Hilfeseiten für Schulbibliotheken

Aus aktuellem Anlass (Siehe den vorhergehenden Text!) habe ich versucht, die Webseiten zusammenzustellen, auf denen Schulbibliotheksmenschen Rat und Hilfe erfahren. (Nicht erfasst sind Seiten, die nicht viel mehr als Linksammlungen und Schuladressen auflisten.)

Die LAG Schulbibliotheken hatte 1998 einen Hessischen Informationsdienst für Schulbibliotheken (HIDS) auf dem hessischen Bildungsserver gestartet. Noch älter ist die Homepage der

LAG Schulbibliotheken in Hessen e. V., auf der Serviceangebote, u. a. zu KJL, versammelt sind (1997)

AG der Schulbibliotheken in Berlin und Brandenburg (AGSBB) mit einem Forum für Austausch von Rat und Tat

– Die Schulbibliotheksseite auf dem Berlin-Brandenburger Bildungsserver

Das digitale Schulbibliothekslexikon

Schulbibliotheksblog “Basedow1764″

 

Die bibliotheksfachlichen Seiten:

LAG Schulbibliotheken Nordrhein-Westfalen e. V.

informationskompetenz.de

schulmediothek.de

Hochschule der Medien (HdM) – Medienpädagogik und Leseförderung

Bibliotheksportal: Bibliothek und Schule

bibliothek-und-schule.info (Baden-Württemberg)

www.lesen-in-deutschland.de  (auf Leseförderung in der Familie, öffentlichen Bibliotheken und Kooperationsprojekten ausgerichtet)

– Rubrik Bibliothek auf goethe.de  (Zwar keine Seite für Schulbibliotheken, aber eine der besten Seiten zu aktuellen bibliotheksfachlichen Themen, die auch für Schulbibliotheken interessant sind. Zu Schulbibliotheken werden gelegentlich Bibliothekar/-innen interviewt.)

 

Nicht zu vergessen die hilfreichen Seiten in Österreich und der Schweiz:

– Weblog für Mittel- und Berufsfachschulbibliotheken www.digithek.ch  (lfd. Nr. 14)

 

(Die Aufzählung kann fortgesetzt werden; für Hinweise bin ich dankbar. Es sollten allerdings Seiten mit “Mehrwert” sein und nicht nur Linklisten oder “Visitenkarten”)

 

Welches Dienstleistungsangebot  sollte ein Schulbibliotheks-Portal enthalten?

In den Anfangsjahren des WWW waren Kataloge en vogue, die das Internet enzyklopädisch ordnen sollten. Das wurde bald aufgegeben, da die Sichtung wegen des exponentiellen Wachstums des Webs kaum zu bewältigen war und auch die Suchmaschinen immer schneller und umfassender wurden. Dennoch hielte ich es für sinnvoll, wenn nicht jede Schulbibliothek Links sammeln oder einen Katalog anlegen muss, sondern eine zentrale Stelle diese Aufgabe übernimmt und gute, verlässliche Arbeit leistet.

Auch wäre es ökonomischer, wenn eine zentrale Stelle im Land für alle Schulen Angebote machen könnte und nicht jeder Schulträger, falls er es überhaupt will und kan,n nur für seine Schulen Angebote macht.

 

Das LAG-Pflichtenheft für eine Schulbibliotheks-Plattform:

(Es stammt alles aus dem Pflichtenheft für den HIDS von 1998 – s. o. – außer dem hessenOPAC. )

Bücherkisten-Ausleihe (Transportkostenproblem)

Zugang  zu Experten, einem Forum oder FAQs

Bestandsempfehlungen

Zugriff auf Datenbanken

Download-Angebote für Software und Dokumente (Digitale Schultasche!)

Börse für Unterrichtsvorschläge “Unterricht in und mit der Schulbibliothek”

Einrichtung einer virtuellen Schulbibliothek mit digitalen Medien zu den Schulfächern

Zugang zu digitalen Weiterbildungskursen

Evtl. (erweiterter) Zugang nur nach Registrierung

Erfassung der digitalen Adressen hessischer Schulbibliotheken

Link zum hessenOPAC oder dessen Einbettung

 

 

 

 

 

 

Lohnt sich die Investition in Bibliotheken?

