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Einen Blick in die Zukunft der Schulbibliotheken in Hessen

wirft die Website “Lesen in Deutschland”, eine Tochter des Deutschen Bildungsservers, finanziert vom BMBW:

Die Schulbibliotheksexperten des Deutschen Bibliotheksverbandes sind omnipotent. Sie haben sich in jedem Bundesland als Zuständige eintragen lassen.

 

Die unendliche Geschichte von hessischen Schulbibliotheksstatistiken

Aus Anlass der Schulbibliothekszählungsversuche von Dr. Karsten Schuldt in Berlin erinnere ich mich an die unendliche Geschichte der hessischen Schulbibliothekszählungen. Ich habe einmal einschlägige Stellen aus meinen Texten verschiedener Jahre zusammengestellt:

1989

Wegen der Zuordnung der Schulbibliotheken zu den Auf­gaben des Schulträgers wird von der Landesregierung keine Schul­biblio­theksstatistik geführt.

Bemerkenswert ist, dass sie allerdings auch nicht in der Bibliotheksstatistik des Wissenschaftsministeriums auftauchen.

Eine wegen einer Landtagsanfrage von den Staatlichen Schulämtern 1989 durchgeführte Umfrage (Az. VII A – 042/40 – 12/4117 v. 27. 12. 1989) hatte ca. 200 Schulbibliotheken ergeben.

(Die Anfrage war von der LAG angestoßen worden.) Den Fragebogen hatte die Stadtbibliothek Frankfurt entwerfen dürfen. Die von bibliotheksfachlichen Fragestellungen wohl überforderten Schulleiter zählten im Einzelfall ihre 20-30000 Schulbücher zum Bestand dazu und kamen auf 64 schulbibliothekarische Arbeitsstellen im Lande (in Wirklichkeit gibt es drei).

Die LAG geht von 300 bis 500 Bibliotheken in hessischen Schulen aus.

Aufgrund fehlender allgemeinverbindlicher Kriterien bzw. unterschied­licher Auslegung der Kriterien in den Schulen ist eine genauere Zahl wohl nicht zu ermitteln. Auch die „Bera­tungs­­stelle für Schulbibliotheken“ im Deutschen Bibliotheksinstitut kann für Hessen – wie für Deutschland – keine genaue Zahl angeben.

Bei ca. 100 der geschätzten 300 – 500 Einrichtungen kann hinsichtlich der Öffnungszeiten, der Bestandsgröße, der Räumlichkeiten und der kontinu­ierlichen personellen Betreuung von Be­din­gungen gesprochen werden, die eine ständige Nutzung der Bibliothek im Schulalltag, als Kultur- und Lernzentrum, erlauben.

1998

Die Zahl der von Schulträgern mit hauptamtlichem Personal besetzten Schulbiblio­theken ist 1991 – 1995 nach Schließungen in Wiesbaden (5) und Offenbach (1) zurückgegangen. Der Hochtaunuskreis beabsichtigt, durch Pensionierung oder Umsetzung freiwerdende Personalstellen in Schulbibliotheken nicht wieder zu besetzen.

Die Zahl der ehrenamtlich von Eltern und nebenamtlich von Lehrkräften organisierten Schul­bibliotheken nahm in diesem Zeitraum zu. Der LAG sind 24 Neugründungen bekannt.

In Hessen zählt offiziell allein das „Kombiprojekt“, eine Zweig- oder Hauptstelle der öffentlichen Bücherei in der Schule. Das funktioniert dort, wo es eine Stadtbücherei gibt und Stadtväter oder -mütter die Zweigstellen in Schulen finanzieren. Dutzende Gesamtschulen liegen vor den Gemeinden auf der grünen Wiese. Welche Stadt­bücherei will dort eine Zweigstelle?

Die Stadtbücherei unserer Gemeinde wehrt sich gegen den Umzug aufs Schulgelände, obwohl dieses nur zwei Minuten vom Stadtzentrum entfernt ist und gute räumliche Bedingungen böte. Sie kann, aufgrund meines von der Stadtverordnetenversammlung verabschiedeten Konzeptes, jedes Jahr 8.000 DM für Leseförderung in Schu­len ausgeben. Das gilt aber der zuständigen Fachstelle nicht als Kombiprojekt und wird somit nicht mit einem ebenso hohen Zuschuss gefördert!

Zur Zeit sind es sechs oder sieben oder acht Kombibibliotheken. Das Wissenschaftsministerium bequemte sich erst nach langem Hin und Her zu einer Art Auskunft.

500 (interne) Schulbibliotheken unterschiedlichster Art und Größe wird es in Hessen wohl geben. Genau weiß es keiner, es interessiert auch keinen, denn diese 500 sind „Phantombibliotheken“. Offiziell zählen nur die Kombibibliotheken. Und nur die 8(?) erhalten regelmäßig Zuschüsse aus dem kommunalen Finanzausgleich.

