesellschaft viel religiöser ist als die deutsche.

Die beste Lehrerin der Welt ist mit einem Terroristen verheiratet

Kürzlich ging es um die Welt: irgendjemand hat eine “beste Lehrerin der Welt” gekürt. Hanan Al-Hroub lebt in Palästina und unterrichtet über Gewaltfreiheit, über den Vorrang des Dialogs statt der Gewalt.

Die Berichterstattung in Europa war wieder einmal ein Lehrstück über den Umgang der Medien mit dem Nahost-Konflikt. Die Palästinenser sind die Guten, die Israelis die Bösen.

Die Hamas kann den Zement in Gaza für die Tunnels verwenden statt für den Wiederaufbau zerstörter Häuser. In Palästina wird seit zehn Jahren nicht mehr gewählt. Die Millionen EU-Gelder werden nicht für die Sanierung des Abwassernetzes in Gaza benutzt, sondern für Prämien an die Familien von Attentätern. Dass es jetzt in Gaza stinkt, daran sind natürlich die Israelis schuld.

Dass die friedensbewegte beste Lehrerin der Welt mit einem Terroristen verheiratet ist, meldet nicht das ZDF in seinem Bericht, das kann man nur in einer palästinensischen Zeitung lesen.

Die europäischen Medien ficht das nicht an. Die Palästinenser sind die Guten.

 

Dazu passend: Nicht nur Jakob Augstein, der gesamte Spiegel: besessen von Israel:

spiegelantisemitismus

Lernatelier: Zukunft oder Vergangenheit?

Die Internetrecherche der Schüler/-innen soll stets auf der Webseite der Schulbibliothek beginnen, der Recherche-Plattform der Schulbibliothek des Johann-Schöner-Gymnasiums in Karlstadt am Main:

lernatelier

Die Idee ist inzwischen preisgekrönt: Die Schulbibliothek wurde Deutschlands “Bibliothek des Jahres”,  erreichte beim Wettbewerb einer Würzburger Bank einen dritten Platz und findet in Südtiroler Schulbibliotheken laut der Würzburger Main-Post großen Anklang.

Die Arbeit in dieser Schulbibliothek ist, soweit man dies im Internet verfolgen kann, beeindruckend.

Bei der Fokussierung auf die Rechercheeinstiegsseite habe ich Einwände. Möglicherweise sind sie unberechtigt, da ich nicht weiß, wie man damit arbeitet. Hier ist meine Einschätzung von Rechercheportalen in Schulbibliotheken:

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