Alles nur ein Missverständnis

Sternsinger sammeln am Jahresanfang traditionell für wohltätige Zwecke. Sie treten z.B. beim Neujahrsempfang des Bundespräsidenten, des sozialdemokratischen  brandenburgischen und des sozialistischen thüringischen Ministerpräsidenten an. Die Kinder und Jugendlichen kommen in morgenländischer Verkleidung, ein Hinweis auf die Heiligen Drei Könige; sie singen, sammeln Geld und segnen das Haus.

Der Personalrat des brandenburgischen Bildungsministeriums verbat sich letztes Jahr von der damaligen Ministerin die Hereinnahme religiöser Darbietungen in dienstliche Veranstaltungen. Bekenntnisfreie Mitarbeiter/-innen des Hauses seien an ihn herangetreten. Sie legten Wert auf eine Unterscheidung von dienstlichen und religiösen Veranstaltungen.

Der Nachfolger der im Hause unbeliebten Ministerin unternahm daher nichts, auch der Bund der katholischen Jugend, der die Sternsingeraktion trägt, bat den Minister nicht mehr um einen Termin. Schon stand in den Zeitungen, dass der neue Minister aus der rot-roten Koalition dem Verlangen des Personalrats Folge leiste.

Jetzt heißt es, dass alles nur ein Missverständnis sei. Vor der Tür des Ministeriums übergab der Minister dann die in seinem Haus gesammelten Geldspenden.

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