Werdet Kombibliothek! Kommunalpolitisch versierte Schulleiterinnen und Schulleiter können das einfädeln.

2002

Es muss eine Umfrage des Wissenschaftsministerium bei öffentlichen Bibliotheken gegeben haben (Mit so etwas haben Kultusministerium, Schulträger und Schulen zuständigkeitshalber nichts zu tun.) Dabei stellen die Fragesteller fest, dass 1681 Schulen mit öffentlichen Bibliotheken zusammenarbeiten, das sind 80% der Schulen. (Anm. GS: Und das 3 Jahre vor dem Kooperationsvertrag des dbv mit der Landesregierung!)

Wiederum 60% dieser Schulen geben an, eine Bibliothek zu haben. Das wären 1000 Schulbibliotheken, (vermutlich keine bibliotheksfachlichen Standards genügend (außer den bekannten 10%). Unterstellt man, dass die nicht abgefragten Schulen auch noch ein paar Bibliotheken haben, sind wir bei mehr als der Hälfte aller Schulen.

2007

Exakte Schulbibliotheksstatistiken scheint es weiterhin nicht zu geben. Seit über einem Jahrzehnt gilt die vom Deutschen Bibliotheksinstitut, Berlin, in einer Presseerklärung 1985 ausgegebene Formel von 10% aller Schulen, die über eine Bücherei verfügen würden. Wobei nicht klar ist, ob damit allein hauptamtlich von bibliothekarischem Fachpersonal geleiteten oder alle, auch die neben- und ehrenamtlich von Lehrkräften geleiteten, gemeint sind.

In Hessen haben, natürlich geschätzt, ca. 1% aller Schulen eine von einer Bibliothekarin oder einer Verwaltungsangestellten geleitete Bücherei.

2008

An 600 Schulbibliotheken hat die Kultusministerin jeweils 500 € aus Lottomitteln ausgeschüttet. Danken wir der Ministerin, die ja, wie sie einmal im Landtag sagte, selbst unter dem mangelhaften Schulbibliothekswesen leidet!

Immerhin haben wir wieder eine Zahl: Da das KM i. d. R. nur einmalig spendet, gibt es also diese 600 Schulbibliotheken. Gewiss gibt es weitere Schulbibliotheken, die keinen Antrag stellen oder nichts von Lottomitteln wissen, weil sie den hids, die mailing list der LAG, nicht abonniert haben.

Eine andere Zahl ist die Summe der LITTERA-Lizenzen: 950. Dabei sind Ungenauigkeiten in Kauf zu nehmen, weil nicht klar ist, ob die Schule die Lizenz schon, überhaupt oder nicht mehr nutzt.

In der IGLU-Studie wurde – nach Schulleiterangaben – herausgefunden, dass über 60 Prozent der hessischen Grundschüler/innen von einer Schulbibliothek profitieren würden. Das entspricht nicht 60 % der Schulen, sondern – geschätzt – 40%, also etwa 400 Schulbibliotheken, nur in der Grundschule wohlgemerkt.

Bei so vielen Daten ist es wohl wenig übertrieben, davon auszugehen, dass nicht ganz die Hälfte aller hessischen Schulen (gesamt ca. 2.100) eine Bibliothek hat.

2009

Es gibt jetzt 1150 LITTERA-Anwender! (Aber siehe unter 2008! ) Ach ja, auch die 20 BOND-Anwender im Lahn-Dill-Kreis und die inzwischen 11(?) hessischen Kombi-Bibliotheken.

Alles in allem wieder: Wohl die Hälfte der Schulen hat eine Bibliothek!

2010

Nach meinem Umzug nach Brandenburg erfahre ich aus der Schulstatistik des Landes, dass hier etwa 400 Schulen angeben, eine Bibliothek zu haben, nicht ganz die Hälfte. Wenige Stichproben ergeben, dass in dieser Statistik das Häkchen bei Schulbibliothek schnell gesetzt ist.

Jetzt höre ich gerade, dass Anfragen der AG Schulbibliotheken Berlin-Brandenburg (AGSBB) dazu geführt haben, dass das Bildungsministerium sich erst einmal einen Überblick verschaffen will und eine etwas detailliertere Umfrage durchführt, die bis Jahresmitte vorliegen soll. (Siehe Kommentar!)

Die Büchereizentrale Schlewswig-Holstein hat gerade die Zahl der Schulbibliotheken im Lande erhoben. Am besten daran gefällt mir, dass die federführende Bibliothekarin auf diesem Wege erfahren hat, dass die meisten Schulbibliotheken im Unterricht genutzt werden. Das war ihr vorher nicht bewusst.

Der in der hessischen Landesfachstelle für Schulbibliotheksberatung zuständige Diplom-Bibliothekar äußert zum wiederholten Male seinen Wunsch, eine Schulbibliotheksstatistik zu führen. Was hindert ihn? Zeit und Personal hat er.

