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Lohnt sich die Investition in Bibliotheken?

Der Potsdamer Bibliothekswissenschaftler Hans Christoph Hobohm weist in seinem Blog LIS auf Publikationen hin, in denen versucht wird, den Nutzen von Bibliotheken in Geld zu erfassen: Return On Investment (ROI) ist der Fachbegriff. Dieses bildungsökonomische Verfahren ist nicht unumstritten. Nicht zuletzt ist es schwierig, den Nutzen von Bibliotheken quantitativ zu erfassen. Z. B. ob Bibliotheksbenutzer später ein höheres Einkommen haben und mehr Steuern zahlen als Nichtnutzer. Auch in den US-amerikanischen Wirksamkeitsstudien für Schulbibliotheken, die ich in diesem Blog mehrfach angesprochen habe, wird z. B. versucht einen Zusammenhang zwischen Schulnoten und Schulbibliotheksnutzung herauszufinden. Dabei gibt es ein Henne-Ei-Problem: Benutzen gute Schüler häufiger die (Schul-)Bibliothek oder werden Schüler gut, weil sie die Bibliothek häufig benutzen? Bei aller Skepsis, ein Blick in die angegebene Literatur lohnt sich:

In einer Fußnote dieser britischen Studie wird erwähnt, dass die Nutzung von Schulbibliotheken höher ist als die der öB. Eine ROI-Studie würde sich also auch dafür anbieten.

  • Koop, Ulrike (2009): Wirkungsmessung für Bibliotheken unter besonderer Berücksichtigung des Return on Investment
    Es dürfte schwierig sein, den Gesamtertrag der Investition in einer Stadtbibliothek zu errechnen, Am wenigsten überzeugt mich die hier im Mittelpunkt stehende Renditeberechnung bei der Buch- und Medienausleihe. Natürlich ist es für den Steuerzahler attraktiv, wenn er für 1 Steuerzahler-€ Bücher, Filme oder Spiele  im Wert von 7 € ausleihen kann. Müsste man da nicht abziehen, was dem Handel entgeht, wenn der Nutzer die Medien ausleiht statt kauft? Bei anderen bibliothekarischen Dienstleistungen leuchtet es mir eher ein (Datenbanken nutzen, Internet, Auskünfte einholen).

Man stellt erstaunt fest, wie weit dieses Forschungskonzept, das es seit zwanzig Jahren gibt, gediehen ist. Es gibt lebhafte Methodendiskussionen und eben eine Reihe von Studien. Zwar besteht in der Öffentlichkeit Konsens, dass Bibliotheken eine schöne Sache sind, dass es gut ist, ein gutes Buch zu lesen und das Lesen vieler Bücher noch besser ist. Das hält die Finanzpolitiker aber nicht davon ab, Bibliotheken zu schließen. Wenn nun, wie man so gerne sagt, “belastbare” Zahlen darüber vorlägen, dass jeder in eine Bibliothek investierter € längerfristig 5 oder 10 € Ertrag bringt, hätte das eine größere Überzeugungskraft gegenüber Bildungspolitiker/-innen, Haushälter/-innen und privaten Stifter/-innen. (Es gibt auch Methoden, den Social Return On Investment zu erfassen, also nicht nur den finanziellen Nutzen der Bibliothek.) Man sollte die ökonomische Betrachtungsweise nicht von vornherein ablehnen, bloß weil die Frage nach der Kapitalrendite der Gottseibeiuns der Kulturpolitik ist.

Mir fällt beim Schreiben dieses Beitrags ein, dass eine Kollegin und ich, die wir ein kleines zweijähriges Projekt “Unterricht in der Bibliothek” durchführten, dem Kultusminister im Anschluss vorschlugen, dass die Bibliothekslehrer Lehrgänge in bestimmten Jahrgängen regelmäßig durchführen sollten, z. B. “Zitieren”, “Bibliographieren”, “Recherchieren” (Das war Mitte der 90er Jahre!). Das wäre effizienter als es jeweils mehreren, wechselnden Fachlehrer/-innen zu überlassen. Diese stünden in dieser Zeit für andere Aufgaben und für anderen Unterricht zur Verfügung. Dadurch wären die Anrechnungsstunden für Bibliothekslehrer auch unterrichtswirksam und nicht “verloren”. Der Schulbibliotheksreferent fand das plausibel, machte aber klar, dass das nicht durchsetzbar sei. Ich bin überzeugt, es wäre auch beim Stundenplanmachen in der Schule gekippt worden.Aber es war doch schon in Richtung ROI? Oder?

