Kritische Stellungnahme zur hessischen Schulinspektion

Die im Deutschen Beamtenbund organisierten hessischen Lehrerverbände haben eine detaillierte Kritik an der Schulinspektion geübt.

Sie kritisieren die Bürokratisierung, den Verschriftlichungswahn, die Dokumentenflut im Vorfeld der Inspektion, die zufällige, nichtrepräsentative Wiedergabe von Einzelmeinungen aus Gruppeninterviews, oberflächliche Unterrichtsbeobachtung. Benannte Defizite in der sachlichen Ausstattung würden von finanzschwachen Schulträgern nicht behoben.

Ich kann ergänzen: Wenn junge Inspektor/-innen nach zehn Minuten Hospitation mit der Bemerkung „Ich habe genug gesehen“ den Unterricht verlassen oder sie sich zur Berichterstattung vor dem Kollegium in Prüfungs- oder Zeugniskonferenzwochen ansagen, trägt das nicht zur Akzeptanz bei.

Wo ist eigentlich die Abschaffung der Inspektion geblieben, von der seit längerem schon die Rede ist? Die jährlichen Einsparungen von ca. sieben Millionen € könnten in Schulbibliotheken investiert werden. Die jungen Inspektor/-innen wären eine Führungsreserve für Schulleiter/-innenstellen.

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