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Neue Mediothek an den Beruflichen Schulen Fritzlar

Ein interessantes Finanzierungsmodell gibt es an der Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Schule in Fritzlar: Die Berufsschüler reinigen ihre Klassenräume vor und  erwirtschaften so an den zwei Schulstandorten Fritzlar und Homberg/Efze zusammen 4.800€, die in die Finanzierung der beiden Mediotheken fließen.

BGH-Urteil zum Digitalisieren als Vorbild für die hessischen LMF-Sammlungen?

Der Bundesgerichtshof hat ein Urteil des Frankfurter Landgerichts aufgehoben, in dem auf Antrag des geschädigten Verlages der UB Darmstadt untersagt wurde, Lehrbücher zu digitalisieren und physische und digitale Kopien zu erlauben. Eine Unterscheidung von Download eines Teils oder in toto scheint das Gericht nicht zu machen.

Wäre das nicht auch eine Idee für die Novellierung des hessischen GULE, des Gesetzes über Unterrichtsgeldfreiheit, Lernmittelfreiheit und Erziehungsbeihilfen? Das Gesetz schreibt vor, dass der Staat die Schulbücher kostenlos zur Verfügung stellt. M. W. gibt das Land dafür 40 Millionen € jährlich aus.

(Eine Abschweifung sei erlaubt: Das Ministerium schätzt eine Schwundquote von 10% pro Schuljahr. Seit mit der auf Vorschlag der LAG Schulbibliotheken in Hessen e.V. eingeführten Software LITTERA auch die Ausleihe der Schulbücher organisiert wird, dürfte sich die Schwundquote mindestens halbiert haben. Als die LAG vorschlug, die so gesparten Millionen in Schulbibliotheken zu stecken, hielt man im KM leider gar nichts von der Idee. Man sei für Schulbibliotheken gar nicht zuständig. Dafür gäbe es doch den Kooperationsvertrag zur Zusammenarbeit von öffentlicher Bibliothek und Schulen.)

Zurück zum BGH-Urheberrechtsurteil:  Man könnte analog zur TU Darmstadt verfahren: Die Digitalisate der in den Fächern und Jahrgangsstufen benötigten Lehrbücher werden auf den Landesbildungsserver gestellt. Von dort loaden die Schüler sich das Buch, zum privaten Gebrauch übrigens, down. Sollte für den Schulbereich weiterhin die Kopiereinschränkung “in Teilen” gelten, holt man sich halt die jeweils benötigten Lehrbuchabschnitte oder lädt das Digitalisat hintereinander in zwei Teilen herunter.

Um eine Überlastung der Rechner des Bildungsservers zu vermeiden, könnten die LMF-Lehrkräfte der Schulen, rechtzeitig von Schuljahresbeginn die Katalogisate für ihre Schule downloaden. Da sie ja im Auftrag der einzelnen Schüler/-innen handeln, sehe ich keinen Verstoß gegen das Gebot der privaten Nutzung.

Vorteilhaft wäre auch, sozusagen als Kollateralnutzen, dass die LMF-Beauftragten der 2.000 hessischen Schulen nicht mehr im bisherigen Umfang vom Unterricht freigestellt werden müssten, was einen Zugewinn von ca. 1.000 unterrichtswirksamen Lehrerstunden (ca. 50 Lehrerstellen) zur Folge hätte.

Digitale Lesegeräte sind im wachsenden Umfang privat und in den Schulen vorhanden. Die neuesten Agenden sehen vor, jeden Schüler mit einem Tablet o. ä. auszustatten. Im Falle von Papierkopien entstünde auch kein Problem. Schüler/-innen können schon jetzt mehr oder weniger geschickt mit einer Flut an Papierkopien umgehen, da kommt es auf ein paar Blätter mehr nicht an.  Man könnte sogar das Einsammeln von Kopiergeld in den Klassen – ein Ärgernis für Eltern, die an Lernmittelfreiheit glauben – einstellen und das Papier aus dem LMF-Etat bezahlen.

