Schulbibliotheks-Studie von Room to Read

Die großartige Initiative Room-to-Read, über die Basedow1764 schon berichtet hat, ließ die Wirkung ihrer Schulbibliotheken in Laos, Nepal, Indien, Sri Lanka, Sambia und Südafrika untersuchen. Gefragt wurde, ob die Room-to-Read-Büchereien die Lust aufs Lesen vergrößert haben. Die Antwort: Ja, sehr deutlich. Während vor der Eröffnung nur 29% der Schüler/-innen gerne lasen, taten das zwei Jahre nach Einführung einer Schulbücherei 51%. Man hätte sich gewundert, wenn es anders ausgegangen wäre. Allerdings gab es auch schon einmal ein wissenschaftlich begleitetes Leseförderprojekt in rheinland-pfälzischen Schulen, bei dem hinterher gemessen wurde, dass die Leselust gesunken war.

Die Untersuchung kann sicher nicht 1:1 übernommen werden. Nichtsdestoweniger wünsche ich mir, dass Deutschland Einsatzgebiet der Room-to-Read-Aktivisten würde. Auf jeden Fall käme man so schneller zu einer Schulbibliothek als durch Resolutionen, Empfehlungen und Erklärungen in jeder Dekade.

Ein Ergebnis der Studie ist übrigens, dass man in den 2.400 untersuchten Schulen die Erfahrung gemacht hat, daß es bessere Ergebnisse gab, wenn jemand aus dem Kollegium für die Bibliotheksarbeit qualifiziert wurde, als wenn jemand von außerhalb dafür ausgebildet wurde. („that training staff within the schools to manage the library instead of training external library managers proved to be far more impactful“.)

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