Die Rache des Spiegels? Telefonterror!

Kürzlich habe ich, nach fünf Jahrzehnten der Spiegel-Lektüre, das Abonnement gekündigt.

Seit vier Wochen wird nun täglich von dieser Telefonnummer mein Anschluss ein- bis viermal angewählt: 040 30073432. Das ist eine Verlagstelefonnummer. Ich habe sie gesperrt, so dass ich die Anrufe wenigstens nicht höre.

In der Spiegel-Telefonzentrale wird mir gesagt, den Anschluss gäbe es nicht. Noch Fragen? Man vermittelt mich, als ich mich nicht abwimmeln lasse, an die Leiterin des Callcenters, aber ich versickere vorher in der Warteschleife.

Nachtrag: Nach allem, was ich lese, steht dem Spiegel das Wasser bis zum Hals. Die Eigentumskonstruktion des Magazns – die Hälfte des Verlags gehört den besser verdienden Altredakteuren, der Mitarbeiter-KG – hat dafür gesorgt, dass die Abneigung gegen Reformen und Umstrukturierungen groß ist. Chefredakteure scheiterten bisher mit ihren Vorschlägen, aus dem Verlag ein innovatives, multimediales Unternehmen zu machen, am Votum der Alteingesessenen. Diese haben als Mitbesitzer in vergangenen Jahrzehnten bestens verdient.

Aber der Spiegel verliert im Kioskverkauf und im Abonnement. Er ist seit eingen Jahren inhaltlich zu einem Gemischtwarenladen geworden mit, ähnlich wie der Focus.

Ich merke das vor allem daran, dass ich seit Jahren kaum noch einen Spiegel-Artikel aufhob, um ihn später nachlesen zu können. Bei der Tageszeitung mache ich das mehrmals in der Woche.

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