Was wäre für deutsche Schulbibliotheken zu erforschen?

1997 schlug die Stiftung Lesen vor, zu erforschen, ob Schulbibliotheken von Eltern geführt werden könnten. Ob das ein pragmatischer Vorschlag war oder eine ernstzunehmende Vorstellung von Schulbibliotheken fehlte, weiß ich nicht.

Es gibt inzwischen, das ist erfreulich, einige deutsche Schulbibliotheksliteratur. Da hat sich doch etwas geändert. In den bibliotheksfachlichen Ausbildungsgängen gibt es zwar keine spezifische Ausbildung, aber immerhin Examensarbeiten zum Thema. Meist sind es Zustandbeschreibungen (Etwa “Die Situation der Schulbibliotheken in…”, “Der Aufbau einer Grundschulbibliothek”, “Das Schulbibliothekswesen in Deutschland”), gelegentlich ist es auch der Dauerbrenner “Wie viele Schulbibliotheken gibt es eigentlich?” Auch diese sind nützlich.

Eine empirische Forschung, die zu konzeptionellen Lösungen beitragen könnte, ist mir nicht bekannt. Nicht zuletzt liegt das natürlich daran, dass die Zahl der Schulbibliotheken, in denen geforscht werden könnte, überschaubar ist. In der Schulforschung findet Schulbibliothek nicht statt. Die Schulbibliothek im organisatorischen und sozialen Gefüge der Schule bleibt eine Black Box. Die angehenden Bibliothekar/-innen schreiben i. d. R. über bibliotheksfachliche Aspekte oder über die Zusammenarbeit mit der öffentlichen Bibliothek. In der bibliothekarischen Rezension eines Handbuches zu Schulbibliotheken las ich einmal den Vorwurf, dass das Buch nicht genügend herausstellen würde, wie wichtig die Diplom-Bibliothekare für Scbhulbibliotheken seien.

Wo bleibt das Positive? Nun, meine Forschungsfragen wären:

Wie nutzen Lehrer/-innen Schulbibliotheken im Unterricht? Kann man eine Typologie entwickeln? Es gibt eine ältere britische Untersuchung dazu.

Was schätzen Schüler an ihren Schulbibliotheken/Wie nutzen Schüler Schulbibliotheken? Das ist sogar für die angelssächsische Wirkungsforschung ein relativ neues Thema!

Schulleiter und Schulbibliotheken: Wie unterstützen sie? Was schätzen sie daran? Oder: Warum haben sie kein Interesse? Welche Vor- und Nachteile sehen sie?

Wie könnten Schulbibliotheken evaluiert werden? Deutschsprachige Literatur, z. B. aus Südtirol ist vorhanden!

Der Entwurf eines Ausbildungscurriculums für Leiter/-innen von Schulbibliotheken. Bekannt sind mir aus den 90er Jahren das Curriculum der ehemaligen Schulbibliothekarsausbildung in Stuttgart (Prof. Papendieck) und ein Entwurf der hessischen LAG Schulbibliotheken und nichtdeutsche Curricula.

Ich habe das jetzt verkürzt dargestellt, ohne viel zu verlinken oder zu bibliographieren. Im Blog thematisiere ich das aber schon lange, man möge es mir daher nachsehen. Dankbar wäre ich für die Nennung weiterer Forschungsvorhaben und noch mehr freuen würde ich mich, wenn zu der einen oder anderen Frage wirklich geforscht würde.

Update: Danke für die Mails und den Kommentar von Frau Ginzel!