Schätzen wir einmal grob, dass bei diesem neuen Modell der Lernmittelfreiheit allenfalls 5 Millionen € für Original-Schulbücher ausgegeben werden müssen (bei der Variante, dass jede Schule ein Original-Exemplar der benötigten sChulbübher pro Fach und Schuljahr kaufen  müsste, bevor es das Digitalisat benutzen darf) und weitere 5 Millionen für den höheren Bedarf an Kopierpapier ausgegeben werden müssen, sparte das Land immer noch 30 Millionen € jährlich.

Woran wäre noch zu denken? Wie viele Arbeitsplätze in Verlagen und Buchhandlungen gingen verloren? Die Branche hat doch sicher weniger als der Automobilbau, also volkswirtschaftlich überschaubar. Der Handel ist sowieso im Wandel. Überhaupt, wozu Verlage? Die Autoren von Schulbüchern sind i. d. R. Schul- und Universitätslehrer. Sie haben sichere Arbeitsplätze und schreiben ihre Werke mit Sicherheit während ihrer Arbeitszeit. Es wäre daher sozial und demokratisch usw., wenn sie ihr in der Dienstzeit entstandenes Werk, das sie sowieso digital verfasst haben – keine Digitalisierungskosten mehr! – gleich auf den Landesbildungsserver stellen würden.

Was passiert mit den eingesparten 30 Millionen? Für die Schulbibliotheken, wofür sonst?

Nachtrag zu den Berichten aus hessischen Schulbibliotheken

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Foto Grundschule Hauneck

Die Astrid-Lingren-Schule in Hauneck bei Bad Hersfeld berichtet in ihrem Blog von “Lesekisten” – Dioramen – zu dem Buch “Sams Wal” von Katerine Scholes.

Der Name “Astrid Lindgren” verpflichtet; die Schule fördert das Lesen auf vielfältige Weise.

Die Liste der Berichte aus hessischen Schulbibliotheken

Alle Berichte aus den 12 hessischen Schulbibliotheken aus der Ausschreibung Januar bis März 2015 der LAG Schulbibliotheken im Überblick

Ein weiteres Mal können wir zeigen, welche vielfältigen Aktivitäten es in hessischen Schulbibliotheken gibt. Mögen sich die Leser/-innen anregen lassen, das eine oder andere selbst auszuprobieren. Dies war vor allem die Absicht, die hinter der Ausschreibung steckt: Ideen bekanntzumachen, zum Nachmachen anzuregen, davon auf der Schulhomepage LAG_Logo3und in der örtlichen Presse zu berichten. Nicht zuletzt um aufzuzeigen, wie viel Engagement und Arbeit die (wenigen) hauptamtlichen Bibliothekarinnen, die (vielen) nebenamtlichen Lehrer/-innen und ehrenamtlichen Eltern leisten. Das blüht oft im Verborgenen, verdient aber, immer wieder hervorgehoben zu werden. Auch deswegen, um Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit daran zu erinnern, dass Schulbibliotheken zwar geschätzt werden, aber ein Stiefkind der deutschen Bildungspolitik sind.

Schön war, dass die Einsendungen aus allen Schulformen kamen – Grundschule, Gymnasium, Gesamtschule, Förderschule und Berufliche Schule – und auch aus allen hessischen Regionen.

Ich danke den Menschen und Schulen, die Mitglied der LAG Schulbibliotheken in Hessen e. V. sind. Aus ihren Mitgliedsbeiträgen konnten wir die Bücherschecks für die beteiligten Schulbibliotheken finanzieren.

Die Reihenfolge der Veröffentlichung und die Anzahl und Reihenfolge der Berichte pro Seite stellen keine inhaltliche Bewertung dar.

