Hobbypädagogen

Man kann es ständig wiederholen, es bleibt ohne bildungspolitische Konsequenzen: Schulstrukturänderungen wie Ganztagsschule, Gesamtschule, längeres gemeinsames Lernen, zweigliedriges statt dreigliedrigem Schulsystem beeinflussen den Schulerfolg, nicht zuletzt den von Migrant/-innenkindern, nicht. Die Qualität des Unterrichts macht es, die Kompetenz des Lehrpersonals.

In der FAZ von heute sagt das der Oldenburger Erziehungswissenschaftler Klaus Zierer (S. 7, „Auf die Qualität des Unterrichts kommt es an“). Anlass seines Beitrags ist die Ganztagsstudie der Bertelsmann-Stiftung von Prof. Dr. Klieme u. a. Hier würde wieder einmal behauptet, aber nicht nachgewiesen, dass Kinder aus bildungsfernen Milieus in einer Ganztagsschule besser gefördert würden. Aber Kinder aus bildungsnahen Milieus würden die Ganztagsschule besser nutzen. Die wahre Kernbotschaft der Studie sei allerdings: Es komme auf die Qualität des Unterrichts an.

Bei Prof. Zierer lese ich den vernichtenden Satz „Es gibt Lehrer, die dreißig, vierzig Jahre unterrichten und noch immer nicht über das Niveau eines Hobbypädagogen hinausgekommen sind.“

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