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6. Berlin-Brandenburger Schulbibliothekstag

Die neue Vorsitzende der AGSBB lädt zum 6. Berlin-Brandenburger Schulbibliothekstag in die Boris-Pfeiffer-Bibliothek der Carl-Sellheim-Schule. Sie war Brandenburger Schulbibliothek des Jahres 2015!

Programm und Anmeldung sind auf der Webseite der AG Schulbibliotheken in Berlin und Brandenburg zu finden.

Eberswalde ist eine Autostunde nordöstlich von Berlin und auch mit dem Zug gut zu erreichen.

Mein Tipp: Den Sonntag dranhängen und die wunderschöne Landschaft entdecken: Kloster Chorin, Schiffshebewerk, das Oderbruch, unteres Odertal, die Uckermark, den Eberswalder Zoo nicht zu vergessen!

 

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Vom 5. Berlin-Brandenburger Schulbibliothekstag zurück

Der Tagungsort, die Grünauer Gemeinschaftsschule liegt idyllisch nahe der berühmten Regattastrecke. Zusammen mit Dipl.-Bibliothekarin Sabine Wolf freute ich mich, dass unser gemeinsames Projekt der ersten Berlin-Brandenburger Schulbibliothekstage weiter lebt und sich prächtig entwickelt hat.

Einen ausführlichen Bericht gibt es auf der Webseite der AGSBB.

Victor Wolter und das Organisationsteam hatten als Überraschungsgast für eine kurze, aber knackige Lesung Boris Pfeiffer gewinnen können. Der erfolgreiche Kinder- und Jugendbuchautor ist außerordentlich interessiert und engagiert in Sachen Schulbibliothek. Er überreichte der AG einen großen Stapel signierter Bücher. In dem Seminar, in dem es um die Entwicklung der Berliner Schulbibliotheken ging, diskutierte er mit.

Die Leiterin der gastgebenden Schule erhielt einen großen Blumenstrauß. Mich  beeindruckte besonders, dass sie den Strauß an die Schulbibliotheksleiterin weiterreichte.

Meine Präsentation:
Die Schulbibliothek – Klassenzimmer der Zukunft

Vorankündigung: Schulbibliothekstage in Berlin und Hessen

LAG_logoIn Hessen, dem Mutterland der deutschen Schulbibliothekstage, findet in einem Jahr, im Frühjahr 2015, der 22. Hessische Schulbibliothekstag in der Europäischen Schule Rhein-Main in Bad Vilbel statt. (Genauer Termin folgt.) Die LAG-Mitglieder sind ab sofort auf der Verbandshomepage aufgerufen, Vorschläge für das Programm zu machen. Der zweijährlich stattfindende Kongress bietet über 30 Seminare und Workshops sowie einen „Markt der Möglichkeiten“ mit Ständen rund um Leseförderung, Medien und Schulbibliothek. Natürlich kann die Schulbibliothek der Europäischen Schule besichtigt werden.

logo agsbbIn Berlin-Grünau findet am 24. Mai 2014 der 5. Berlin-Brandenburger Schulbibliothekstag statt. Nach einer zwischenzeitlich einjährigen Folge wird auch er wieder zweijährlich stattfinden. Zurzeit wird vom neuen AGSBB-Vorstand das Programm erarbeitet. Die Schulbibliothek der Grünauer Gemeinschaftsschule gehört zum Schulbibliotheksnetz von Treptow-Köpenick. Auch darüber gibt es Informationen aus erster Hand. (Ich werde ein Seminar über Unterricht in der Schulbibliothek anbieten.)

Das war der 2. Schulbibliothekstag in Potsdam

Es war voller als 2008, obwohl die Tagung an einem Samstag stattfand und Eintritt kostete: Etwa 140 Menschen aus Schulbibliotheken in Berlin und Brandenburg trafen sich in der Fachhochschule Potsdam zum Erfahrungsaustausch und zur Fortbildung. Das waren 50% mehr als im Vorjahr!

Den schönsten Slogan für den Tag hatte die Pressereferentin der Fachhochschule gefunden: „Aus Räumen voller Bücher werden Räume voller Möglichkeiten!“

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer begannen die Tagung in Anwesenheit von Streikposten. Seit Tagen war ja der Hörsaal wegen des Bildungsstreiks besetzt. Gastgeber Prof. Hobohm hatte die streikenden Studentinnen und Studenten aber überzeugen können, dass es auch beim Schulbibliothekstag um Verbesserung von Bildung gehe, man also am selben Strang ziehen würde.

In den Workshops ging es um neue Kinder- und Jugendliteratur, Erfahrungsberichte aus Schulbibliotheken der Grundschule und der Sekundarstufe sowie um Ideen zur Nutzung der Schulbibliothek als Lernort. Auch bibliotheksfachliche Informationen zum Aufbau einer Schulbibliothek und zum Fundraising fehlten nicht.

Auf dem „Marktplatz der Möglichkeiten“ informierten u. a. „Lesen in Deutschland„, der Berliner Büchertisch e.V. , das LISUM, die Buchhandlung Anagramm, der Arbeitskreis für Jugendliteratur und Bibliotheksausstatter. Auch ein mobiles digitales Whiteboard, das gut in einen Lernort Bibliothek passen würde, war zu sehen.

