Room to Read: Modell für Deutschland?

Ende 2012 las ich erstmals von ihm: Der Microsoft-Manager John Wood verließ 1989  den Konzern und gründete das Projekt“Room to Read“.

Er schrieb das Buch „Leaving Microsoft to Change the World“. Es wurde in 16 Sprachen übersetzt. Oprah Winfrey lud ihn in ihre Talkshow ein und Bill Clintons „Global Initiative“ und eine Unternehmensberatungsfirma unterstützten ihn. In mehr als zehn Jahren gelang es ihm, Geld und Unterstützer zu finden, die in ausgewählten Entwicklungsländern Bücher für Kinder einführten, (Schul-)bibliotheken und Schulen bauten, Lehrer und Bibliothekare für das Lesenlernen (literacy) qualifizierten, die Unterstützung lokaler Behörden fand. 15.000 Büchereien wurden bisher eröffnet, 14 Millionen Bücher zur Verfügung gestellt, fast 10 Millionen Kinder wurden erreicht.

Wäre das nicht ein Modell für Deutschland?

UNICEf, OECD, die empirische Bildungsforschung und die Sozialverbände stellen doch, teilweise seit Jahrzehnten, fest, dass es immer mehr in Armut lebende Kinder in Deutschland gebe, dass die Schüler/-innen aus sozial schwachen Familien nicht hinreichend gefördert werden und die soziale Ungleicheit sich auch in den Biuldungschancen manifestiert. (Stärker als in anderen Industriestaaten.) Das Bundeswissenschaftsministerium gibt Millionen € an Forscher/-innen, die diesen Zustand wieder und wieder vermessen.

Die Alternative: Einfach so anfangen, wie John Wood es in Nepal, Laos, Kambodscha und Südafrika gemacht hat. Und nicht länger abstrakte Parolen wie „Mehr Geld für Bildung“ oder neue Studien über schwache Schulleistungen.

Wäre es nicht an der Zeit, John Wood und sein brilliantes Team einzuladen?

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Ein Gedanke zu „Room to Read: Modell für Deutschland?

  1. Pingback: Schulbibliotheks-Studie von Room to Read | Basedow1764's Weblog

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