Aus meinem Archiv (2)

Unter der Schlagzeile „In den Kindergärten viel zuwenig Bücher“ wird die Stiftung Lesen in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung v. 27.9. 1998 zitiert. Es geht, wie die Schlagzeile schon besagt, um Bücher in Kindergärten. Am Schluß heißt es: „Unumgänglich sei auch der Ausbau des Bibliothekswesens an(!) den Schulen. Ziel müsse sein, dass jede Schule eine eigene Bibliothek bekomme. In den unteren Klassen sollten darüber hinaus kleine Präsenzbibliotheken eingerichtet werden. Für die Betreuung der Bibliotheken benötige man kein ausgebildetes Personal, sagte (der damalige Geschäftsführer Prof. Dr.) Ring. Diese Aufgabe könnten auch Eltern oder ein Lehrer nebenbei übernehmen.“

Viel mehr kam auch später nicht von der Stiftung Lesen. Wenig verwunderlich, denn im Vorstand der Stiftung ist der dbv vertreten, der Deutsche Bibliotheksverband e. V. Ohne Einvernehmen mit diesem kann die Stiftung beim Thema Schulbibliotheken nichts unternehmen. Wenn man Klassenbüchereien und Leseclubs in Schulen propagiert, tritt man niemandem auf die Füße.

Ich hatte Prof. Ring nach dieser Pressemitteilung in meine damalige Schulbibliothek eingeladen, um ihm zu zeigen, dass ein solcher Betrieb nicht nebenbei von Eltern gemanagt werden kann. Vielleicht war es eine Folge dieses Besuches, dass man bei der Stiftung zukünftig wenigstens nicht mehr von Schülerbüchereien, sondern von Schulbibliotheken sprach.

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