Punktabzug wegen genderunsensibler Sprache unzulässig

Dem Genderismus wurden schon einige Territorien überlassen:

Die amtlichen Rechtschreibregeln wurden ausgehebelt. So gibt es an der Uni in Potsdam nur noch Professorin als Dienstbezeichnung und Punktabzug bei wissenschaftlichen Arbeiten, wenn man das Wort „man“ verwendet. Wir alle haben es uns angewöhnt solche Sätze zu schreiben: „Die Schülerinnen und Schüler beschweren sich bei ihren Lehrerinnen und Lehrer über die Schulleiterinnen und Schulleiter, weil diese der Vertreterin und dem Vertreter des Vereins für sexuelle Vielfalt in Schulen nicht erlaubten, ihren und seinen Workshop duchzuführen.“

Sexualunterricht in Schulen wird gegendert. Die angebliche Dominanz heterosexueller, weißer Ehepaare und entsprechende Familienbilder wird durch sexuelle Vielfalt ersetzt. Nicht nur in Baden-Württemberg sind entsprechende Lehrpläne in Arbeit.

Die Naturwissenschaften werden gerade gegendert. Die Soziologie, wie ich sie als Beifach während des Studiums noch kennengelernt habe (Parsons, Goffman, Albert, Skinner, Popper), gibt es schon länger nicht mehr. Das Fach ist nahezu restlos genderisiert.

Jetzt hat ein Student der Technischen Universität Berlin dagegen geklagt, dass er einen Punktabzug erhielte, wenn er nicht gendersensibel schreiben würde. Zuvor hatte seine Tutorin ihm vorgemacht, das wäre eine verbindliche Vorschrift.

Der Staatsrechtsprofessor Isensee hat vor Jahren einmal von „Sprachmüll des Feminismus“ gesprochen. Er benutzte die „Bürgerversammlung“ als Beispiel. Keiner, der den Begriff „Bürgerversammlung“ benutze, müsse von  „Bürgerinnen- und Bürgerversammlung“ reden, um zu demonstrieren, dass er eine Ausgrenzung eines Teils der Bevölkerung ablehne. Er produziere bloß Sprachmüll.

Das Humboldt-Profx Lann Hornscheidt, Kämpferin für nicht-sexistische, nicht homophobe, nicht-weiß-maskuline, kein Gender exkludierende Sprache, bat nach Gegenlesen eines taz-Interviews um folgende Korrektur, wie man in einer Kommentarspalte der taz erfährt:

Kommentar von „Charlotte“

„In einem text unter anderem über Binnen-I, Unterstrich etc. wäre es ganz wunderbar, wenn der Unterstrich auch richtig verwendet würde: Leser_innen statt Lese_rinnen, Journalist_innen statt Journa_listinnen…

  • Liebe Charlotte,

    im Zuge der Bearbeitung des Textes, räumten wir Lann Hornscheidt auch die Möglichkeit ein, die zur Veröffentlichung bestimmten Äußerungen gegenzulesen. Einer der (wenigen), von Lann Hornscheidt, geäußerten Änderungswünsche betraf die Setzung der Unterstriche. Wir bilden nun im Interview die Form ab, wie sie von Lann Hornscheidt artikuliert wurde,
    also Lese_rinnen statt Leser_innen.

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