Neue Aufgabe für öffentliche Bibliotheken?

SPD-Generalsekretärin Yasmin Fahimi, die nicht zum ersten Mal einen originellen politischen Beitrag leistet, hat eine Idee, wie man die sinkende Wahlbeteiligung wieder erhöhen könne. Man müsse statt eines Wahltages eine Wahlwoche durchführen. Auch würde sich die Wahlbeteiligung erhöhen, wenn man in Bahnhöfen und im Supermarkt wählen könnte. Oder in öffentlichen Bibliotheken!

Ob das gut geht? Sonntags wählen entfiele dann. Da dürfen Tankstellen und Fitnessstudios öffnen, aber nicht die Bibliotheken, meinen Richter/-innen. Auch müsste man die Schließung weiterer Bibliotheken stoppen und die Öffnungszeiten verlängern, sonst geht das schief mit mehr Wahlbeteiligung. Dann doch lieber Briefwahl.

Wie wär´s denn mit einem Einkaufsgutschein für jede abgegebene Stimme? Die Parteien verdienen ja nicht schlecht an jeder Wählerstimme. (Deswegen tauchen bei Wahlen Splitterparteien regelmäßig auf, bei denen man sich wundert, dass es sie noch gibt: MLDP, Rentnerpartei, Bibeltreue, DKP. Die erhalten für ihre 70-80.000 Wähler/-innen so viel Steuergeld, dass sie sich bis zur nächsten Wahl mindestens ein Büro mit allem Drum und Dran leisten können.)

Dass es an der Politik und den Politiker/-innen liegen könnte, dass die Wahlbeteiligung sinkt, scheint Frau Fahimi nicht einzufallen.

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