Ansichten eines Potsdamer Piraten

Auch in Potsdam gibt es Piraten. Der Schatzmeister des Stadtverbandes wird auf einer ganzen Seite in der Märkischen Allgemeinen interviewt. U. a. gibt er diese Bemerkung von sich: „Was das geistige Eigentum von Autoren, Künstlern angeht: Diese haben durch ihre Ausbildung von der Gesellschaft profitiert. Warum sollte die Gesellschaft nicht von ihnen profitieren?“ Dieses Argument muss ich mal meinem Zahnarzt vortragen!

Wenn die im Piratensprech „Contentproduzenten“ Genannten dann nichts verdienen, greift wohl des „bedingungslose Grundeinkommen“. Oder sollen Künstler reale Piraten werden?

Übrigens plagiiert er: Mit derselben Begründung hatte die SED den Insassen ihres Staates das Verlassen desselben verboten.

An weiteren gruseligen Bemerkungen lässt es das bunte Völkchen der Piratenpartei nicht fehlen. Unverkrampfter Umgang mit der Geschichte gehört immer wieder dazu: Der Gang zur Arbeitsagentur ist für Hartz IV-Empfänger wie der Gang in die Gaskammer: Pirat Sebastian Hochwart fühlt sich als KZ-Opfer.

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