Der rassistische Huckleberry Finn

In USA unterliegen Schulbibliotheken der Zensur. Nicht einer staatlichen, sondern einer der kritischen Öffentlichkeit. Daher werden immer wieder Bücher aus Schulbibliotheksregalen entfernt, weil Eltern oder Kirchen ein Jugendbuch als zu freizügig oder rassistisch verurteilen. Angesichts des offenen und latenten Rassismus im Lande ist es nachvollziehbar, dass man genau hinschaut. Ob Verbote allerdings das Problem lösen, darf bezweifelt werden.

Wieder einmal traf es „Die Abenteuer des Huckleberry Finn“ von Mark Twain. es gehört zu den am meisten verbannten Büchern in den USA. Beim Erscheinen 1885 wurde es verboten, weil es von einer Freundschaft zwischen einem Schwarzen und einem Weißen handelte. Im 20. und 21. Jahrhundert stößt man sich daran, dass im Buch politisch unkorrekt von „Niggern“ die Rede ist.

Im vorliegenden Fall immerhin verbleibt das Buch in der Schulbibliothek, aber es wird als Klassenlektüre in Klasse 11 (!?) gestrichen.

Andere Schulen lösen das Problem anders: Sie machen im Kontext der Lektüre sensibel für den Gebrauch der Sprache.

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Ein Gedanke zu „Der rassistische Huckleberry Finn

  1. Da Wolf

    Gut, dass es auch schon die Mickey Maus Version dieser Geschichte gibt! Da wurden zwar die inhaltlichen Teile stark abgeändert – aber Hauptsache der Nachwuchs liest politisch korrekte Literatur… und zuhause vielleicht auch noch die Betriebsanleitung für eine AK47 – da kommen sicher keine Negger vor

    Antwort

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