Die Hamburger KESS-Studien: Schüler jedes Jahr besser!

Der Frankfurter Biologiedidaktiker Hans-Peter Klein ist den jährlichen Erfolgsmeldungen der Hamburger Bildungsbehörde nachgegangen und kommt zu erstaunlichen Befunden:

Seit 2008 ist im Fremdsprachenabitur die sprachliche Richtigkeit der Wörter kein Kriterium mehr. Hauptsache, man versteht, was gemeint ist. Bis 2005 waren nur einsprachige Wörterbücher zugelassen, jetzt sind es auch zweisprachige.

In Mathematik wurde die Zahl der Aufgaben verringert, zwei statt drei Aufgaben. Gefragt sei vor allem Taschenrechnerkompetenz. Im Erwartungshorizont für die Biologieaufgaben heiße es: „… da die Lösung direkt aus dem Arbeitsmaterial abgelesen werden kann…“

In den jährlichen KESS-Studien würde die Zunahme der Abiturientenzahlen (54%) und die Leistungssteigerung trotz G8 hervorgehoben. Die Kompetenz- und Einstellungsmessung der Hamburger Schüler (KESS) fände allerdings, so Klein, auf Mittelstufenniveau statt, z. B. unter Verwendung von TIMMS-Aufgaben aus den 90er Jahren. In der mathematischen Grundbildung müsse der Schüler z. B. ausrechnen, was 90 x 12 ergäbe.

Hans Peter Klein, Hamburgs wundersame Abiturientenvermehrung, FAZ, 11.10.13, p 7
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