Bildungsbericht 2014

In der FAZ glossiert Jasper von Altenbockum den neuen Bildungsbericht, indem er ihn mit den Augen eines Schulleiters liest. Seine abschließende Frage: „Warum gibt es eigentlich nie genug Lehrer, aber immer genügend Bildungsforscher?“

Science Files fällt auf, dass die Benachteiligung von Jungen im deutschen Bildungswesen im Bericht unter den Tisch fällt.

Prof. em. Heinz-Elmar Tenorth bezweifelt die „Fortschrittsdiagnose“ des Bildungsberichts. Zwar sinke die Zahl der Abgänger ohne Abschluss – was von Medien und Bildungspolitik als Fortschritt gelobt wird -, aber dies sei nicht gleichzusetzen mit der Beherrschung der Basiskompetenzen in Lesen und Rechnen: „Offenbar kann man heute einen Abschluss auch schon erwerben, wenn man … im Lesen und Schreiben und den mathematischen Grundfähigkeiten über die (PISA-) Kompetenzstufe 1 nicht hinauskommt. PISA kommt auf 18% Risikoschüer (= Kompetenzstufe 1), die Zahl der Abgänger ohne Abschluss liegt aber bei nur 5,9%. (FAZ v. 18.6.14, „Wie Erfolge und Qualität konstruiert werden“)

 Am Rande: Ein ehemaliger Deutsch-Fachleiter, der in derselben Zeitungsausgabe den neuen Deutsch-Oberstufenlehrplan in NRW bespricht, schließt mit den Worten Werthers: „Wie gut, dass ich weg bin.“
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