Ich weiß nicht, was am Ärgerlichsten ist:

  • Die überhebliche Formel von den 10-15% der Schulen, die eine Schulbibliothek hätten. Alle anderen würden bibliotheksfachlichen Standards nicht genügen, seien nicht auf Dauer angelegt oder, wie es neuerdings heißt, nicht “nachhaltig”.
  • Die Unfähigkeit derjenigen, die die Diskurshoheit über das Thema beanspruchen, aber keine verlässliche Statistik führen, angefangen bei der „Beratungsstelle“ des untergegangenen Deutschen Bibliotheksinstituts bis zu allen heute sich zuständig Erklärenden.
  • Oder dass es in Deutschland etwa 15000 Schulbibliotheken gibt und damit wohl 20 bis 50000 Menschen, die sich engagieren, Geld beschaffen und täglich, abseits vom Leseförder-Tivoli der Verbände und Stiftungen, von der Bildungspolitik unbeachtet, als „graue Mäuse“ der Lesekultur in Schulen arbeiten.

Das Politbüro des Schulbibliothekswesens

Leider haben die alten Hardliner der neuen Crew der “Expertengruppe Bibliothek und Schule” (zuständig auch für Schulbibliotheken) den Start vermasselt : Eine Kritik des Schwerpunktheftes “Schulbibliotheken” von BuB im Blog “Bibliotheken und Bildungseinrichtungen”.

Siehe auch in Basedow1794 hier und hier!

Will die alte Garde weiter “regieren”?

Wieso eigentlich “schulbibliotheken.de”?

Wieso heißt die Website der hessischen LAG Schulbibliotheken eigentlich “schulbibliotheken.de“?

Das ist eine lange Geschichte aus der guten, alten Zeit des frühen Internets, aber leider kein Schnee von gestern. Die Digitalisierung in der LAG begann sehr früh. Das ist dem Engagement der Informatiker unter den Lehrern zu verdanken, vor allem dem Kollegen Rolf-Reiner Laasch.

Informatiker unter den Lehrern haben in den Schulen für den Anschluss ans Internetzeitalter gesorgt, lange bevor Bildungspolitik und Bildungsverwaltung sich des Themas angenommen hatten. Sie haben alte Rechner aus Firmenkellern aufgerüstet, an Wochenenden Computerräume verkabelt, Online-Dienste eingerichtet, die  man noch nicht einfach anklicken konnte, sondern über einen Algorithmus erreichte oder auch nicht.
Mit meiner Lese-AG habe ich mich wegen der Verbindung zu einer Schule am Baikalsee und einem New Yorker Jugendbuchautor zuerst an meinem häuslichen Rechner getroffen, weil es in der Schule keinen Internetanschluss gab. Vom Elternbeirat wurde schließlich ein Compuserve-Account bezahlt. Als dann von „Schulen ans Netz“ Mitte der 90er ein nagelneuer Rechner kam, durften den unsere Informatiker nicht anschließen, sondern zwei Telekomtechniker. Warum haben wir bald gemerkt. Unser Compuserve-Account funktionierte nicht mehr. Nur über die Telekom kamen wir ins Netz. Diese sponserte ihren Account nur ein Jahr, dann mussten wir beim  Landkreis begründet die Kostenübernahme beantragen.

Einen elektronischen Katalog hatte ich 1992 angelegt, 1997 kam die LAG-Homepage, 1998 die mailing list hids, 2004 gab es die ersten LITTERA-WebOPACs in Hessen.

Vieles hätten wir in Hessen gar nicht gemacht, wenn die frühen Verwalter der deutschen Schulbibliotheksszene im Deutschen Bibliotheksinstitut (dbi) aktiver gewesen wären. So haben wir z. B., weil es das kaum gab, Fortbildungslehrgänge angeboten und den Verwaltern der nationalen Ebene Kooperation vorgeschlagen. Ohne Echo. Jahre später wurden wir gefragt, warum keine hessischen Teilnehmer zu Schulbibliotheksseminaren von dbv/dbi kämen. (Als Referenten waren wir allerdings gefragt.) Weil die Themen für uns längst abgehakt waren! Wir hatten damals schon sechs Jahre Fortbildungsveranstaltungen in der Lehrerfortbildung durchführen können und schlugen dem dbi vor, einmal etwas zusammen zu machen. Weder das staatliche Hessische Lehrerfortbildungsinstitut noch die LAG wurden darüber informiert, dass das dbi längst eine eigene Veranstaltung in Hessen plante.

Für´s Blättchen “schulbibliothek aktuell” (sba) durften wir aber liefern. Es gab aber auch immer wieder Hämisches über Hessen dort zu lesen. Einmal war man im Ministerium irritiert über die abfällige Berichterstattung gerade über Hessen, das ja ein weißer Rabe in der deutschen Schulbibliothekslandschaft war.