Medienpädagogik hatte ich bewusst nicht angesprochen, obwohl ich diese auch als Aufgabe der SB ansehe. (Das habe ich im Buch “Die Schulbibliothek im Zentrum” beschrieben.) Aber in Deutschland müssen Schulbibliotheken manchmal um Computer kämpfen oder bekommen die alten aus dem FB Informatik. Da kann nur wenig  erforscht werden. Aber aus den “fortgeschrittenen” Schulbibliotheken und Medienzentren Fallstudien und Erfahrungsberichte zu bekommen, wäre gut.

Berichte und Studien könnten die SB ins Gespräch bringen. Sie wären wichtig, um innerhalb der Schulen ein Bewusstsein für ihr Potential zu schaffen. Sie könnten aber auch dazu beitragen, Politikerinnen und Politiker zum Umdenken zu bewegen. In Brandenburg etwa hatte der Landtag beschlossen, dass bedürftige Schüler/-innen in der Oberstufe hundert € monatlich erhalten, von denen sie ohne Verwendungsnachweis Bücher oder Kinokarten kaufen könnten. Eine ehemalige deutsche Kultusministerin konnte in Schulbibliotheken keine pädagogischen Tätigkeiten erkennen, ein Landtagsabgeordneter fragte, wozu es der Schulbibliotheken bedürfe, wenn es doch öffentliche Bibliotheken gebe.

Endlich: Eine Zahl der hessischen Schulbibliotheken festgestellt!

Eine Doktorandin, die in ihrer Dissertation u. a. die Schulbibliotheken in Deutschland zählt, hat vorab die Zahlen aus einer Umfrage der Landesfachstelle für öffentliche Bibliotheken in der Bibliothek der Fachhochschule Rhein-Main in einem kleinen Aufsatz veröffentlicht (Marisa Richter, Die Situation der Schulbibliotheken in Hessen – Erste Ergebnisse einer landesweiten Befragung zu Rahmenbedingungen und Nutzung von Schulbibliotheken, SchulVerwaltung Hessen/Rheinland-Pfalz, 17/2012, pp 186-187).

1.408 Schulen hatten an der Umfrage teilgenommen, das sind zwei Drittel der hessischen Schulen. 1.218 davon melden eine Schulbibliothek. Das wären 58% aller hessischen Schulen. In dem Drittel der Schulen, die nicht geantwortet haben, wird es sicher weitere geben. Weiterlesen

Neue Wirksamkeitsstudie von Keith Curry Lance

Prof. Lance hat die Indikatoren guter Schulbibliotheken (lange Öffnungszeiten, hauptamtliches Personal usw.) mit den Testwerten der Schüler/-innen im Lesen und Schreiben in Pennsylvania korreliert und findet bestätigt, was frühere US-Studien schon herausgefunden hatten: In Schulen mit guten Schulbibliotheken gibt es mehr Schüler/-innen mit guten Testergebnissen. Der Name der Studie: 21st Century School Library Infrastructure Study.

Warum Buffy Hamilton keine 08/15-Petition für Schulbibliotheken unterschreibt

Die Schulbibliothekarin Buffy Hamilton, die wohl am konsequentesten die Schulbibliothek als Lernort mit digitalen Medien realisiert und propagiert, erregt wieder einmal Aufsehen, weil sie es ablehnt, eine Petition zu unterschreiben, wie sie seit einiger Zeit massenhaft an die Gebietskörperschaften der Vereinigten Staaten verschickt werden.

Die Sätze, die sie stören, sind vor allem:

  • Schulbibliotheken, die Bundesmittel erhalten, müssen eine ausgebildete Vollzeitschulbibliothekarin beschäftigen und 18 Bücher pro Schüler/-in vorhalten. Falls nicht, sind ihnen die Bundesmittel sofort zu streichen.
  • Gut ausgestattete, finanzierte und organisierte Schulbibliotheken mit hochqualifizierten Schulbibliothekar/-innen steigern Schülerleistungen.

