Amazon hat eigene Domain: .books

Für 8 Mio € hat Amazon bei ICANN, der Vergabestelle für Internetdomains, die Endung .books ersteigert.

Das Wort „Buch“ ist aber noch keine geschützte Handelsmarke von Mr. Bezos.

 

Und hier ein kritischer Artikel über die amazon-Kritik auf Carta. (Carta hat viele lesenswerte Beiträge. Leider sind sie fast immer unendlich lang.)

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3 Gedanken zu „Amazon hat eigene Domain: .books

    1. Basedow1764 Autor

      Das ist, wie so oft bei amazon unklar.
      Im Sprachgebrauch ist es eher der umgekehrte Weg: Ein Produktname wird zum Gattungsnamen: UHU – Klebstoff/Tempo – Papiertaschentuch/Tesafim/Jeep/Kleenex.
      Für die Firmen ist das eher unangenehm: Die Deutsche Post hat einen Prozess verloren, in dem sie sich das Recht am Wort „Post“ schützen lassen wollte. Google klagt immer dann, wenn „googeln“ mit „in einer Suchmaschine suchen“ erklärt wird, statt mit „in Google suchen“.

      Bei Domainnamen ist die Rechtsprechung großzügig. So haben Geschäftemacher Städte- und firmennamen als Domains gekauft und lassen sich das Recht, diese zu benutzen, teuer bezahlen. Bei Herkunftsnamen versuchen Firmen, den Namen ausschließlich für ihr Produkt zu besetzen: Lübecker Marzipan, Münchner Weißwurst (Beide Namen hier nur als Beispiel gebraucht. Ob es zutrifft habe ich nicht überprüft.)
      Ob es sich auszahlt, einen Gattungsnamen zu kaufen? Amazon will im Buchbereich alles selbst machen: Autoren einkaufen, Bücher verlegen, Bücher verkaufen, Bücher verleihen, Buchbesprechungen veröffentlichen. Also soll man bei „Books“ an amazon denken und nicht an andere Buchhandlungen und Verlage.
      Amazon könnte die Domain auch an alle im Literaturbereich Tätigen untervermieten.

      Spaßmacher wollen herausgefunden haben, dass auch diese Domains für amazon registriert worden sind:
      .bezos
      .bezosisgreat
      .bezosishandsome
      .bezoshasreallygoodbreath
      .bezosisthebest
      .bezosisgod

    2. SalvaVenia

      Herzlichen Dank für Ihre ausführliche Darlegung. 🙂

      Was mich noch dabei stört ist, daß Amazon mittlerweile ja nicht nur mehr Bücher verkauft, also diversifiziert aufgestellt ist. Alleine das wäre in meinen Augen bereits ein Verbotsgrund gewesen.

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