Die Lüge der digitalen Bildung

So heißt das Buch von Gerald Lembke und Ingo Leipner, das Anfang März erscheinen wird.

Es mehrt sich inzwischen die Zahl der Untersuchungen, die zu dem Ergebnis kommen, dass Tablets und andere digitale Geräte keineswegs generell dem nichtdigitalen Lernen überlegen sind. Die Autoren empfehlen, was so neu ja nicht ist, dass Computer erst ab der Mittelstufe eingesetzt werden.

Ein Interview mit Prof. Lembke

By the way: Ich habe einmal die Titel von Untersuchungen überflogen, die in der Fachzeitschrift „Computers in Human Behaviour“ veröffentlicht werden. (Ein Teil ist nicht kostenpflichtig zugänglich.) Die Themen, deren Häufigkeit mir auffiel: gender, gender, gender, Angst vorm Computer, Computersucht, Einsamkeit und Computer.

Was das Lernen angeht, so erbrachte eine Metaanalyse ein kleine, aber signifikante Überlegenheit des digitalen Lernens. Interessant: In publizierten Studien zur Lerneffizienz gibt es die Überlegenheit des digitalen Lernens, in nicht-veröffentlichten Studien war das nicht der Fall. Das scheint an methodischen Problemen gelegen zu haben. Es ist sicher nicht einfach, Ergebnisse aus unterschiedlich zusammengesetzten Klassen, die von verschiedenen Lehrern unterrichtet wurden, zu vergleichen.

Siehe auch den Kommentar von Christian Füller zu einer Tablet-Initiative der CDU-MdB Saskia Esken.

Ein Interview Prof. Lembkes im WDR (Nachtrag Januar 2016)

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Ein Gedanke zu „Die Lüge der digitalen Bildung

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