Pressekampagne gegen Lehrerin wegen Horst-Wessel-Lied

Bemerkenswert, aber nicht unerwartet ist die Reaktion der Hauptstadtpresse auf die Anzeige des Antifa-Aktivisten von der Linkspartei.

Stern, Spiegel, Bild, Berliner Kurier blasen sensationslüstern ins Antifa-Horn. Da wurde ernsthaft diskutiert, ob die Schüler nur mitgesummt oder laut gesungen hätten, ob sie dazu gezwungen wurden, ob sie mit dem Thema einverstanden waren. Mit den Füßen mitgestampft hätten nur einige, ohne Aufforderung, oder vielleicht doch mit? Der arme Schulleiter muss die Schüler befragen. Die taz gibt der Genossin Fraktionsvorsitzenden der Köpenicker Sozialisten Raum für ergänzende Angriffe, Harry Nutt von der BZ sieht ein Experiment außer Kontrolle geraten und vergleicht es mit der „Welle“. Wer das Stück kennt, sieht sofort, dass es dabei um eine ganz andere, aber auch keinesfalls verdammenswerte Absicht ging. Was tut man nicht alles für die völlig unzutreffende Schlagzeile „Experiment außer Kontrolle“. Der sonst respektable Martin Schuller im Tagesspiegel sieht gar eine verhängnisvolle deutsche Traditionslinie von den 30ern bis in die Gegenwart. Die „Qualitätsjournalisten“ von der Bild sind betroffen, dass das an einem Gymnasium passierte, das nach einer jüdischen Wissenschaftlerin benannt ist. Fehlt nur noch eine Brennpunktsendung und eine Talkshow bei Anne Will mit der Musiklehrerin am Katzentisch.

Eigentlich müssten eine solche anscheinend gut durchdachte Stunde täglich an allen Schulen stattfinden. Sie findet sicher auch vielfach statt, ohne dass sensationsgeile Journalist/-innen hysterisch reagieren.

Lesenswert ist einzig der Beitrag von News4Teachers

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