Schlagwort-Archive: Genderismus

Was heißt: „Das Geschlecht ist sozial konstruiert“?

Die Pseudowissenschaft Genderismus basiert u. a. auf der Behauptung, das Geschlecht wäre eine soziale Konstruktion. So weiß es die männliche Genderistin Dr. Torsten Voß von der Uni Bielefeld: „Gender studies haben nachgewiesen, dass es kein vorgefertigtes Geschlecht gibt  – es ist ein Konstrukt, abhängig von historischen und kulturellen Kontexten (zit. n. FAS, 11.11.07, p 6)

In den Niederungen der sexualkundlich verbreiteten „sexuellen Vielfalt“ kommt es dann zu den Übungen zum spielerischen Umgang mit dem eigenen Geschlecht bis hin zur Geschlechtsumwandlung als einem Vorgang vergleichbar dem Wechsel eines Kleidungsstücks. (Zur Ehre von Alice Schwarzer sei gesagt, dass sie früh erkannt hat, dass die auch von ihr anfänglich begrüßte Geschlechtsumwandlung aber alles andere als das ist.)

Genderisten lehnen die klassische Erkenntnistheorie ab: Hypothesenbildung, Falsifizierung, empirische Forschung. Wissenschaftliche Erkenntnisse wären eine Meinung unter vielen. Weiterlesen

Der flüchtende Flüchtling wird im Frühling zum Lehrling

Lehrling und Flüchtling: Auf den Index?

Mich fasziniert die schleichende Sprachreform. Meist ist sie genderistisch motiviert, oft auch pc-bemüht.

Ich werde sogar von einer pensionierten Lehrerin korrigiert: Briefträger und Briefträgerinnen, so viel Zeit muss sein. Meine langatmigen Erklärungen zum generischen Maskulinum, das nicht das Geschlecht, sondern die Gattung meint, verfangen da nicht. Auch nicht der Hinweis, dass in gendergerechten Zeiten niemals mehr eine Frau zu den weltbesten Schriftstellern zählen kann, sondern nur noch weltbeste Schriftstellerin werden kann.

Eine neue Frucht der Sprachforscherinnen und Sprachforscher ist die Erkenntnis, dass die Silbe „ling“ einem Wort einen negativen Drall versetzt. Das hat sofort dazu geführt, dass in meiner Zeitung nur noch von Flüchtenden, nicht mehr von Flüchtlingen geschrieben wird. Das ist insofern geschickt, dass wir uns damit, ebenso wie bei Studierenden die gendergerechte Verdopplung Studentinnen und Studenten ersparen und einer Auszubildenden die Stigmatisierung als Lehrling.

Es stört die SprachreinigerInnen nicht weiter, dass Studierende nicht immer studieren, sondern auch einmal essen oder ins Kino gehen, also dann eher Essende und Ins-Kino-Gehende sind.

Ich bin gespannt, was mit dem Wort Frühling passieren wird.

Reiner Bonhorst auf Achgut über die -ling-Vermeidungsstrategien.

Genderismus und Kreationismus (3): Mutterschaft!

„Kinderkriegen setzt ungeahnte Kräfte im Gehirn frei. Das hat die Verhaltensforschung eindrucksvoll belegt… Es macht smarter, wagemutiger, stressresistenter, es verbessert das Gedächtnis…, es ist ein Nervenkick, der seinesgleichen sucht…“

So beginnt der Artikel „Mehrwert Mutterschaft“ von Martina Lenzen-Schulte in der FAZ v. 28.4.16, S. 9.

Darin wird beschrieben, was Verhaltensforscher, Neurologen und Psychologen bei Tieren und Menschen herausgefunden haben.

genderstorch

Foto:?; Rechteinhaber bitte melden!

Ein Aufreger für die Gendergemeinde in den Medien, in der Wissenschaft und bei den Gleichstellungs- und Frauenbeauftragten in Behörden und Betrieben. Was wird jetzt kommen? Ein Gesetz über gendergerechte Forschung von Justizminister Maas, Überwachung von Vorlesungen und Seminaren einschlägiger Forscher/-innen durch die Überwachungsspezialistin Annetta Kahane? Klagen von LGBT-Aktivist*innen wegen Diskriminierung, Rechtspopulismusvorwürfe gegen die FAZ, die Forderung nach Entfernung des Textes aus dem FAZ-Archiv?

Manche Fach-Aufsätze sind kostenpflichtig. Einen offenen habe ich gefunden: Prof. Dr. Manfred Spitzer 2011 über neurobiologische Veränderungen durch Mutterschaft.

