Die Schulbibliothek auf dem Smartphone

Verlegt die Klett-Tochter Pons GmbH die Schulbibliothek ins Mobiltelefon?

Oder meint sie „Schule Bibliothek“? Ein Portal, das über Apps informieren will, nennt die App des Verlages „PONS Schul-Bibliothek“. Folgt man dem Link in der Pons Werbe Mail, stellt sich heraus, dass es sich um eine Grammatik-Bibliothek handelt. Man wird zu iTunes geschickt, wo man auf der App „Schulbibliothek“ bzw. „Schul-Bibliothek“ bzw. „Schule Bibliothek“ — Pons-Grammatik-Apps kaufen („In-App-Käufe“) kann. Also gar keine Bibliothek, sondern ein Laden, in dem es Produkte des Pons-Verlages gibt.

Als erstes würde ich mir eine App „PONS-Wörterbuch der deutschen Sprache“ kaufen, um Gewissheit zu erlangen, wie man „Schulbibliothek“ schreibt.

Vielleicht ist die Idee gar nicht so schlecht.

Was nichts kostet, hat ja bekanntlich keinen Wert. Man könnte den Zugang zur realen Schulbibliothek als „Premium-Schulbesuch“ vermarkten: Wer mehr von der Schule haben will. Über eine schuleigene App hätte man Zugang zu Wörterbüchern, Lexika, dem OPAC und dem scheinbar unverzichtbaren Munzinger-Archiv, hätte monatlich vier Fragen an die Bibliothekarin und eine Literaturliste frei und zwei E-Book-Ausleihen. In der Bibi-Lounge erhielte man täglich einen Softdrink.

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