Wir hatten wegen einer mailing list bei den nationalen Schulbibliotheksverwaltern des dbi angefragt. Ohne Echo. Dann machten wir selbst eine, später gab es dann zwei.

Wir hatten Mitte der 90er Jahre dem Büro, das übrigens auf Initiative eines hessischen Deutschdidaktikers, Prof. Doderer, entstanden war, vorgeschlagen, zusammen eine Bücher-Empfehlungsliste für Schulbibliotheken zu machen. Das Büro machte dann seine. Da wir nichts mehr von ihnen gehört hatten, wir zur gleichen Zeit unsere.

Da es in der Schulbibliothekskommission (Damals hieß die noch so!) des dbi durchaus Interesse an der hessischen Entwicklung gab, luden wir sie ein, organisierten einen hübschen Tagungsraum und sogar eine Einladung zur Weinprobe mit dem Kultusminister. Hinterher erzählte mir ein Ministerialbeamter pikiert, ein Mitglied der Kommission habe beim Minister angerufen und gebeten, einen Vertreter des öB-Dezernats des Wissenschaftsministeriums zur geselligen Weinprobe hinzuzuziehen.

Ähnlich wie bei den bisher genannten Vorfällen lief es mit der Homepage. Wenn die Verwalter im dbi nicht fünf Jahre verschlafen hätten, hätten wir nie die Website aufgebaut. Wir hielten eine Schulbibliotheks-Info-Seite für dringlich. Eine Kommunikation per Brief-Rundschreiben wollten wir nicht beginnen. Eine Webseite alleine stemmen wollten wir aber auch nicht. Das war doch ein Thema für das ganze Land und damit für das nationale Schulbibliotheksbüro! Wir drängten das Büro nahezu, mit uns gemeinsam eine Informationsseite zu machen. Wie so oft, gab es keine Reaktion.

Die LAG nannte ihre Webseite, deren Start noch einige Monate hinausgezögert worden war, schulbibliotheken.de. Noch immer machten wir uns Hoffnung auf eine Kooperation. Wir Hessen, denen man gerne eine gewisse Tumbheit nachsagt, glaubten immer noch, einen offenen, freundschaftlichen Kontakt zu haben.

Sechs Jahre nach schulbibliotheken.de startete die dbv-Seite „schulmediothek.de.

Im Vorfeld dieser Aktion erreichte uns auf Umwegen der Vorwurf, wir würden die Domain schulbibliotheken.de blockieren und sollten sie herausgeben. Wir wären noch nicht einmal abgeneigt gewesen, auch wenn wir uns über eine richtige Anfrage oder Bitte gefreut hätten. Genauso informell gaben wir über Dritte zurück, darüber könne man reden, aber nach mehrjährigen(!) Ankündigungen in der Presse hätten wir gerne mehr über die geplante Website erfahren. Im dbv-Netzwerk gab es einen Text, in dem Anforderungen an eine solche Seite zusammengetragen worden waren, natürlich ohne Erwähnung der schon bestehenden hessischen, der einzigen in Deutschland. Es gab weder offiziell noch gerüchteweise eine Reaktion. Schließlich verloren wir die Lust und ließen – natürlich ebenfalls informell – verlauten, dass wir die Domain nur gegen Bares hergäben.

Inzwischen gelingt schulmediothek.de die Verlinkung zur LAG und wir machen es umgekehrt. Wir sind ja froh, dass es eine solche Informationsseite mit fundierten bibliotheksfachlichen Informationen gibt und nicht die LAG die Beratung für ganz Deutschland leisten muss. (Viele Jahre hatte z. B. die Stiftung Lesen alle Anfragen zu Schulbibliotheken an uns weitergeleitet.)

Wenn ich schon dabei bin:
Nicht ganz glücklich erscheint mir die Favoritenrolle der ekz auf schulmediothek.de. Aber die sitzt ja auch in der Expertengruppe Bibliothek und Schule des dbv, die sich u. a. für Schulbibliotheken zuständig sieht.
Im bibliotheksfachlichen Netzwerk wird ständig ein Projekt (IMeNS) lobend erwähnt und mit Preisen bedacht, in dem versucht wird, die Software “bibliothekca” der Fa. Bond in Hessen als Standard einzuführen. Die landesweit eingeführte Schulbibliothekssoftware LITTERA (1400 von 2100 Schulen) gilt in bibliothekarischen Kreisen nichts. Bei IMeNS werden vorrangig die Schulen unterstützt, die von LITTERA zu bibliotheca wechseln.

