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Grundschulländervergleich (3)

Die Ökonomen Berthold Wigger und Georg-Benedict Fischer haben die Daten der IQB-Studie neu sortiert und konstatieren einen Zusammenhang von Lesefähigkeit und Migrationshintergrund. Aber einen spezifischen: Sie bilden Gruppen von Migranten (z. B.  Ost- und Südosteuropa, EU) und stellen fest, dass die Gruppe „Türkei, Nah- und Mittelost sowie Afrika“ die schlechtesten Leseleistungen aufweist.

Gerechnet werden konnte nur mit westdeutschen und Berliner Zahlen, da die Zahlen für Migranten in Ostdeutschland nicht bekannt bzw. verschwindend gering sind. Es zeigte sich, dass die o. a. Problemgruppe in Bremen einen Bevölkerungsanteil von 11,7 % umfasst, in Bayern dagegen nur 5%. Dem möglichen Einwand, dass Korrelation den Zusammenhang nicht erklärt, begegnen sie mit dem süffisanten Satz, dass es natürlich auch sein könne, dass diese Migrantengruppe sich dort niedergelassen haben könnte, wo es schon leseschwache Grundschüler gab.

Im Sprachgebrauch von taz und Berliner Grünen wäre die Studie von Wigger und Fischer wohl rassistisch.
(Nach einem Artikel in der FAZ v.17.10.12: „Zuwanderung macht die Differenz“)