Buchhandlungssterben in USA eröffnet Chancen für Bibliotheken

Die New York Times berichtet, dass öffentliche Bibliotheken zunehmend die Lücke füllten, die durch die Schließung von Buchhandlungen entstünde. Öffentliche Bibliotheken bauen um, richten Räume ein, die Buchhandlungen ähneln, mit gemütlichen Leseecken und einer Kaffeetheke. Vor allem: die Bestseller liegen aus. Manchmal sind 36 Exemplare von Shades of Grey vorrätig. Daneben gibt es vermehrt Trainingskurse für Computer und Internet. (E-Books spielen wegen der restriktiven Rechtevergabe der Verlage an öffentliche Bibliotheken keine große Rolle.)

Die Bibliotheksbenutzer würden jetzt Kunden genannt werden. Man nähme in Kauf, dass viele Bestseller „junk food“ seien, minderwertige Kost. Aber die Bibliothek lade ein zum Entdecken ihres gesamten Bestandes.

US-Bibliothekare, auf der Suche nach einer Neudefinition ihrer Rolle im Internetzeitalter, nähmen die Chance wahr, auf Kundenorientierung umzuschalten und das „Buchhandlungsmodell“ auszuprobieren. Manche Schätze würde man heute nur noch in Bibliotheken finden. Wenn der Kunde erst einmal hereingekommen ist und dann, auf der Suche nach Shades of Grey bei D. H. Lawrence lande, sei das ja eine gute Sache, wird ein Bibliothekar zitiert.

via libreas

Nachtrag: Es laufen Versuche, Bibliotheksnutzern, die auf ein Buch warten, den Kauf zu ermöglichen.

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