Staat und Schulträger halten sich bisher zurück bei der Förderung des Schulbibliothekswesens. Eingeladene aus der Bildungsverwaltung sagten ab. Leider auch die Stadt- und Landesbibliothek Potsdam. Aus Berlin war immerhin zu hören, dass der Bezirk Treptow-Köpenick Anstrengungen mache und in Kreuzberg im Umfeld des Berliner Büchertisches e.V. eine private Initiative zur Unterstützung von Schulbibliotheken entstehe.
In Brandenburg, so ist in einem Protokoll der Landesfachstelle für öffentliche Bibliotheken über ein Gespräch mit einem Vertreter des Bildungsministeriums im Jahr 2004 zu lesen, war man sich einig, nicht in Schulbibliotheken zu investieren, sondern auf die öffentlichen Bibliotheken zu verweisen. Bei der Mittelverwendung für Schulbibliotheken wäre ja nicht sicher, wie nachhaltig diese Einrichtungen betreut und gepflegt würden. Ähnlich ließ auch Ministerpräsident Platzeck Basedow1764 antworten, als der ihn 2007 nach Schulbibliotheken in Brandenburg fragte. Aber diese Einstellung will der Schulbibliothekstag ja ändern.

Mit Wehmut erinnert sich Basedow1764 an die hessischen Schulbibliothekstage, wo schon beim ersten eine leibhaftige Ministerin auf dem Podium saß, ein weiterer Minister folgte oder Ministerialbeamte wenigstens Grüße überbrachten und referierten. So ist das auch in Österreich (wo die Ministerin per Videobotschaft auftrat), in Schleswig-Holstein und in Bayern (Wenigstens der Staatssekretär kommt).

Die Freude war aber groß über eigens aus Sachsen, Nordrhein-Westfalen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein angereiste Kolleginnen und Kollegen.

Das Treffen schloss mit einer Resolution, in der die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Landesregierungen und die Schulträger zu einem größeren Engagement für Schulbibliotheken aufriefen.

Zur Resolution des Schulbibliothekstages Potsdam 2009

Brandenburgischer Schulbibliothekstag

Der Tag war gut besucht:

85 Teilnehmer/innnen aus 50 Berliner und brandenburger Schulen waren zu Gast im Potsdamer Einstein-Gymnasium.

Workshop

Workshop

In den Arbeitsgruppen ging es um Leseförderung und Unterrricht in der Bibliothek. Karen Groening, Jugendbibliothekarin in der Berliner Zentral- und Landesbibliothek, gab einen Überblick über den Jugendbuchmarkt, berichtete von ihrer Tätigkeit als Jurorin beim Deutschen Jugendliteraturpreis und stellte lesenswerte Jugendbücher vor. Bei Eva Streitberger von der Leseförderungsagentur Eventilator ging es um Bücher zu „krassen Themen“, Alkohol, Mobbing, Kiffen, Rassismus.

Die Lehrerinnen, Lehrer, Bibliothekmitarbeiterinnen und Bibliothekarinnen nahmen die Anregungen der Fachfrauen mit großem Interesse auf. Es ist nicht nötig, in den Schulklassen die 30. Auflage eines Taschenbuches aus den 70er Jahren durchzunehmen. Wenn die Schulbibliothek zur richtigen Zeit das richtige Buch hat, können Schüler und Lehrer auch im Internetzeitalter zum Lesen motiviert werden. Brandenburger Schüler/innen sind Ländervergleich bei Lust auf Lesen ziemlich weit hinten. (Über 40% lesen ungern.)

Günther Brée, Fachberater Schulbibliotheken beim Hessischen Kultusminister zeigte, wie man mit einem Medienmix aus Sachbüchern und Internetadressen Literatur-, Geographie- und Politikunterricht machen kann, ohne viel Zeit mit „googeln“ zu verlieren.

Im Erfahrungsaustausch am Schluss des Tages, mit der Potsdamer Fachhochschulprofessorin Dr. Jank, der Leiterin der Stadt- und Landesbibliothek Potsdam, Frau Mattekat, Günther  Brée, dem Vorstandsmitglied des Landesverbandes schulischer Fördervereine in Berlin,  Andreas Kessel, und der Moderatorin Sabine Wolf, Diplom-Bibliothekarin und Geschäftsführerin beim Sponsor Dantek Library, wurden schulbibliothekarische Defizite in Brandenburg benannt und Unterstützung durch die Bildungspolitik gefordert.

Ein erneuter Schulbibliothekstag im nächsten Jahr scheint nicht unrealistisch zu sein. Das Informations- und Austausch-Bedürfnis ist groß. Das zeigte nicht zuletzt die Anwesenheit von Schulbibliotheksmitarbeiter/innen aus Sachsen und Berlin, darunter viele aus Privatschulen oder die Teilnahme des Landeselternratsvorsitzenden von Sachsen-Anhalt.

Hier geht´s zum 2. Schulbibliothekstag 2009!

Die Aula des Einstein-Gymnasiums war gut besetzt

Die Aula des Potsdamer Einstein-Gymnasiums war gut besetzt

Die Teilnehmer/innen wünschen sich noch mehr jugendliterarische Angebote, noch mehr praktische Tipps für die Schulbibliotheksarbeit und die Finanzierung von Schulbibliotheken. (Mit Ausnahme einiger Berliner Bezirke, etwa Spandau und Reinickendorf, sind es ja fast überall Laien, Eltern, Lehrkräfte, Angestellte, die die Schulbibliothek betreuen.)

Ein kurzer Bericht in Potsdam-TV  und in der Märkischen Allgemeinen hier. „Lesen in Deutschland“ berichtet hier! Der Bericht auf der Website des Sponsors Dantek . Das Eröffnungsreferat.

(Fotos von Sabine Wolf)