Auch wenn sie die gute Absicht der Petitionen anerkennt, so ist sie doch der Ansicht, dass die amerikanischen Schulen mehr brauchen als 18 Bücher pro Schüler, lange Öffnungszeiten und eine gut ausgebildete Bibliothekarin. Was wirklich nötig wäre, gehe weit darüber hinaus. Diese Argumente seien grobschlächtig und oberflächlich. Sie vereinfachten unzulässig komplexe Schulbibliotheksprogramme.

Viele Schulen hätten Schulbibliothekarinnen mit einem Abschluss; die aber arbeiteteten ineffektiv. Wie man das Quorum der 18 Bücher erreiche, sei ja nun auch bekannt.

Auch die immer wieder gebetsmühlenhaft vorgetragenen Befunde vom Zusammenhang gut ausgestatteter Schulbibliotheken und guten Schülerleistungen nimmt sie auseinander.  Auch wenn die Studien viele Erkenntnisse brächten: Ein direkter, eindeutiger Zusammenhang sei nirgendwo nachgewiesen. Auch wenn man in manchen Bundesstaaten und Bezirken Schulbibliotheken mit dieser Argumentation gerettet hätte, letzlich seien Bildungspolitiker nicht davon zu überzeugen, dass ausgerechnet die Investition in Schulbibliotheken Schulen besser machte.

Ihr gefällt das Verständnis von Schulbibliothek nicht, das in der Petition zum Ausdruck kommt. Da sei keine Rede von anderen Medien als Büchern, da fehle die Schulbibliothek als Lernort und nicht nur als Büchermagazin.

Vor dem Schreiben einer solchen Petition müsse eine Verständigung darüber erfolgen, dass und warum die Schulbibliothek ein wichtiger, bedeutender Teil der Schule ist und Schulbibliothekare als Lernspezialisten und Lehrer genauso wichtig sind wie die Fachlehrer.

Wichtiger als mit Petitionen um staatliche Zuschüsse zu kämpfen, sei es übrigens, die Menschen zu überzeugen, für die sie da seien: Schulleitungen, schulische Aufsichtsgremien (school boards), Schüler, Lehrer und Eltern.

Steigern Schulbibliotheken wirklich die Schülerleistungen? (2)

In einem Interview, das schon 2007 geführt wurde, nimmt Keith Curry Lance, “Vater” der berühmten “Coloradostudie”, Stellung zu Erkenntnissen und methodologischen Problemen der quantitativen Schulbibliotheksforschung.

Er ist sich der Schwierigkeiten bewusst, im Bereich von Schule und Erziehung eindeutige, hoch korrelierende Zusammenhänge zu belegen. Eine statistische Korrelation, wie stark sie auch immer sein mag, stellt nicht automatisch einen Zusammenhang im Sinne von Ursache und Wirkung her:

I think that any thinking person who looks at the business of public education understands how incredibly complicated the factors are that influence how well a kid does in school. It’s complicated dramatically by socioeconomic factors: how well educated the parents are; how much they support the child’s education; how well funded the school is.

How do you really measure the quality of teaching? How do you measure the student’s own motivation to learn? There are an almost infinite number of factors that explain how well a kid does in school. This is my quarrel with a lot of education research, especially all the magic bullet programs that schools spend a lot of money on. No one thing could possibly exert an overwhelming influence relative to everything else on how a kid does in school.

Zu den Problemen zählt auch die Defintion von Schülerleistung durch standardisierte Tests, die er wiederum als Bezugspunkt für seine Studien nimmt. (Die Tests werden bleiben, meint er. Dafür sei die drumherum entstandene Testindustrie inzwischen zu mächtig geworden.)

Lance sagt in diesem Interview noch einmal deutlich, dass es nicht die Existenz der Schulbibliothek an sich ist, sondern die Aktivität der school library media specialists, der Bibliothekslehrer, die sich bemerkbar macht. Er macht das fest am Begriff der “leadership”. Wörtlich übersetzt hieße das Führung, Führungsstil, Mitarbeiterführung. Das Gemeinte ist für mich eher Kenntnisse und Kompetenzen haben, seinen Job gut machen. So wie in der Werbung manche Auto- oder Uhrenfirmen auf ihre führende Rolle aufmerksam machen. (Siehe dazu die Items aus einer kalifornischen Wirksamkeitsstudie!)

