Bildungsmanager/in soll kommunale Bildungsdaten sammeln

Mit 30 Millionen € sollen Fachleute für Bildungsmanagement und -monitoring finanziert werden, die beispielsweise in Bildungsbüros oder Stabsstellen der Städte angesiedelt sein können.

Das steht in einer Pressemitteilung des Bundeswissenschaftsministeriums.

So sieht das also aus, wenn mehr Geld für die Bildung ausgegeben werden soll: Stabsstellen in der Kommunalverwaltung, die Daten sammeln und die kommunalen Bildungsinstitutionen vernetzen sollen. Für die Schulleitungen heißt das: Eine neue Stelle, an die berichtet werden muss, die Fragebögen verschickt und Zahlen sehen will. Und wieder muss jemand im Kollegium ausgeguckt werden, der die Schule im neuen Arbeitskreis der kommunalen Bildungsmanagerin vertritt. Das Protokoll der Sitzungen wird reihum geschrieben. Es ist aber damit zu rechnen, dass die Bildungsmanagerin eine Sekretärin und eine Pressesprecherin bekommen muss, den alleine schafft sie das enorme Arbeitspensum der Stabsstelle nicht.

Nach drei Jahren, wenn die Bundes- und EU-Mittel erschöpft sind, wird sich die Kommune mit dem Vorwurf konfrontiert sehen, dass ausgerechnet im wichtigen Bildungsbereich eine Stelle eingespart wird. Die Fachhochschulen werden lamentieren, dass ihre Bildungsmanager/-in-Studiengänge gefördet sind. Dei OECD wird …

Den Hinweis auf diesen Irrsinn verdanke ich science files.

 

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Ein Gedanke zu „Bildungsmanager/in soll kommunale Bildungsdaten sammeln

  1. Pingback: Mehr digitale Bildung in die Schulen. Ein neuer Pakt | Basedow1764's Weblog

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