Mangelnden Kooperationswillen kann man uns wirklich nicht nachsagen:

Wir hatten eine Kommission im Kultusministerium zustande gebracht, die für jeden hessischen Landkreis eine SBA vorschlug, nach dem Vorbild der Frankfurter schulbibliothekarischen Arbeitsstelle. Übrigens seit Gründung des Landes Hessen die einzige Kommission, und dann auch noch vom Kultusminister eingerichtet, die sich mit Schulbibliotheken beschäftigte. Die Bibliotheksfachleute, die mitarbeiteten, lieferten einen völlig überzogenen Organisations- und Stellenplan ab. Insgesamt ca. 70 bibliotheksfachliche Arbeitsplätze waren vorgesehen. Mehr als doppelt so viel wie es hauptamtliche öffentliche Bibliothekare in Hessen gab. Das hatte keine Chancen auf Realisierung.

Wir haben einen unserer ersten Schulbibliothekstage in Kooperation mit der sba Frankfurt gemacht, sba-Mitarbeiterinnen sind seit Jahren Referentinnen auf den hessischen Schulbibliothekstagen.

Aber es scheint, dass Kooperation mit der LAG bei den Funktionären der Bibliotheksverbände gar nicht erwünscht ist.

Schulbibliothekstage, die ohne Plazet des dbv stattfinden, wie der in Brandenburg und in Schleswig-Holstein, werden auf der dbv-Website schulmediothek.de nicht angekündigt. Der 1. bayerische, weil ein korrekter, nämlich mit dbv und ekz im Logo, wird demnächst deutschlandweit als Großtat bejubelt werden. Der hessische dbv-Landesvorsitzende wurde zu jedem unserer Schulbibliothekstage eingeladen. Nicht nur, dass er nie kam, er hat auch nie auf den Einladungsbrief reagiert.

Nachtrag Juli 2009: Die Schulbibliothekstage in Schleswig- Holstein und Berlin-Brandenburg werden inzwischen auf schulmediothek.de angekündigt.

Man kann die ganze Geschichte auch kurz erzählen: Es hat sich seit damals nicht viel geändert. Der dbv werde sich öffnen und Kontakte aufnehmen, „soweit dazu ein Bedürfnis“ bestehe. Das hatte mir ein dbv-Schulbibliotheksexperte 1994 gesagt. Das Bedürfnis bestand nie. Es ist schade, dass die dbv-Funktionäre Probleme damit haben, wenn sich “Unbefugte” beim Thema Schulbibliotheken einmischen! Wir bekamen das vom ersten Tag an zu spüren, es hält bis heute an. Zum Glück sind neue gute Kontakte in die bibliothekarische Welt entstanden.

Es war eine bemerkenswerte Erfahrung, wie Engagement und Begeisterung ignoriert und sogar mit Aggression bedacht wurden.

Es ist schade, dass das Pflänzchen “Schulbibliothek” – in Deutschland ja ein Mauerblümchen – Exerzierfeld für verbandspolitische Egoismen und kommerzielle Interessen ist.

Nachtrag Februar 2012: Ich habe einige kleinere redaktionelle Überarbeitungen vorgenommen.


Ein nationaler Schulbibliotheksplan?

“Ich denke, die Zeit ist reif für eine zielgerichtete Zusammenarbeit der Schulen mit den Öffentlichen Bibliotheken und dem dbv um eine flächendeckende Grundversorgung im obigen Sinne sowie um umfassende Kooperations- und Beratungsmöglichkeiten zu verwirklichen. Beides sind die Voraussetzungen für das … Ziel “hauptamtliche, selbständige Schulbibliotheken” an jeder Schule” schreibt Estrella Velasco, die die  lesenswerte Website “worldwidelibrary” betreibt und unermüdlich die Weiterentwicklung des Schulbibliothekswesens propagiert. Sie bezieht sich auf ein Papier der dbv-eigenen “Expertenkommission Bibliothek und Schule” von 2005.

Diese  Zusammenarbeit gibt es schon lange, egal ob mit “Vertrag” oder ohne. Die Verträge haben aber eine unangenehme Folge: Ministerpräsident Platzeck (Brandenburg) schrieb mir, dass seine Schulen Hunderte von Kooperationsverträgen mit öffentlichen Bibliotheken hätten. Es war die Antwort auf die Frage, was seine Regierung für Schulbibliotheken tue. Sogar aus Hessen hören wir Ähnliches. Dort hat ein Beamter des Kultusministeriums vor fast 400 Schulbibliotheksmenschen auf die öffentlichen Bibliotheken und die Kooperationsverträge verwiesen. Die Lösung scheint das Problem zu sein. Für Schulbibliotheken ist bei den Kooperationsverträgen bisher nichts Wesentliches herausgekommen.

Dass  öffentliche Bibliotheken Schulbibliotheken beraten, Blockausleihen machen, die OPACs verlinkt werden, die Bibliothekarin neue Bücher in der Schule vorstellt und für den Besuch der Stadtbibliothek wirbt u. a., ist gut.  Das ist auch ausbaufähig. Das gab es aber auch schon vor Erfindung der Kooperationsverträge.