Genderismus und Kreationismus (2): Der Fall Tagesspiegel

Die Nachträge zu dem Beitrag über Genderismus nehmen überhand. Daher habe ich sie in diesem 2. Posting zum Thema zusammengefasst. Vor allem geht es dabei um den linken Berliner Tagesspiegel, der sich zum publizistischen Sprachrohr der Genderist_innen entwickelt hat. Weiterlesen

Anne Fine, Bills neues Kleid

In vorgenderistischen Zeiten ein wunderbares Buch. Ein Junge wacht, warum auch immer, als Mädchen auf, muss ein rosa Kleid anziehen und verbringt einen qualvollen Tag als Mädchen, lernt aber auch einiges.

Für Genderisten systemstabilisierend, daher abzulehnen.

51qgak0wbal-_sx374_bo1204203200_ Anne Fine, Bills neues Kleid, 1987, deutsch 1993 (antiquarisch)

Eine Geschlechtertauschgeschichte aus der Zeit, als es noch nicht üblich war, postmodern von heterosexueller Dominanz der weißen Rassisten, ihren milchweißen Frauen und ihrem Sexualneid auf dunkelhäutige Antänzer auf der Kölner Domplatte zu schwadronieren.

NB.: Von Anne Fine lesenswert sind auch Das Baby-Projekt und Der Neue! Alles sehr preiswert im modernen Antiquariat.

NRW will Mädchen Zugang zu pädagogisch begleiteten Angeboten im Bereich Pop-Musik ermöglichen

Für Faschings- oder Aprilscherze ist es zu früh. Es handelt sich wirklich um Regierungspolitik in Nordrhein-Westfalen. Dort hat man beschlossen, zukünftig eine Million € mehr jährlich in den Genderismus zustecken. Was mit dem Geld passiert, konnte man schon in diesem Jahr erleben:

Die Landesregierung zahlt einem Mobilen Mädchenzentrum Gelsenkirchen jährlich 61.000 € Zuschuss. Jetzt bekamen die Sozialpädagoginnen noch einmal 37.953,30 € für einen Fachtag „Gender in der Popmusik“. Insgesamt sollte die Veranstaltung mit drei Fachvorträgen 45.000 € kosten. Die Wissenschaftler wollten sprechen über „geschlechtliche Konnotation von Instrumenten“, über „patriarchale Popsysteme”, die von “amerikanischen Mittelstandsmännern“ etabliert worden wären und über „Heterogenität in der deutschen akademischen und wissenschaftlichen Musikausbildung”.

Auf eine kritische Anfrage im Düsseldorfer Landtag antwortete die Regierung, dass die Tagung „Mädchen den Zugang zu pädagogisch begleiteten Angeboten im Bereich Pop-Musik ermöglichen sollte.“

Dummerweise haben sich keine Mädchen für diese Veranstaltung angemeldet, so dass sie abgesagt werden musste. (Was passiert mit dem Zuschuss?)

Ich werde inzwischen gefragt, wie es dazu kommen konnte, dass Heteronormativität fast ein Schimpfwort geworden ist, dass Genderthemen sich bei Journalisten seriöser Tageszeitungen großer Beliebtheit erfreuen, dass es über ein Sachbuch eines renommierten Naturwissenschaftlers, der sich kritisch über Genderbehauptungen zu Geschlecht und Genetik äußert, in eben diesen Medien als polemisch abqualifiziert wird. Sexualkundelehrpläne werden in LSBTTIQ-Verbänden geschrieben. Die Norm ist nicht mehr die heterosexuelle Ehe und Familie, sondern die Patchworkfamilie, zu der auch die gleichgeschlechtlichen Bettpartner der Eheleute gehören, wie es in einem sexualkundlichen Papier einschlägiger Experten heißt.

Interessant wäre zu fragen, wie es so weit kommen konnte, dass man bei Diskriminierung heute eher an heterosexuelle weiße Männer denkt und nicht an LSBTTIQ-Betroffene.

Andererseits: Ich bewundere die erfolgreiche Lobbyarbeit des Gender-Sektors. Es wäre zu studieren, wie es zu diesen schlagkräftigen, einflussreichen Netzwerken gekommen ist, die dafür sorgen, dass die Wissenschaftsministerien Millionen für Genderlehrstühle (Sorry, DER Stuhl) ausgeben, aber man Mühe hat, dort wissenschaftliche Erkenntnisse zu finden. Wie es dazu kommt, dass man eine kritische Berichterstattung über den Genderismus in den Mainstreammedien nicht findet.

Für 45.000 € hätten wir drei landesweite Schulbibliothekstage mit je 30 Referenten durchführen können. Von 37.000 € Zuschuss einer Landesregierung für eine Schulbibliothekstagung können wir nur träumen. Auch 61.000 € jährlicher Zuschuss für eine lokale Institution ist beachtlich.

Nicht versäumen: der Originalbeitrag in Science Files!