Nachwort zum Brandenburger Landes-Schüler-BaföG

Fünf Millionen jährlich gibt die Brandenburger Landesregierung dafür aus, dass Abiturienten aus einkommensschwachen Familien sich mit einem monatlichen staatlichen Taschengeld ein Buch (oder eine Kinokarte) kaufen. Bei der Linkspartei und den Grünen blitzte ich ab. Ich hatte dann an die CDU-Abgeordneten Ingo Senftleben und Dr. Saskia Ludwig geschrieben, dass ich diese jährlichen fünf Millionen bei den Schulbibliotheken besser aufgehoben sähe.

Geantwortet haben mir beide nie. Jetzt ahne ich, warum.

Kurz vor Weihnachten starb überraschend der SPD-Fraktionsvorsitzende im Landtag, Klaus Ness. Bei der Totenfeier wurden von allen Seiten bewegende und sicher wahrhaftige Reden über einen großen Strategen, einen ehrlichen und wahrheitsliebenden Politiker gehalten. Nur ganz versteckt klang an, dass er, wie es Ministerpräsident Woidke vorsichtig formulierte, seine Warmherzigkeit nicht offen mit sich herumtrug. Wenn ich mir das übersetze, fällt mir Herbert Wehner ein: Nicht gerade geliebt, aber respektiert, gar gefürchtet.

Das Landes-Schüler-BaföG war eine Lieblingsidee von Klaus Ness gewesen. Dagegen ging nichts.

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