Was derzeit im dbv vorherrschende Meinung zu sein scheint, ist etwas anderes. Dass nämlich der Besuch der öffentlichen Bibliothek die Schulbibliothek überflüssig machte und Bibliothekscurricula Informationskompetenz und Leselust vermittelten.

Die öffentlichen Bibliotheken können das nicht leisten. Sie haben Mühe, die näher liegenden, lohnenden Aufgaben der vorschulischen Leseförderung,  einer Bildungseinrichtung für Erwachsene, des literarischen Zentrums auch für Migranten und eine älter werdende Bevölkerung zu erfüllen.

Hellsichtige Bibliothekarinnen haben längst erkannt, dass sie in ihren Räumen nicht die Bedürfnisse von vieler Schulen erfüllen können, und unterstützen die Eröffnung von Schulbibliotheken.

Kommunale Verwaltungsjuristen wiederum sorgen dafür, dass das Personal städtischer Bibliotheken nicht Aufgaben übernimmt, die das Land bezahlen müsste, nämlich zu unterrichten. Bestenfalls sind die Verträge als unverbindliche Absprachen erlaubt und damit vor allem ein PR-Instrument.

Die Kultusminister (s.o.) entledigen sich mit Verweis auf die Kooperationsverträge auch noch des letzten Rests an Verantwortung.

Die Zeit ist reif für neue Wege und nicht für Sonderwege. (Der Bibliothekar Reinhold Heckmann hatte darauf schon 1993 hingewiesen.)

In Hessen wurde 1992  ein Konzept für Supportzentren in jedem Landkreis vorgelegt. Die gerieten unter tätiger Mithilfe von Bibliothekaren leider zu “Mammut-Dienststellen” mit zusammen über 70 Bibliothekarinnen und Bibliothekaren, was den damaligen Kultusminister, der die Arbeitsgruppe auf Anregung der LAG Schulbibliotheken in Hessen e. V. einberufen hatte, nur milde lächeln ließ. Nachdem diese historisch so schnell nicht wiederkehrende Chance verpasst war, schob die LAG eine Landeszentrale für Schulbibliotheken nach, die dann auch chancenlos blieb. Übrig blieb nur der  nachgeschobene LAG-Vorschlag eines Beratungsmobils, das als  Kulturmobil realisiert wurde. Daraus ist der Schulbibliotheksberatungsdienst aber schon lange verschwunden.

Jetzt versuchen wir, schulbibliothekarische Arbeitsstellen in die Kreismedienzentren zu integrieren. In einem Landkreis sind wir seit vielen Jahren kurz vor dem Durchbruch. Mehr geht wohl nicht. Die LAG ist kein einflussreicher Verband.

Nachtrag 17.5.09: Nach 20jähriger Vorarbeit mit drei über diese Zeit verteilten Anläufen liegt jetzt den Gremien des Main-Taunus-Kreises (MTK) wieder ein Entwurf für ein Medienzentrum mit integrierter SBA vor.

Die Lösung hätte für sich: Medienzentren sind (in Hessen) flächendeckend vorhanden, sie gehören dem Schulträger, haben eine eingespielte Zusammenarbeit mit den Schulen, betreiben medienpädagogische Fortbildung (wird beim MTK leider herausfallen) und kennen sich mit audiovisuellen und digitalen Medien aus. Es gibt Medienzentren auch dort, wo es keine Bibliothek gibt. Landkreise haben nur in wenigen Bundesländern eine Bibliothek. Allerdings gibt es Bundesländer, die nicht nur die Fachstellen für öffentliche Bibliotheken verkleinern oder schließen, sondern auch die Medienzentren. Aber nicht jeder einzelne Landkreis braucht eins.

Einfacher geht es im Privatschulwesen, wo es die getrennten Zuständigkeiten und Haushalte nicht gibt. So konnte ich daran mitwirken, dass ein kirchlicher Schulträger eine Schulbibliothekarin immerhin in sein Schulamt holt und damit eine Ansprechpartnerin für seine Schulbibliotheken gewinnt.

Das nur auf die Stadtbibliothek und die Fachstellen bezogene Denken ist wenig zielführend.

Es ist bedauerlich, dass die Vordenker/innen des dbv und seines Netzwerks (in Fachhochschulen, Bundesbildungsministeriums, Bertelsmann-Stiftung, ekz und Tochterfirmen, in Print- und digitalen Medien, in der Politik ) nur in berufsständischen Bahnen denken können und im Schlepptau auch noch ausgewählten Geschäftspartnern Vorrang einräumen.

