Aus meinem Archiv

„Eine zeitgemäße Schule… Dazu gehört als wichtiger Bestandteil der schulischen Bildungs- und Erziehungsarbeit z. B. die Schulbibliothek. Als zentrales innerschulisches Informationszentrum steht sie dem Unterricht und außerunterrichtlichen Aktivitäten zur Verfügung und kann jahrgangsübergreifender Treffpunkt sein. Es sind daher landeseinheitliche Richtlinien zur Förderung des Schulbibliothekswesens zu erstellen.“

So stand es im Manifest „Bildung für alle in Hessen verwirklichen“, Landesvertreter/-innenversammlung der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) 1990, Kassel.

Ihr Eintreten für Schulbibliotheken hat de GEW nach der Jahrtausendwende anscheinend aufgegeben. In der hessischen Mitgliederzeitung HLZ 2/2005 mit dem Schwerpunkt Lesen wird die Zusammenarbeit von Bibliothek und Schule auf zwei Heftseiten ausgebreitet. Unter der Schlagzeile Schulbibliotheken dürfen sich die LAG Schulbibliotheken und das Projektbüro Schulbibliotheken im damaligen Hessischen Landesinstitut für Pädagogik darstellen. In einem Kasten auf dieser Seite wird der 17. Hessische Schulbibliothekstag angekündigt. Hervorgehoben wird das Seminar der Stadtbibliotheksleiterin, die zuvor die zwei Seiten mit Bibliothek und Schule füllte.

Die Zeitschrift „Erziehung und Wissenschaft“ der Bundes-GEW kennt in ihrem Heft 12/2002 mit dem Schwerpunkt Lesen Schulbibliotheken gar nicht. (In einem einzigen Nebensatz kommen sie vor.) Da ich Anfang der 90er Jahre aus der GEW ausgetreten bin, kann ich nicht ausschließen, dass ich nicht mehr über die aktuelle Haltung zu Schulbibliotheken auf dem Laufenden bin. Ich würde mich freuen, Positives zu hören.

Ich nehme mir gerade vor, gelegentlich in meinem Hängemappen-Archiv zu blättern und die eine oder andere Fundstelle aus der guten alten Zeit hier zu veröffentlichen. Warum? Man kann es sich aussuchen: Früher war es auch nicht besser. Oder: Der Fortschritt ist eine Schnecke. Oder: Nicht alles, was neu auf den „Markt“ kommt, ist wirklich neu. Manch´ gute Idee verdient es, wieder aufgegriffen zu werden.
 
In ähnlicher Form hatte ich vor fünf Jahren über Merkwürdiges, Kurioses und Verwunderliches berichtet. Ich bitte um Nachsicht, falls das eine oder andere noch einmal auftaucht. Es wäre ein Versehen, aber es schadete auch nicht.
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