(1) Schule am Sportpark, Erbach im Odenwald

(2) Stadt- und Schulbibliothek in der Weibelfeldschule, Dreieich

(3) Riedhofschule Frankfurt/M, Comeniusschule in Herborn und Friedrich-Feld-Schule Gießen

(4) Weidiggymnasium in Butzbach

(5) Astrid-Lindgren-Schule in Groß-Gerau, Anna-Freud-Schule in Mainhausen, Hausbergschule in Butzbach

(6) Bilsteinschule in Edermünde-Hesse, Dünsbergschule in Hohenaar, Stadt und Schulmediothek Lollar/Staufenberg in der Clemens-Brentano-Europaschule Lollar

Berichte aus hessischen Schulbibliotheken (6)

 

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Auch die Bilsteinschule in Edermünde-Besse feierte Advent im “Leseland”, der Schulbibliothek

 

 

 

 

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Im “Leseland” werden auch Vorlese-Patenschaften zwischen Klasse 4 und Klasse 1 gepflegt:

 

 

 

 

 

Die Dünsbergschule in Hohenaar – Grundschule mit Förderstufe – berichtet aus der Schulbibliothek “Bücherwurm”:

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In der Stadt und Schulmediothek Lollar/Staufenberg in der Clemens-Brentano-Europaschule Lollar gab es das Projekt:

“Anpfiff” – Leseförderung mit Tippkick im WM-Jahr 2014

Projekt AnpfiffEine nicht alltägliche Leseförderung war “Anpfiff”. Es verband bei der Auftaktveranstaltung eine Kinderlesung, das Schmökern in der Mediothek und ein Tippkickspielangebot für junge Leser. Erste Gäste waren die Schülerinnen und Schüler der Klasse 4 aus der Goetheschule Staufenberg. Sie hatten dieses Aktionsangebot mit weitere Aktivitäten in der Mediothek gebucht.

Prof. Dr. Otfrid Ehrismann, Spezialist für mittelalterliche Literatur, empfing die Kinder mit einer spannenden Abenteuergeschichte aus dem Reich der Schatten, bevor der eigentliche Schwerpunkt des Projekts seinen Lauf nahm. 20 Kinder im Alter von 9 und 10 Jahren machten sich an die Auswahl von Kinderbüchern. Klar, dass da ein Thementisch zum Fußballjahr 2014 nicht fehlen durfte. Aber auch andere Lieblinge aus den Abteilungen Fantasy, Krimi, Abenteuer oder dem Kindersachbuch kamen nicht zu kurz und wurden auch gleich ausgeliehen.

Der Wechsel zwischen eigenem Lesen und dem Spiel mit den Figuren an mehreren Tippkick-Spielfeldern sorgte für einen lebendigen und abwechslungsreichen Lesespaß in der Bücherarena. Übrigens – die beiden vermeintlichen Gegner – Fußball und Lesen – trennten sich am Ende nach 70 Minuten 1:1 unentschieden. In den Folgewochen lockte das Tippkick-Spiel zahlreiche Schülerinnen und Schüler aus den Klassen 5 – 11 in den Lesesaal und sorgte dafür, dass die Mediothek als attraktiver Lese-, Lern- und Freizeitort wahrgenommen wurde. Ausgedacht hat sich dieses “bewegte Lesen für Kinder” Thomas Zwerina, der seit vielen Jahren den bibliothekspädagogischen Bereich betreut.

Berichte aus hessischen Schulbibliotheken (5)

Die Astrid-Lindgren-Schule in Groß-Gerau ist eine Sprachheilschule. Dieser hübsche kleine Bericht zeigt, wie viel Wert auf Leseförderung gelegt wird und wie man in der Schulbibliothek um Kontinuität bemüht ist.

 

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Aus der Anna-Freud-Grundschulbibliothek in Mainhausen wird von einem beeindruckenden Besuch der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt/M berichtet. Es war ein Art Incentive-Reise für die Bibliothekskinder.

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Die Hausbergschule in Butzbach zelebriert einen ganz besonderen Adventskalender in der Lesestube:

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Vielen Dank für die Einsendungen!

Die LAG-Datenschutzbroschüre

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Datenschutz, Datensicherheit und Datensicherung in der Schulbibliothek sind die Themen der 13. LAG-Broschüre. Sie wurde vom Vorstandsmitglied Reiner Laasch verfasst.

Sie wurde auf dem 22. Hessischen Schulbibliothekstag in Bad Vilbel den Teilnehmern übergeben.

Auf schulbibliotheken.de, der Homepage der LAG Schulbibliotheken in Hessen e. V., kann sie – für Mitglieder kostenlos – bestellt oder downgeloaded werden.