Julianne Moore lobt Schulbibliotheken

Die US-Schauspielerin Julianne Moore lobt Schulbibliotheken:

“School libraries make a difference,” said Moore. “I moved around a lot as a young child, and the first place I would visit in a new place was the school library. The librarians guided me, encouraged me, and set the stage for my lifelong love of reading. As educators, school librarians have a tremendous impact on our students’ personal and intellectual growth. School libraries foster creativity, innovation, play, and experimentation and offer a nurturing and safe place for children to learn. I have a lot of love for school librarians.”

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Moore besitzt einen Golden Globe und einen Academy Award für die Hauptrolle in “Sill Alice”. Sie spielt eine Alzheimer-Patientin. Julianne Moore schreibt auch auflagenstarke Jugendbücher.

(nach einer Meldung von ASLA, dem US-amerikanischen Schulbibliotheksverband)

Ich erinnere mich, dass die deutsche, in USA lebende Autorin Cornelia Funke auch schon Schulbibliotheken gelobt hat - US-amerikanische. In Berlin versuchten wir, Nena für ein Testimonial auf einem Schulbibliothekstag zu gewinnen. Das scheiterte leider an Terminschwierigkeiten.

E-Book-Ausleihe von Stadtbibliotheken in Flughäfen

sapl-maschineTrotz aller Lizenzprobleme leihen US-amerikanische Stadtbibliotheken zunehmend E-Books aus. Dennoch weiß gerade einmal die Hälfte der Bibliotheksnutzer, dass es dieses Angebot gibt. Daher werben die Bibliotheken in der Öffentlichkeit dafür. So gibt es auf einigen US-Flughäfen Download-Installationen (s. Foto; Bild:  http://blog.mysanantonio.com/). Dort kann man sein elektronisches Gerät aufladen, manchmal auch im Internet surfen und eben ein E-Book downloaden.

Das Angebot besteht entweder nur für die Inhaber eines Ausweises der örtlichen Bibliothek oder man kann sich manchmal für die Ausleihe als Gast  registrieren. Ersteres funktioniert wohl am besten auf Flughäfen, die vor allem von Einheimischen frequentiert werden. Unter den 60 Millionen Flugpassagieren in Frankfurt/M sind Frankfurter Bürger/-innen wohl eine verschwindend kleine Minderheit.

Downloaden? Über eine Internetverbindung geht es wohl noch nicht. Ärgerlich für den downloadwilligen Leser im Flughafen, wenn auf dem Screen die Meldung erscheint: “Bitte tragen Sie sich in die Warteliste ein!”

(via lesen-net)

Neues Beispiel für Kürzungen bei Schulbibliotheken: Wedel/Schleswig-Holstein

In Hessen sind inzwischen auch die Grünen, seit sie mitregieren, davon überzeugt, dass kombinierte öffentliche Bibliotheken der Königsweg des Schulbibliothekswesens sind. Dagegen wäre nichts einzuwenden, wenn daraus ein solides Konzept gemacht worden wäre, das auch vom für das Schulwesen verantwortlichen Land finanziell und inhaltlich mitgetragen würde. Leider gibt es vor allem gute Worte und ein bisschen Geld für ausgewählte Stadtbibliotheken, die davon Tablets oder Lektürehilfen kaufen, die Schulklassen in der Stadtbibliothek benutzen dürfen. ansonsten ist das Land fein raus aus dem Thema. Na ja, eine Infoseite für Schulbibliotheken auf der Homepage des Kultusministeriums soll es vielleicht einmal geben. Auch wenn Kommunen das Gegenteil des Erhofften tun, nämlich ihre Stadtbibliothek der Schule übertragen oder die Personalmittel für die Zweigstelle in der Schule kürzen. üben sich Landespolitiker/-innen in Zurückhaltung.

Neues Beispiel: Wedel bei Hamburg. (Gehört das nicht zum Hamburger “Speckgürtel”?)

Der Zeitungsartikel gibt nahezu idealtypisch die in solchen Fällen übliche Diskussion wieder.

Was mir auffällt: Wo bleiben die Elternbeiräte? Wie sehen das die Schüler/-innen? Warum werden die örtliche Kommunalpolitik und Kommunalverwaltung nicht auf Landesebene aktiv? Zumindest wird davon nicht berichtet. Aber ich weiß aus zahlreichen Fällen, dass das nicht passiert. Das wäre zwar noch nicht der Durchbruch, aber eine öffentliche Wahrnehmung der Rolle der Schulbibliothek, die über die Berichterstattung von Vorlesen mit Prominenten, Lesewettbewerb oder “Rotary-Club spendet Sitzkissen” hinausgeht, wäre ein erster Schritt.

Man kann nur mit Respekt in die USA schauen, wo das Schulbibliothekswesen unter heftigen Kürzungen zu leiden hat. Aber immer wieder gibt es Schülerproteste und Elterninitiativen bis in die Landesparlamente hinein, und einzelne Schulbezirke denken inzwischen wieder um.

E-Books in US-Schulbibliotheken 2014

Das US-“School Library Journal” hat seine fünfte Befragung zu E-Books in Schulbibliotheken veröffentlicht.

66% der Schulbibliotheken verfügt über E-Books. Der zugängliche Bestand ist bescheiden: 136. Vor drei Jahren waren es 36.

Finanzierung (Kürzung beim Print-Einkauf), Zugang zum E-Book (Kauf, Abonnement), Typen des Lesegeräts (schuleigene Rechner, E-Book-Reader, Smartphone, Tablet) sind vielfältig.

Gelesen wird auf dem schuleigenen Rechner, auf iPad und Kindle.

Noch ist die Nachfrage nach E-Books bescheiden, aber die Verfasser der Studie erwarten, dass mit der Zunahme der “1:1-Schulen” (1 Schüler – 1 Tablet) die Nachfrage steigen wird.