Man stelle sich vor, die Lehrergewerkschaft GEW würde von sich sagen, sie verträte die Interessen von Schulen, Schulleitern und Lehrern. Sie bildete eine Expertenkommission, die aus 6 Schulleitern, 3 Lehrern, zwei Elternvertetern mit Gaststatus und der Schulmöbelfirma VS bestünde. Diese Kommission würde Empfehlungen zum Schulwesen aussprechen, die GEW schlösse Kooperationsverträge mit den Kultusministerien, mit denen die Schulen, Schulleiter und Lehrer aufgefordert würden, sich in Fortbildungsangelegenheiten an die Landes- und Kreisverbände der GEW zu wenden. Auf diesen Tagungen würde VS Stühle und Schränke fürs Lehrerzimmer und die Klassen präsentieren. Die GEW würde über Parlamentarier, die gleichzeitig Funktionen im Verband innehätten, Schulgesetzentwürfe ins Parlament einbringen.

Für die Politik ist der dbv Stichwortgeber. In zahlreichen Kommssionen, Enqueteberichten oder KMK-Empfehlungen ist von der Zusammenarbeit “Bibliothek und Schule” die Rede, leider nicht von Schulbibliothek. In  Bibliotheksgesetzentwürfen, Kooperationsvertragstexten und Strategiepapieren des Verbandes kommt die Schulbibliothek entweder gar nicht oder nicht substantiell vor. Die wird schon mal, dank sei der dbv-Vorsitzenden dafür, in einer Sonntagsrede des Bundespräsidenten erwähnt. Dass im thüringischen Bibliotheksgesetz die Schulbibliothek (wenigstens) genannt ist und auch im hessischen Kooperationvertrag,  ist nicht dem dbv zu verdanken.

Wenn man will, geht es doch:

In Hessen und in Hamburg fanden Schulbibliotheken Aufnahme in den Koalitionsvertrag zur Bildung einer Landesregierung und nicht die “Zusammenarbeit Bibliothek und Schule”

Es wäre schon etwas gewonnen, wenn es gelänge, Bibliotheks- und Erziehungswissenschaftler zusammenzubringen, um an einem nationalen Schulbibliotheksplan zu arbeiten. An einem Konzept, das von Schule, Schulqualität, Verbesserung der Lese- und Medienkompetenz ausgeht und nicht alles der Zusammenarbeit von Schule und Bibliothek unterordnet.

Das Know-how der Diplom-Bibliothekarinnen und -bibliothekare wäre dabei unverzichtbar. Auch wenn es nicht an jeder Schule einen Arbeitplatz gäbe. Man könnte aber die Zahl der benötigten Landeszentralen oder Kreismedienzentren einmal hochrechnen.

Eine unabhängige Expertenkommission bei der KMK wäre  hilfreicher als eine vereinseigene wie zurzeit. Auch, weil auch die Zusammensetzung anders sein müsste. In der dbv-Kommission sitzen zwei Lehrer (einer davon aus Gütersloh!) sieben Bibliothekaren und einer ekz-Vertreterin (bei allem Respekt vor der Person) gegenüber.

Am Geld muss das Projekt nicht scheitern. Die Bertelsmann-Stiftung hatte in den 90er Jahren für ein Projekt der Zusammenarbeit von Bibliothek und Schule mehrere Millionen ausgegeben. Heraus kamen Broschüren, in denen verbesserte Bibliotheksführungen und -rallyes vorgeschlagen wurden.

In einem Land mit 16 Schulministerien, kommunaler Zuständigkeit für Bibliotheken und gerade verschärfter Aufgabentrennung zwischen Bund und Ländern ist ein nationaler Masterplan selbstverständlich nicht 1:1 umsetzbar.

Der dbv hatte 1987 eine Denkschrift herausgegeben, die alles übertrifft, was später in seinem Namen veröffentlicht wurde. Genau genommen verfiel er danach in 15jähriges Schweigen:

“Zur Entwicklung der Schulbibliotheken in der Bundesrepublik Deutschland“. Eine Denkschrift des dbv 1987

Die Broschüre ist digital anscheinend nicht (mehr) vorhanden. Google findet nichts, Yahoo kennt eine Seite des edbi, die aber nur aus dem cache geladen wird und zu einem kurzen Text gleichen Titels aus dem edbi führt.

Man könnte an 1987 anknüpfen. Wie Heckmann 1993 empfahl, schadete auch ein Blick über den Zaun nicht. Man kann auch von Johann Bernhard Basedows Schriften aus dem Jahr 1764 profitieren.

