YOUmedia: Könnte so die Zukunft der multimedialen Schulbibliothek aussehen?

Vor einem Jahr hatte ich auf YOUmedia hingewiesen, die aufwändige Medienwerkstatt der Public Library von Chicago, und etwas voreilig angekündigt, dass „demnächst“ mehr dazu im Blog stünde. Demnächst ist jetzt:

YOUmedia setzt die Ergebnisse der Jugendstudie über das Medienverhalten Jugendlicher der Kulturanthropologin Mizuko Ito und weiterer Autor/-innen um: „Hanging Out, Messing Around and Geeking Out“.

Die Public Library von Chicago hat in ihrer Medienwerkstatt YOUmedia ein Raum- und Angebotskonzept für drei typische Verhaltensweisen Jugendlicher geschaffen:

„Abhängen“: Man kann relaxen, sich treffen um zu reden, kann sehen, was in den anderen Bereichen passiert. Hier kann man auch essen und trinken. Es gibt bequeme Sitzmöbel, Bücher, Zeitschriften, Laptops, Computerspiele, aber auch Schach auf einem analogen Schachbrett.
“Herumbasteln”: Hier kann man digitale Geräte und Programme ausprobieren, kann herausfinden, welches Medium einem zusagt: Spielecomputer, Film- oder Fotokamera, Tonstudio, digitales Zeichnen.
„Fachsimpeln“: Hier gibt es Kurse und Projekte, angeleitet von Mentoren. Die Angebote reichen von ein- bis zweistündigen Schnupperkursen bis zu längeren Projekten: Video, Fotografie, Podcasts, graphisches Design, digitale Musikproduktion und das Programmieren von Apps oder Spielen.

Auf die Präsentation der Werke wird sehr geachtet, sowohl im Raum als auch auf der Onlineplattform. Die Teenager sollen ihre Arbeiten zeigen können.

Die Ausleihe von Jugendbüchern hat sich übrigens im Vergleich zur Zeit vor YOUmedia verfünffacht. Wer das YOUlit Magazin und andere YOUmedia-Publikationen liest, stellt erstaunt fest, dass der multimediale Umgang mit Literatur, die Transformation von Texten in andere mediale Formate, das Verfassen von Gedichten und Raps, eine herausragende Rolle spielen.

Wären die zukünftigen Schulbibliotheken nicht auch geeignete Orte für kreativen Umgang mit den digitalen Medien?

Die Kinder und Jugendlichen halten sich den ganzen Tag in der Schule auf. Die Schulen haben i. d.R. die Technologie. Kulturelle Praxis über die einschlägigen Fächer Kunst, Musik, Theater, Deutsch und Darstellendes Spiel hinaus gibt es fast überall in den Schulen, Informatiklehrer/-innen, die programmieren können, ebenso.

Wäre DAS nicht auch ein überzeugendes Konzept für eine kombinierte Stadtteil- und Schulbibliothek?

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2 Gedanken zu „YOUmedia: Könnte so die Zukunft der multimedialen Schulbibliothek aussehen?

  1. Pingback: Tipps für die multimediale Schulbibliothek | Basedow1764's Weblog

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