Reine Jungen- und Mädchenbücher scheinen sexistisch zu sein

In Groß-Britannien gibt es eine Online-Petition, die Verlage, Buchhandlung und Medien auffordert, gender-orientierte Kinder- und Jugendbücher nicht zu verlegen, nicht zu besprechen und zu verkaufen. Sie bleibt nicht ohne Erfolg, wie der Independant berichtet, ebenso der Guardian. Die erstere Zeitung geht mit gutem Beispiel voran und verzichtet zukünftig auf die Rezension von Kinder- und Jugendbüchern, die als Zielgruppe jeweils nur ein Geschlecht haben. Das erniedrige Kinder und Jugendliche, wie in der Überschrift des Artikels festgestellt wird.

Eine kalifornische Soziologieprofessorin hat 6.000 zwischen 1900 und 2000 veröffentlichte Kinder- und Jugendbücher untersucht und kam zu dem Ergebnis, dass 57% einen männlichen Protagonisten haben, nur 31 % eine Protagonistin, auch bei Tiergeschichten sei die Dominanz männlicher Tiere dreimal so hoch. Diese fortwährende Ungleichheit, so die Professorin,  sei eine subtile symbolische Auslöschung der Frau mit Hilfe von Tiergeschichten.

Erwachsene scheinen von der Petition nicht betroffen. Die Abschaffung von Frauenliteraturpreisen und Frauenbüchern wird nicht gefordert.

Die Gendertheorie besagt, dass die Unterschiede zwischen den Geschlechtern, abgesehen von der biologischen Beschaffenheit, anerzogen werden. Dass z. B. Jungen mit Baukästen und Autos spielen und Mädchen lieber mit Puppen und am liebsten Pferdebücher lesen, sei keineswegs naturgegeben. Jungen bekämen nur keine Chance, mit Puppen zu spielen oder Pferdebücher zu lesen. In Norwegen hat man die Erfahrung gemacht, dass das mit den Puppen und Pferdebüchern bei Jungen sich leider nicht durchsetzt. Jetzt stoppt man die Förderung von Genderlehrstühlen.

In Frankfurt/M haben die drei männlichen Stadtverordneten der „Römerfraktion“ ( wohl als Scherz?) beantragt, dass die Stadtverwaltung zukünftig von Bürger- und Bürgerinnensteig“ spreche, statt die vermännlichende Form „Bürgersteig“ zu benutzen. Der Magistrat lehnte ab. Aber auch in Frankfurt ist der „Fußgänger“ abgeschafft zu Gunsten der „zu Fuß Gehenden“. Das neue gendergerechte Wort für „Fußgängerampel“ wurde noch nicht bekannt gegeben.

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