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Das große I mitten im Wort

Bei Wikipedia wird gerade der – wohl vergebliche – Versuch gemacht, den sog. gendergerechten Gebrauch des Genus nicht weiter zu pflegen, also nicht mehr LehrerInnen, Lehrer/-innen oder Lehrerinnen und Lehrer zu schreiben.

Die Initiatoren folgen darin Sprachwissenschaftlerinnen und Sprachwissenschaftlern, die das grammatische Geschlecht vom biologischen unterscheiden. Sie weisen darauf hin, dass die Sprache auch das „generische Maskulinum“ kennt, d. h. die männliche Form bezeichnet auch die Gattung: Lehrer umfasst also einmal nur die biologisch männlichen Lehrer, kann aber auch eine Gesamtheit von Lehrerinnen und Lehrern meinen. So wird es auch im Englischen gehandhabt. Eine amerikanische Schriftstellerin wäre über eine Würdigung als Authoress weniger erfreut, für sie wäre es wichtiger als Author bezeichnet zu werden, also zur Gesamtheit der Schriftstellerinnen und Schriftsteller gezählt zu werden. Die feministischen Linguistinnen berufen sich wiederum auf ihre Forschung, die besagt, dass das generische Maskulinum sexistisch wäre.

(via science files)

Nachtrag: Vermeiden Sie die vermännlichte Silbe „man“! (Aus dem Sprachleitfaden der Universität Potsdam)

Ich hätte eher „vermännlichend“ statt „vermännlicht“ gesagt.

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