Drei zu eins: Die Computeraustattung der Schule der Zukunft

  • Der TV-Sender Phönix zeigt einen Beitrag über die Schule der Zukunft. Vollcomputerisiert, was sonst. Was ist da zu sehen? DREI Schüler beugen sich über EIN Tablet.
  • Doug Johnson, Lehrer, Autor, Blogger und Leiter des Schulbibliotheksamtes der Stadt Mankato in Minnesota ist einer der wichtigsten Schulbibliothekare der USA. U. a. hat der diese Bücher geschrieben: Machines are the Easy Part; People are the Hard Part und The Classroom Teachers Survival Guide to Technology.  Kürzlich berichtet er, dass seine Enkel in Kansas City von einer 1:1-Initiative in der Schule profitieren werden, d. h. jeder Schüler der Stadt erhält ein Apple Tablet (K-6) bzw. einen Laptop (7-12;  Apple Air bzw. Macbook Air).  Kansas ist seiner Erfahrung technologisch nie sehr ambitioniert gewesen, jetzt gibt es ein 20- Millionen-Dollar-Programm.                  Er rät der Familie, der Schulbehörde diese Fragen zu stellen:
  1. Welche Lehr- und Lernziele sind damit verbunden? Wie werden sie evaluiert?
  2. Wie sieht die Vorbereitung der Lehrer aus?
  3. Gibt es ein Digital Citizenship Curriculum (eine Art Computerführerschein)?
  4. gibt es Techniker, die die Geräte verwalten und warten?
  5. Welche digitalen Ressourcen gibt es (E-Books, Software, Lernmanagement-System)?
  6. Warum wurden diese Firma und diese Modelle gewählt?
  7. Gibt es eine Netzwerkinfrastruktur?
  8. Wie wird die Unterstützung durch das gesamte Kollegium erreicht?
  9. Ist sichergestellt, dass in fünf Jahren neue Modelle gekauft werden können
  10. An welchen Stellen im Schulhaushalt wird es Kürzungen geben, damit das Projekt finanziert werden kann?

Es ist beruhigend zu erfahren, dass man auch in den USA – heute noch – solche Fragen stellen muss.

Ähnliche Fragen hatten wir vor fünfzehn Jahren, als unser computerbegeisterter Landrat die Schulen zukunftstauglich machen wollte. Im ersten Schritt hatte er die Schüler aufgerufen, sie sollten den Lehrern Computerkenntnisse beibringen.

Als er mit seinem Team durch die Schule lief, entdeckte er meinen privaten Laptop auf dem Schreibtisch. Da war er doch überrascht und wechselte sogar ein paar Worte mit mir. So konnte ich den Satz loswerden, man kalkuliere in den USA, dass auf jeden Dollar für die Hardware zwei Dollar für Training und Wartung kämen. Davon war bei uns natürlich nicht die Rede.

Dass eine Firma dann Computerschrott für die Schulbibliothek lieferte und mit der Installation überfordert war, habe ich 2008 im Blog berichtet.

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