Leistungsexplosion beim Abitur?

Der Bildungsforscher Rainer Bölling vergleicht in der FAZ vom 2.7.14, p 6, die Abitur-Durchschnittsnoten. Dabei untersucht er jeweils gleichgroße Kohorten.

Die oberen 27% des Abiturjahrgangs 2006 erreichten in NRW einen Notendurchschnitt von 2,66. sechs Jahre später 2,12.

In Hamburg machten 2006 25% eines Jahrgangs Abitur und erreichten im Durchschnitt 2,57. Sechs Jahre später waren es 55% des (kleineren) Jahrgangs. Die besten 25% hatten einen Schnitt von 1,83.

Bölling führt die Notensprünge nicht auf eine Leistungsexplosion zurück, sondern unterstellt, dass die Steigerung der Abiturquote politsch gewollt sei und die Anforderungen gesenkt würden. Die als Durchlässigkeit gelobte Möglichkeit, das Abitur in Beruflichen Gymnasien abzulegen, führe zwar zu ähnlichen Noten wie im Gymnasium, aber das Kompetenzniveau sei niedriger, wie Untersuchungen in Englisch und Mathematik ergeben hätten.

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