Das große I mitten im Wort

Bei Wikipedia wird gerade der – wohl vergebliche – Versuch gemacht, den sog. gendergerechten Gebrauch des Genus nicht weiter zu pflegen, also nicht mehr LehrerInnen, Lehrer/-innen oder Lehrerinnen und Lehrer zu schreiben.

Die Initiatoren folgen darin Sprachwissenschaftlerinnen und Sprachwissenschaftlern, die das grammatische Geschlecht vom biologischen unterscheiden. Sie weisen darauf hin, dass die Sprache auch das „generische Maskulinum“ kennt, d. h. die männliche Form bezeichnet auch die Gattung: Lehrer umfasst also einmal nur die biologisch männlichen Lehrer, kann aber auch eine Gesamtheit von Lehrerinnen und Lehrern meinen. So wird es auch im Englischen gehandhabt. Eine amerikanische Schriftstellerin wäre über eine Würdigung als Authoress weniger erfreut, für sie wäre es wichtiger als Author bezeichnet zu werden, also zur Gesamtheit der Schriftstellerinnen und Schriftsteller gezählt zu werden. Die feministischen Linguistinnen berufen sich wiederum auf ihre Forschung, die besagt, dass das generische Maskulinum sexistisch wäre.

(via science files)

Nachtrag: Vermeiden Sie die vermännlichte Silbe „man“! (Aus dem Sprachleitfaden der Universität Potsdam)

Ich hätte eher „vermännlichend“ statt „vermännlicht“ gesagt.

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Ein Gedanke zu „Das große I mitten im Wort

  1. Hebel

    Es wäre schön, wenn man nicht nur in der Sprache das unsinnige Gender-Experimentieren lasssen würde, sondern auch in der Pädagogik schlechthin.
    Denn die eigentümliche Reduzierung des Menschen auf seine Sexualität erfasst neuerdings nahezu alle Bereiche. Hoffentlich wird bald in Deutschland eine Aufklärung erfolgen, um das von den Gender-Ideologen propagierte „social engineering“ in Richtung Früh- und Übersexualisierung im Erziehungsbereich schon der Kleinsten und Jüngsten (Krippe, Kita, Schule) zu stoppen.
    Es kann nicht ernst genug genommen werden, was die Vernichtung des Selbstverständnisses von Mann und Frau für Buben und Mädchen bedeutet, die sich gemäß ihren genetischen Vorgaben an Vorbildern entwickeln müssen [siehe Kapitel „Kinder – Die Gefährdung ihrer normalen (Gehirn-) Entwicklung durch Gender Mainstreaming“ im Buch: „Vergewaltigung der menschlichen Identität. Über die Irrtümer der Gender-Ideologie, 4. erweiterte Auflage, Verlag Logos Editions, Ansbach, 2014]

    Antwort

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