Der Potsdamer Bibliothekswissenschaftler Hans Christoph Hobohm weist in seinem Blog LIS auf Publikationen hin, in denen versucht wird, den Nutzen von Bibliotheken in Geld zu erfassen: Return On Investment (ROI) ist der Fachbegriff. Dieses bildungsökonomische Verfahren ist nicht unumstritten. Nicht zuletzt ist es schwierig, den Nutzen von Bibliotheken quantitativ zu erfassen. Z. B. ob Bibliotheksbenutzer später ein höheres Einkommen haben und mehr Steuern zahlen als Nichtnutzer. Auch in den US-amerikanischen Wirksamkeitsstudien für Schulbibliotheken, die ich in diesem Blog mehrfach angesprochen habe, wird z. B. versucht einen Zusammenhang zwischen Schulnoten und Schulbibliotheksnutzung herauszufinden. Dabei gibt es ein Henne-Ei-Problem: Benutzen gute Schüler häufiger die (Schul-)Bibliothek oder werden Schüler gut, weil sie die Bibliothek häufig benutzen? Bei aller Skepsis, ein Blick in die angegebene Literatur lohnt sich:

In einer Fußnote dieser britischen Studie wird erwähnt, dass die Nutzung von Schulbibliotheken höher ist als die der öB. Eine ROI-Studie würde sich also auch dafür anbieten.

  • Koop, Ulrike (2009): Wirkungsmessung für Bibliotheken unter besonderer Berücksichtigung des Return on Investment
    Es dürfte schwierig sein, den Gesamtertrag der Investition in einer Stadtbibliothek zu errechnen, Am wenigsten überzeugt mich die hier im Mittelpunkt stehende Renditeberechnung bei der Buch- und Medienausleihe. Natürlich ist es für den Steuerzahler attraktiv, wenn er für 1 Steuerzahler-€ Bücher, Filme oder Spiele  im Wert von 7 € ausleihen kann. Müsste man da nicht abziehen, was dem Handel entgeht, wenn der Nutzer die Medien ausleiht statt kauft? Bei anderen bibliothekarischen Dienstleistungen leuchtet es mir eher ein (Datenbanken nutzen, Internet, Auskünfte einholen).

Man stellt erstaunt fest, wie weit dieses Forschungskonzept, das es seit zwanzig Jahren gibt, gediehen ist. Es gibt lebhafte Methodendiskussionen und eben eine Reihe von Studien. Zwar besteht in der Öffentlichkeit Konsens, dass Bibliotheken eine schöne Sache sind, dass es gut ist, ein gutes Buch zu lesen und das Lesen vieler Bücher noch besser ist. Das hält die Finanzpolitiker aber nicht davon ab, Bibliotheken zu schließen. Wenn nun, wie man so gerne sagt, “belastbare” Zahlen darüber vorlägen, dass jeder in eine Bibliothek investierter € längerfristig 5 oder 10 € Ertrag bringt, hätte das eine größere Überzeugungskraft gegenüber Bildungspolitiker/-innen, Haushälter/-innen und privaten Stifter/-innen. (Es gibt auch Methoden, den Social Return On Investment zu erfassen, also nicht nur den finanziellen Nutzen der Bibliothek.) Man sollte die ökonomische Betrachtungsweise nicht von vornherein ablehnen, bloß weil die Frage nach der Kapitalrendite der Gottseibeiuns der Kulturpolitik ist.

