BYOD scheint nicht die Lösung zu sein.

Da in den USA sich die öffentliche Armut ausbreitet, d. h. immer mehr Schulträger faktisch pleite sind, behelfen sich die Lehrkräfte mit der Aufforderung, die Schüler sollen ihre eigenen digitalen Mobilgeräte im Unterricht nutzen. Geld für die neuen Computergenerationen fehlt den Schulen.

Die Devise „Bring your own device!“ – „Bring Dein Handy mit“ ist aber auch problembehaftet: Es sind unterschiedlich leistungsfähige Geräte, das Schulnetzwerk muss dafür geöffnet werden, es gibt neue Sicherheitsprobleme, die Ladezeiten mancher Unterrichtsvideos sprengen den Stundenplan usw.

Auch die Digital Divide zwischen arm und nicht-arm spielt eine Rolle. Während die Mobiltelefonsättigung bei Schülern aus einkommensschwachen Haushalten bei über 60% liegt, liegt sie bei den besser gestellten bei 90%. Der Smartphoneanteil liegt bei US-Jugendlichen insgesamt bei 37%.)

Nicht als Beweis, aber als Illustration: Als ich in Wien einmal in einer Straßenbahn saß – es war gerade Schulschluss, der Wagen war voll mit Schulkindern – schimpfte eine alte Frau über zwei mit ihren Handys spielende Mädchen. Sie spielten sich die Klingeltöne vor. Aus Protest gegen den Schmäh der alten Frau zogen plötzlich – nach meiner Erinnerung – so ziemlich alle Kinder im Wagen ihr Handy heraus und ließen es klingeln.
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