NRW will Mädchen Zugang zu pädagogisch begleiteten Angeboten im Bereich Pop-Musik ermöglichen

Für Faschings- oder Aprilscherze ist es zu früh. Es handelt sich wirklich um Regierungspolitik in Nordrhein-Westfalen. Dort hat man beschlossen, zukünftig eine Million € mehr jährlich in den Genderismus zustecken. Was mit dem Geld passiert, konnte man schon in diesem Jahr erleben:

Die Landesregierung zahlt einem Mobilen Mädchenzentrum Gelsenkirchen jährlich 61.000 € Zuschuss. Jetzt bekamen die Sozialpädagoginnen noch einmal 37.953,30 € für einen Fachtag „Gender in der Popmusik“. Insgesamt sollte die Veranstaltung mit drei Fachvorträgen 45.000 € kosten. Die Wissenschaftler wollten sprechen über „geschlechtliche Konnotation von Instrumenten“, über „patriarchale Popsysteme”, die von “amerikanischen Mittelstandsmännern“ etabliert worden wären und über „Heterogenität in der deutschen akademischen und wissenschaftlichen Musikausbildung”.

Auf eine kritische Anfrage im Düsseldorfer Landtag antwortete die Regierung, dass die Tagung „Mädchen den Zugang zu pädagogisch begleiteten Angeboten im Bereich Pop-Musik ermöglichen sollte.“

Dummerweise haben sich keine Mädchen für diese Veranstaltung angemeldet, so dass sie abgesagt werden musste. (Was passiert mit dem Zuschuss?)

Ich werde inzwischen gefragt, wie es dazu kommen konnte, dass Heteronormativität fast ein Schimpfwort geworden ist, dass Genderthemen sich bei Journalisten seriöser Tageszeitungen großer Beliebtheit erfreuen, dass es über ein Sachbuch eines renommierten Naturwissenschaftlers, der sich kritisch über Genderbehauptungen zu Geschlecht und Genetik äußert, in eben diesen Medien als polemisch abqualifiziert wird. Sexualkundelehrpläne werden in LSBTTIQ-Verbänden geschrieben. Die Norm ist nicht mehr die heterosexuelle Ehe und Familie, sondern die Patchworkfamilie, zu der auch die gleichgeschlechtlichen Bettpartner der Eheleute gehören, wie es in einem sexualkundlichen Papier einschlägiger Experten heißt.

Interessant wäre zu fragen, wie es so weit kommen konnte, dass man bei Diskriminierung heute eher an heterosexuelle weiße Männer denkt und nicht an LSBTTIQ-Betroffene.

Andererseits: Ich bewundere die erfolgreiche Lobbyarbeit des Gender-Sektors. Es wäre zu studieren, wie es zu diesen schlagkräftigen, einflussreichen Netzwerken gekommen ist, die dafür sorgen, dass die Wissenschaftsministerien Millionen für Genderlehrstühle (Sorry, DER Stuhl) ausgeben, aber man Mühe hat, dort wissenschaftliche Erkenntnisse zu finden. Wie es dazu kommt, dass man eine kritische Berichterstattung über den Genderismus in den Mainstreammedien nicht findet.

Für 45.000 € hätten wir drei landesweite Schulbibliothekstage mit je 30 Referenten durchführen können. Von 37.000 € Zuschuss einer Landesregierung für eine Schulbibliothekstagung können wir nur träumen. Auch 61.000 € jährlicher Zuschuss für eine lokale Institution ist beachtlich.

Nicht versäumen: der Originalbeitrag in Science Files!

 

 

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