Schulbibliothek als Sondernutzung

Wie anders als im vorigen Beitrag klingt das in Deutschland:

” Wir (= die Mitglieder der Expertengruppe „Bibliothek und Schule”; Basedow1764), glauben, dass Öffentliche Bibliotheken in diesen Krisenzeiten nur dann überleben können, wenn sie sich als Bildungseinrichtung positionieren und für die Schulen ihres Einzugsbereichs – mit oder ohne leistungsfähige Schulbibliothek – zur unverzichtbaren Ressource der täglichen pädagogisch-didaktischen Arbeit werden.” (p.3)

“Die Schulbibliothek fungiert quasi als Zweigstelle mit Sondernutzung.” (p.7)

(“Modelle schulbibliothekarischer Versorgung” , 30.9.2004, http://www.bibliotheksverband.de/ex-schule/material.html http://www.bibliotheksverband.de/fileadmin/user_upload/Kommissionen/Kom_BibSchu/Publikationen/2004-09-30_schulbibliothek.pdf; 6.5.2012 )

“Versorgung”, “Sondernutzung”, “positionieren”! In diesem Wörterbuch fehlt noch der “pädagogische Faktor”

Siehe auch in diesem Blog:  Zur Zusammenarbeit von Schule und Bibliothek und  Schulbibliotheken im hessischen Landtag.

Kompensieren Kooperationsverträge den Mangel an Schulbibliotheken?

Das Schulbibliothekswesen bzw. sein Nichtvorhandensein ist hierzulande kein Thema, über das man in den Zeitungen viel liest. Schulbibliothek taucht in den Schlagzeilen auf, wenn eine hochkarätige Stiftung einem Elitegymnasium eine stiftet, und seit Jahrzehnten in Pressemeldungen einschlägiger Verbände, dass nämlich nur 10 -15% der Schulen …

Jetzt hat in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (Nr. 41 v. 12.10.08, p. 82) der Gymnasiallehrer Kurt Cron, in Rheinland-Pfalz in Sachen Schulbibliothek sehr engagiert, in der jüngsten seiner gelegentlichen Kolumnen zu schulischen Themen ein Grundsatzproblem der deutschen Schulbibliotheksentwicklung angesprochen: Den Versuch, den Mangel an Schulbibliotheken dadurch zu kompensieren, dass die Schüler in die öffentlichen Bibliotheken gehen sollten.

Cron schreibt mit Recht, dass die Schulbibliothek ein pädagogisches Werkzeug sei, das permanent zur Verfügung stehen müsse. Für einen chemischen Versuch gingen die Schüler auch nicht ins Labor der örtlichen Chemiefabrik.

(Hier gehts zum FAZ-Archiv. Der Artikel kostet 2 €) Siehe auch hier.

Schade ist, dass der Deutsche Bibliotheksverband dbv so wenig echtes Interesse an Schulbibliotheken hat. Seine Strategie ist, die öffentliche Bibliothek als Lernort und Bildungspartner ins Spiel zu bringen.

Mit fast der Hälfte der Länderregierungen (7) hat der dbv sog. “Kooperationsvereinbarungen” abgeschlossen, ein oberflächliches Papier, das nichts kostet und das propagiert, was vorher auch schon praktiziert wurde: Dass Schulen sich an öffentliche Bibliotheken wenden dürfen.

Schulbibliothek kommt nur im Vertrag mit Hessen substantiiert, d.h. als Gegenstand der Vereinbarung, und sogar im Titel vor.

Was heißt das für die Entwicklung des Schulbibliothekswesens in Deutschland? Vielleicht das, was im Koopvertrag in Thüringen steht (Wo der dbv die Schulbibliotheken ja auch nicht im Gesetz haben wollte):

“Schulbibliotheken sind integrierter Bestandteil des pädagogischen Konzepts der Schule”. Und kein Gegenstand des Koopvertrages dbv-KM TH.

Kooperationsverträge von Schulen und öffentlichen Bibliotheken sind ok. Sie sollten aber nicht gegen Schulbibliotheken ausgespielt werden, wie das auf einer Tagung der Konrad-Adenauer-Stiftung durch einen dbv-Funktionär geschah.

Nachtrag 10.9.09:

Hoffnung macht, was aus Schleswig-Holstein zu erfahren ist.

Nachtrag 10.2.10:

Die Bilanz von drei Jahren Kooperationsvertrag in Hessen ist dürftig: Ständige Sitzungen des “Forum Schulbibliothek” mit vielen Bibliothekaren. Und der dbv-Vorsitzende beklagt sich bei der Regierung, dass kaum Sitzungen stattfänden. Landtagsanfragen des dbv-Vorsitzenden, in denen das Wort “Schulbibliothek” zwar im Betreff steht, es dann aber vor allem um die Nutzung der öB. geht. Anfänglich vor allem Streit, ob das Projektbüro Schulbibliotheken des KM eine Zuständigkeit für ganz Hessen hätte. Das gefiel dem dbv nicht. Jetzt gehts ungeschminkt ums Geld! Der dbv fordert vom Kultusministerium Geld für seine Fortbildungsbroschüre und seine Referenten. So viel Geld übrigens, wie das Ministerium bisher zur Förderung des Schulbibliothekswesens ausgibt: 30.000 €. Und natürlich noch zwei halbe Lehrerstellen für die Landesfachstelle.

So kommt das Schulbibliothekswesen in Hessen nicht in Gang.