Kleine Löschaktion bei Basedow1764

4% der Blogbeiträge aus sieben Jahren habe ich in einer Nacht-und-Nebel-Aktion gelöscht. Es handelt sich überwiegend um tagesaktuelle, inzwischen veraltete Informationen und Terminankündigungen. Auch einige, noch längst nicht alle Beiträge rund um die „DDR-Bücherkiste“ aus dem LAG-Projekt „Die Bibliothek in der Kiste“ wurden in den Blog „Ampelmännchen und Todesschüsse“ verschoben, den es erst seit fünf Jahren gibt. Ca. 60 Beiträge liegen jetzt im Papierkorb, ein Tropfen auf den heißen Stein. 1.700 gibt es noch. Die Frage ist: wozu?

Nichts ist älter als eine Zeitung von gestern. Für Blogs scheint dasselbe zu gelten. Was sich in den Tiefen des Blogs ablagert, wird vergessen, von einigen „Dauerbrennern“ abgesehen. Es sind aber auch Sachen dabei, die heute noch genauso aktuell sind wie vor fünf Jahren. Manchmal poste ich die noch einmal („reloaded“). Ich rede mir ein, der Blog wäre für mich auch ein Archiv. Dafür gäbe es auch andere, lokale Lösungen. Die ich zudem auch noch füttere: Citavi, Lesezeichen-Ordner, Google Desktop. Dennoch bleiben Sachen unauffindbar, von denen ich annehme, ich hätte sie irgendwann einmal irgendwo abgelegt.

Für das Konzept des Schulbibliotheksblogs ergeben sich aus der Löschaktion keine unmittelbaren Konsequenzen. Es bleibt wohl dabei: Der eine oder andere Praxistipp, ein Literaturtipp, die eine oder andere Neuigkeit, etwa von AGSBB und LAG Hessen und was sich im Rest der Welt tut. Keine lückenlose Erfassung aller Neugründungen und Schließungen, Scheckübergaben und Lesenächte.

Ich freue mich sehr, dass über 120 135 148 Stamm-Leserinnen und -Leser dies schätzen.

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2 Gedanken zu „Kleine Löschaktion bei Basedow1764

  1. Ilona Munique

    Ich liebe Archive – und ich kann jetzt nur hoffen, das kein Beitrag dabei war, auf den ich mich in Vorbereitung auf meine Seminare mit der Zielgruppe „Schulbibliotheken“ oder „Schule und Bibliothek“ stütze. Doch es stimmt schon: was haben wir konkret davon, sagen zu können: „Früher war das so, und heute ist das (immer noch / schon wieder) so oder anders.“
    Als mir vor einem Jahr Tausende von E-Mails mehr oder weniger verloren gingen, war das zwar eine Zeitlang wie die Amputation meines Gedächtnisses, aber so schlimm war’s letztendlich doch auch wieder nicht. Irgendwie sogar entlastend.
    Also, Mut zum Löschen, denn nur so kann Neues gelernt werden und gewinnt man wieder mehr Überblick!

    Antwort

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