What we found is that leadership doesn’t have a direct correlation with test scores, but it does have an indirect correlation. Schools where librarians spent more time in leadership activities—like meeting with their principals, going to faculty meetings, serving on committees—were likely to spend more time in collaboration. They’re more likely to plan with teachers, to co-teach, to tutor, to do in-services for the teachers themselves….

Wer lieber hört statt zu lesen: Hier ist ein aktuelles Interview mit Prof. em. Lance.

Weitere Beiträge zu “Schulbibliotheksforschung” im Blog (Nicht alle werden angezeigt.)

Neue Studie zur US-Schulbibliothekskrise

US-Bundesstaaten, die Bibliothekslehrer entlassen, schneiden in Lesetests schlechter ab.

Keith Curry Lance, der viele Wirksamkeitsstudien zu Schulbibliotheken durchgeführt hat, kommt in seiner neuesten Datenanalyse zu diesem Ergebnis. Er sieht einen Zusammenhang zwischen dem Abbau von Stellen für Bibliothekslehrer  und den Ergebnissen von Viertklässnern in den Lesetests. Verglichen hat er Zahlen aus den Schuljahren 2004/5 und 2008/9. (Ich dachte, er sei längst emeritiert.)

Das Fehlen von teacher-librarians, die zum Lesen animieren, zu Leseförderaktivitäten einladen, bei der Lektüre beraten, einen attraktiven Bestand aufbauen, im Unterricht mitwirken oder selbst unterrichten (Englisch als Zweitsprache.) Die Unterschiede zwischen Bundesstaaten, die Bibliothekslehrerstellen abbauen und denen, die neu einstellen ist zwar generell im niedrigen einstelligen Bereich. Es gibt auch einsparende Staaten, bei denen die Testergebnisse geringfügig besser geworden sind, bei den Staaten mit besser gewordener Bibliothekslehrerversorgung stiegen sie aber stärker an. Besonders deutlich sieht er die Unterschiede bei Kindern aus einkommensschwachen Familien, Schwarzen und Hispanics. Ein Unterschied von 0,5 zu 1,5 ist zwar absolut gesehen niedrig, bedeutet aber dreimal besser. Ganz besonders auffällig sind die Werte bei den Kindern, die Englisch als Zweitsprache lernen. Hier seien die Bibliothekslehrer besonders stark in den Unterricht involviert.

Lance diskutiert mögliche Einwände gegen sein Forschungsdesign, z. B. die nicht zufriedenenstellende Datenlage bei Schwarzen und Hispanics. Dass auch Fachlehrer eingespart werden, wirke sich zwar auch, aber nicht so stark auf die Ergebnisse aus. Regionale aktuelle Daten zeigten, dass Schulbezirke, die wieder neu eingestellt haben, bessere Werte bei Lesetests erzielten.

Neu bei dieser Studie ist, dass zwei Jahrgänge verglichen werden und Verschlechterungen durch Vergleich ermittelt wurden. Die früheren Wirksamkeitsstudien hatten jeweils Zusammenhänge zwischen der Arbeit der Bibliothekslehrer und den Testergebnissen in einem bestimmten Jahr festgestellt.

Im Vergleichszeitraum wurden in den USA ca. 2000 Bibliothekslehrerstellen eingespart, ca. 1600 neu besetzt. Die Einsparquote habe sich seit 2008/9 noch erhöht. Die früheren Wirksamkeitsstudien seien in USA auf taube Ohren gestoßen, beklagt Lance. Er hofft, dass seine Studie aufrüttelt.

Auch in USA ist öfter der Satz zu hören, der in Deutschland gang und gäbe ist: “Sollen die Schülerinnen und Schüler doch in die öffentliche Bibliothek gehen.”

Der Bericht über die neue Studie im School Library Journal