„Das Team hat die Bibliothek ins Bewusstsein der Schülerinnen und Schüler gerückt.“: Hessische Schulbibliothekspreise 2013

Zum dritten Mal hatte die Landesarbeitsgemeinschaft Schulbibliotheken in Hessen e. V. (LAG) einen Wettbewerb ausgeschrieben. Dieses Mal wurden die Schulbibliothekarin/der Schulbibliothekar oder das Schulbibliotheksteam des Jahres gesucht.

Die Preise – inklusive zweier Sonderpreise, Urkunden und Büchergutscheinen für alle Beteiligten – wurden vom Vorstand der Landesarbeitsgemeinschaft Schulbibliotheken in Hessen e. V. am Donnerstag, 31.10.13, in der Bibliothek Gesamtschule Am Rosenberg in Hofheim a. Ts. übergeben.

In den beiden ersten Wettbewerben stand die Schulbibliothek im Mittelpunkt, dieses Mal sollte deutlich werden, dass es vor allem auf die Menschen ankommt, die sich dort engagieren. Die Schulleitungen sollten eine Lobrede verfassen.

An den Wettbewerben 2009, 2011 und 2013 haben insgesamt 80 Schulen aus ganz Hessen teilgenommen. Nahezu alle können als Leuchttürme des hessischen Schulbibliothekswesens angesehen werden. „Die Wettbewerbe sollten zeigen, was in den hessischen Schulbibliotheken geschieht“, sagt der LAG-Vorsitzende Hans Günther Brée. In Abwandlung eines Buchtitels könnte man sagen: „In der Schulbibliothek tobt das Leben“. Darauf sollte aufmerksam gemacht werden, denn in der Öffentlichkeit und in den Köpfen mancher Politiker/-innen ist die Schulbibliothek ein toter Raum, zumindest ein stiller Raum, wo man Bücher ausleiht und die Regenpause verbringt.

Für alle beteiligten Schulbibliotheken gilt: Dank des Engagements der Leiterinnen und Leiter oder der Teams ist die Schulbibliothek nicht mehr aus dem Schulleben wegzudenken. Es finden Lesungen statt, Lesefeste und Lesenächte, sowie unzählige weitere Veranstaltungen. Referate werden gerne in Schulbibliotheken geschrieben, es finden Projekt- und Präsentationsprüfungen statt. Es gibt Handapparate und Thementische für Klassen und Gruppen, in der Schule am Sportpark in Erbach sogar „Thementürme“.

Es gibt einen Newsletter für das Kollegium wie an den Kaufmännischen Schulen in Hanau. Es wird mit Buchhandlungen und Stadtbibliotheken kooperiert. Trainingskurse im Recherchieren, im Präsentieren und im Urheberrecht finden statt. Es gibt Hausaufgabenbetreuung und Spielenachmittage.

Die Bibliothekarin der Europäischen Schule in Bad Vilbel hat einen Bestand in vier Sprachen (D, E, Fr, Span.) aufgebaut.

Es gibt einen Druck- und Kopierservice wie in der Adolf-Reichwein-Schule in Neu-Anspach oder

ein richtiges Arbeitsheft für die Bibliotheksbenutzung wie in der Altkönigschule in Kronberg. Sie hat gerade neue Räume beziehen können. Nahezu alle haben wegen der LITTERA-Landeslizenz, für die das Hessische Kultusministerium gesorgt hat, einen elektronischen Katalog, oft schon als Web-OPAC.

Manche Schulbibliotheken sind auf dem Weg zur Mediothek oder sogar schon angekommen: Sie haben Computerarbeitsplätze, ein Whiteboard als elektronische Wandtafel, einen Laptop-Klassensatz, in der Schwingbachschule in Rechtenbach kann man schon E-Books ausleihen.

Alle teilnehmenden Schulen erhielten eine Urkunde. Alle „zweiten“ Sieger nahmen ein „Überraschungspaket“ mit einem Büchergutschein über 100 €, dem Buch „Die Schulbibliothek im Zentrum“ und der Broschüre „LAG-Report 2013“ in Empfang.

