Erfolgsgeschichte Schulbibliothek. Ein Beispiel

Hier ist ein Bericht, wie ich ihn liebe: knapp, übersichtlich und anregend. Er zeigt genau das, was ich mir unter einer Schulbibliothek vorstelle und das, was ich seit Jahren, nein schon viel länger, propagiere:

Die Schulbibliothek als Lernort, als das moderne Klassenzimmer. Man kann das auch gerne Lernwerkstatt, Lernatelier, Wissenszentrum, meinetwegen auch LIZ, KOZ oder so ähnlich nennen.

In der Big Walnut Middle School in Sunbury, Ohio, hat man die Schulbibliothek komplett reorganisiert. Was mich vor allem beeindruckt: Man hat nicht, wie das in USA so oft geschah, einen Makerspace daraus gemacht. Statt 10 Schüler wie in der alten Schulbibliothek kommen jetzt 100 am Tag.

Der Bericht (in Englisch, mehrere Fotos)

Nebenbei: Ein Foto zeigt einen Projektor, der Whiteboards alt (und teuer) aussehen lässt. Basedow1764 hatte zuletzt 2012 darüber berichtet. Hallo Landratsamt Barnim! Was hat die Aktion „Ein Whiteboard in jedes Klassenzimmer“ gekostet?

 

Buchhandlungen in China

Die Zahl der Buchhandlungen im lesefreudigen China hat sich in den letzten Jahren halbiert. Der Online-Buchhandel ist auf dem Vormarsch.

Jetzt aber gibt es eine (friedliche) Kulturrevolution: Buchhandlungen erfinden sich neu als Veranstaltungsorte. Es finden Lesungen, Ausstellungen und Workshops statt.                          汶川   wenchuang: „Kultur und Kreativität“ ist das Motto.

chengdu

Foto: Nikkei Asian Review

Die Bibel: Raus aus der Schulbibliothek?

Der US-amerikainische Bibliotheksverband veröffentlicht regelmäßig die Liste der zehn Bücher, über die es die meisten Beschwerden in Bibliotheken gab: the most-challenged books .

Erstmals ist 2015 darauf die Bibel verzeichnet. Sie liegt auf Platz 6.

Beschwerdegrund ist, dass Staat und Religion auseinander gehalten werden müssten. Staatliche Einrichtungen wie Bibliotheken und Schulen dürften dafür kein Geld ausgeben.

Das ist erstaunlich für einen Staat wie die USA, deren Gesellschaft viel religiöser ist als die deutsche.