Ein Schulbibliothekarsgesetz in Delaware/USA?

Im US-Bundesstaat Delaware im Osten der USA haben einige Schulbezirke die Stellen der Schulbibliothekar/-innen in den High Schools gestrichen. Basedow1764 hat schon früher erwähnt, dass die USA schon seit Jahren nicht mehr das gelobte Land des Schulbibliothekswesens sind.

Der Bundesstaat Delaware hat Probleme, die jährlichen 15 Millionen Dollar Zuschüsse für das Personal in Schulbibliotheken aufzubringen. Sein Haushaltsdefizit ist fünfmal so groß. Auch die kommunalen Gebietskörperschaften haben Haushaltprobleme.

Nun hat ein Parlamentsabgeordneter ein Gesetz eingebracht, dass Schulbibliothekare in allen Schulen vorschreibt. Das ist nicht einfach und hat wenig Aussicht auf Erfolg. Dei Schulbezirke können am schnellsten und einfachsten beim Personal in den Schulbibliotheken sparen. die an den Schulen tätigen Krankenschwestern dürfen nämlich nicht entlassen werden. Bei Lehrern muss man mögliche Unterrichtskürzungen in Kauf nehmen.

Jetzt wurden 7 Bibliothekarsstellen in der Sekundarstufe in einem Schulbezirk gestrichen, Die Bibliothekare werden an Grundschulen versetzt. Sie sind dienstälter als dort arbeitende Bibliothekare. Diesen wird gekündigt.

Dem Abgeordneten ist klar, dass sein Gesetz wenig Chancen hat, weil die Kommunen verhindern wollen, dass es ihren finanziellen Spielraum einengt. Er hofft aber, dass durch sein Gesetzesvorschlag die Rolle von Schulbibliothekaren öffentlich und im Parlament diskutiert wird und man mindestens nach Finanzierungsmöglichkeiten sucht.

(nach School Library Journal)

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