Außerdem gab es zwei Sonderpreise: Die Brüder-Grimm-Schule in Marburg ließ den Michel aus Lönneberga, die Kinderbuchfigur Astrid Lindgrens, erzählen, was das Büchereiteam der Schule Tolles macht. Ein weiterer Sonderpreis ging an die Sonnenblumenschule in Langen. Dort hatte Elham aus der Klasse 1/2 F wohl eine seiner ersten Vier-Satz-Geschichten zu Papier gebracht. Er schrieb über die Bibliotheksleiterin, Frau Arzt: „Sie kann gut scannen. Sie kann gut Bücher einsortieren. Sie kann Tipps geben und ist nett zu den anderen Kindern.“:

elham

Elhams „Lobrede“ bekam einen Sonderpreis

Die Sieger:

Urkunde BerndSchulbibliothekar des Jahres 2013 wurde Harald Bernd, Burggymnasium Friedberg.

Er ergriff die Initiative, um aus einer verstaubten Bibliothek eine moderne Mediothek zu machen. Er war sowohl konzeptionell federführend als auch der Organisator der Raum- und Medienausstattung und fand Lösungen fürdie personelle Betreuung.

Urkunde BebelSchulbibliotheksteam des Jahres ist das Team der August-Bebel-Schule in Offenbach.

Das fünfköpfige Team, drei Damen, zwei Herren, hat ebenfalls den Wandel der Bibliothek zu einer modernen Mediathek herbeigeführt. Sie haben ausgereifte Konzepte vorgelegt und beharrlich an der Umsetzung gearbeitet. Gerühmt wurden in der Lobrede der Schulleitung auch die vielen Aktionen zur Leseförderung in dieser Beruflichen Schule.

Der wichtigste Satz in der Lobrede der Schulleitung war wohl dieser: „Das Team hat die Bibliothek ins Bewusstsein der Schülerinnen und Schüler gerückt.“

Der Frankfurter Verein „Der Bildungspate e. V.“ half wieder mit, die Preissumme zu realisieren: 2x 1.500 €.

Hier Auszüge aus dem Bericht des LAG-Vorsitzenden Hans Günther Brée von der Veranstaltung:

Unplugged startete die Preisverleihung mit einem Rocktitel des Gesangs­duos aus dem Musikensemble der gastgebenden Gesamtschule Am Rosenberg, nachdem der Schulleiter und Vorstandsmitglied, Rolf Richter, die anwesenden Vertreterinnen und Vertreter der am Wettbewerb beteiligten Schu­len begrüßt hatte.

Nach diesem musikalischen Genuss gaben drei Schüler des 6. Schuljahres Kostproben ihrer Vorbe­reitungen zum jährlich stattfindenden Vorlesewettbewerb in kurzen Lesungen. – Dies und das schöne Ambiente der Schulbibliothek der Gesamtschule waren eine exzellente Einstimmung für die sich anschließende Preisverleihung.

Die Spannung war groß, denn alle teilnehmenden 12 Schulen wussten bis zu diesem Zeitpunkt nicht, wer gewonnen hatte.

Teilgenommen hatten für den „Schulbibliothekar/die Schulbibliothekarin des Jahres“

  • die Sonnenblumenschule, GrS, in Langen
  • die Europäische Schule Rhein-Main, Schule d. EU, in Bad Vilbel
  • die Kaufm. Berufsschulen in Hanau
  • das Burggymnasium in Friedberg
  • die Adolf-Reichwein-Schule, IGS m. Sek. II
  • die Schwingbachschule, KGS, in Rechtenbach;

und für das „Schulbibliotheksteam des Jahres“

  • die Weibelfeldschule, KGS m. Sek. II, in Dreieich
  • die August-Bebel-Schule, KBS, in Offenbach
  • die Altkönigschule, KGS m. Sek. II, in Kronberg i. Ts.
  • die Brüder-Grimm-Schule, GrS, in Marburg
  • die Clemens-Brentano-Schule, KGS m. Sek. II, in Lollar
  • die Schule am Sportpark, IGS, in Erbach/Odw.

Groß waren dann die Überraschung und Freude, als der Vorsitzende der LAG, Günther Brée, die Sieger nannte:

Schulbibliothekar des Jahres 2013 ist „Mr. Mediothek“ Harald Bernd vom Burggymnasium in Friedberg

und das Schulbibliotheksteam des Jahres 2013 ist das Team der August-Bebel-Schule in Offen­bach.

DSC_0053Alle Schulen erhielten eine attraktive Urkunde aus dem Graphikstudio Arlt in Hofheim; und die „Sieger“  jeweils 1.500 € in Büchergutscheinen.

Die Preisverleihung klang aus bei Kaffee und Kuchen, vielen informellen Gesprächen, die der Ver­netzung der Schulbibliothek dienten – und dem Dank an die gastgebende Schule Am Rosenberg für die tolle Organisation der Preisverleihung und die kulinarischen Köstlichkeiten.

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