Die Schulbibliothek ist kein Endzustand

Vor 12 Jahren verwendete ich dieses Foto in einem Vortrag, um meine Sicht der Schulbibliothek als Ort der Produktivität und Kreativität zu veranschaulichen.

 

 

 

 

Daran  erinnert hat mich diese Gegenüberstellung auf einer Folie in der Präsentation von Susan Ballard, Kristin Fontichiaro und Peg Sullivan über ihre Vision der Schulbibliothek:

In den USA kommt im Zeichen des bildungspolitischen Sparkurses, der besonders die Schulbibliotheken trifft, eine spannende Entwicklung in Gang: Sie sollen zu Orten schöpferischer Tätigkeit werden.

„Die Schulbibliothek wird Mittel zum Zweck, sie ist kein Endzustand“ ist ein weiterer schöner Fund in dieser Präsentation.

Der neueste Trend ist „Maker Spaces“. Die Bewegung hat ihren Ursprung in der Hacker-Szene. Das Wort wird jetzt auch generell im technisch-handwerklichen Bereich verwendet. Es geht ums Selbermachen, um den Gebrauch der eigenen Hände, um kreative Tätigkeit.

Es gibt Maker Spaces Märkte, auf denen sich „Macher/-innen“ austauschen und ihre Projekte vorstellen. Es ist eine Mischung aus Bastelnachmittag, Do-it-yourself-Bewegung und Heimwerkerstammtisch.

Auch öffentliche Bibliotheken und Schulbibliotheken schließen sich dem Trend an und wollen Werkstatt werden. Letztere mögen davon profitieren, dass in US-Schulen ein Pendant zur deutschen Arbeitslehre i. d. R. unbekannt ist, in der Schüler/-innen in Holz- oder Metallwerkstätten arbeiten und z. B. Vogelhäuschen, Modellflugzeuge oder Windräder bauen.

Für die Schulbibliothek gäbe es unzählige Möglichkeiten sich mit ihren spezifischen Leistungen in Projekte der Fachbereiche Kunst, Geschichte, Arbeitslehre/Polytechnik einzuklinken. Sie muss nicht selbst zur Holz-Werkstatt werden oder im Lesesaal einen 3-D-Drucker als Attraktion aufstellen. (3-D-Drucker sind so etwas wie das industrielle Computer Aided Design, CAD, für Heimwerker.)

Eher schon kann sie Medienkompetenz als Macher-Spaß vermitteln: Nicht Benutzerschulung für Google, Facebook und Co, sondern kreativer Umgang mit Hard- und Software. Vogelhäuschen, Papierraketen und mit 3-D-Druckern gefräste Dinosaurier kann sie der Polytechnik überlassen.

Das finde ich überzeugender: Youmedia (Dazu demnächst mehr)
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2 Gedanken zu „Die Schulbibliothek ist kein Endzustand

  1. Pingback: Erfolgsgeschichte Schulbibliothek. Ein Beispiel | Basedow1764's Weblog

  2. Pingback: Blogs aus Brandenburg bei ebuzzing.de – Ranking für September 2012 | world wide Brandenburg

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