Mir fällt beim Schreiben dieses Beitrags ein, dass eine Kollegin und ich, die wir ein kleines zweijähriges Projekt “Unterricht in der Bibliothek” durchführten, dem Kultusminister im Anschluss vorschlugen, dass die Bibliothekslehrer Lehrgänge in bestimmten Jahrgängen regelmäßig durchführen sollten, z. B. “Zitieren”, “Bibliographieren”, “Recherchieren” (Das war Mitte der 90er Jahre!). Das wäre effizienter als es jeweils mehreren, wechselnden Fachlehrer/-innen zu überlassen. Diese stünden in dieser Zeit für andere Aufgaben und für anderen Unterricht zur Verfügung. Dadurch wären die Anrechnungsstunden für Bibliothekslehrer auch unterrichtswirksam und nicht “verloren”. Der Schulbibliotheksreferent fand das plausibel, machte aber klar, dass das nicht durchsetzbar sei. Ich bin überzeugt, es wäre auch beim Stundenplanmachen in der Schule gekippt worden.Aber es war doch schon in Richtung ROI? Oder?

Neue schweizerische “Richtlinien für Schulbibliotheken” jetzt auch online

Die “Richtlinien für Schulbibliotheken” der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft der allgemeinen öffentlichen Bibliotheken (SAB) sind in ihrer dritten Aufkage 2014 online.

2009 schrieb ich über die 2. Auflage: “Das empfehlenswerteste Handbuch weit und breit.” Für meine Beratungsarbeit in den Schulen war es unentbehrlich.

(via digithek.ch)

Was will die LAG? Neues Grundsatzpapier

LAG_logo1989 hatte die LAG “Empfehlungen zum Aufbau eines leistungfähigen Schulbibliothekswesens in Hessen” angeregt. Sie wurden in einer vom Kultusministerium einberufenen Kommission erarbeitet. 1999 wurde die LAG-Resolution – “Schulbibliotheken für morgen” – verabschiedet.

Jetzt hat der Vorstand ein neues Positionspapier erarbeitet.

Was will die LAG?“.

Es enthält die Kernpunkte für ein Schulbibliothekswesen, das seinen Namen verdienen würde.

Was die LAG will

Moderne multimediale LAG-Schulbibliotheken sind Wissens-, Lern- und Kulturzentren in der Schule. Ihre Ausstattung ermöglicht zeitgemäßes und mediengestütztes Recherchieren und Prä­sentieren, fächerübergreifendes, methodenorientiertes Lernen, bietet Leseförderung und vielsei­tige kulturelle Praxis. Schulbibliotheken sind Lernorte und Lesezentren und sie ermöglichen die Nutzung unter­schiedlicher Medien. Für Teile der Abschlussprüfungen in der Mittel- und Oberstufe sind sie uner­lässlich. Sie bereiten effizientes wissenschaftliches und methodisches Arbeiten für akademische Stu­dien und Ausbildungswege vor.

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Meine Slideshare-Statistik

Die meisten meiner Referate und Präsentationen stelle ich bei Slideshare ein. Jetzt bekomme ich eine Mail, in der mir mitgeteilt wird, dass meine Präsentation “Webquests“,  die Handreichung und Bücherliste “Ampelmännchen und Todesschüsse” zur DDR und die komplette Sammlung der Bücherlisten des LAG-Projekts “Die Bibliothek in der Kiste”, die ich zusammen mit Hans Günther Brée und weiteren Kolleg/-innen erarbeitet habe, zu den Spitzenreitern 2013 auf Slideshare zählen: “Your content was among the top 3% of most viewed on SlideShare in 2013!” Die Länder, aus denen die meisten Klicks kommen: USA, Deutschland und Brasilien.

Haben die wirklich richtig gezählt?

Neues Handbuch: Renate Kirmse, Schulbibliothek

Wer sich vom etwas betulich wirkenden Titelbild nicht abschrecken lässt, den erwartet eine „Reise“ in zwanzig Kapiteln durch die Praxis der schulbibliothekarischen Arbeit.

Es ist eine umfassende, höchst lehrreiche Darstellung schulbibliothekarischer Tätigkeiten. Die Autorin bezeichnet sich als „privilegierte Schulbibliothekarin“, da sie an einer Europäischen Schule arbeitet, einer Einrichtung der Europäischen Union, die sich am angelsächsischen Schulsystem orientiert. Gut ausgestattete Schulbibliotheken sind dort selbstverständlich. Frau Kirmse hat das nötige Praxiswissen und gibt es in diesem Arbeitsbuch weiter. Weiterlesen