Grenzen schulischer Anstrengungen

Thomas E. Schmidt schrieb vor Jahren in der Zeit:

„Inzwischen sehen die meisten, dass auch eine weitere Bildungsreform nicht die Versprechen der alten wird einlösen können, mehr noch, dass Bildung mit staatlicher Vorsorge überhaupt wenig zu tun hat. Bildung ist vor allem eine Angelegenheit privaten Lebens. Sie ist eine hoch individualisierte, teils anstrengende, teils lustvolle, jedenfalls durch persönliche Abneigungen und Vorlieben geformte Strategie der Lebensbewältigung. Und insofern hat sie natürlich etwas mit Herkunft zu tun, mit Bibliotheken und Konzertbesuchen, mit Familientraditionen und dem Glück, die Augen geöffnet zu bekommen, dass außerhalb von Schule und Universität noch andere geistige Kontinente zu entdecken sind.“

Thomas E Schmidt, Volk ohne Bildung. Die Deutschen sorgen sich um ihre geistigen Ressourcen, in: Die Zeit Nr. 1 v. 27.01.01, S. 37
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