Eine erste Europäische Schule nicht nur für EU-Beamtenkinder

Die Europäische Schule im Frankfurter Norden ist eine Schule für die Kinder der Beschäftigten der EU in der Stadt (Europäische Zentralbank, EZB). 14 Schulen dieser Art gibt es in Europa. Diese Schulen haben ein einzigartiges Curriculum entwickelt, das mit der Muttersprache in Kindergarten und Klassenstufe 1/2 beginnt. In Klasse 3 kommt eine zweite Fremdsprache hinzu, in Klasse 7 eine dritte. Zwei weitere sind möglich. Etwa 25000 Kinder und Jugendliche besuchen in Europa diese Schulen und werden als mehrsprachige Europäer erzogen.

Im Rahmen meiner Tätigkeit als Arbeitskreisleiter bei der AG „Schule und Wirtschaft“ konnte ich einmal eine Besichtigung  organisieren. Was mich immer wunderte: Hessische Bildungspolitiker reisten auf der Suche nach guten Schulen bis Skandinavien. Dabei hätten sie nur nach Frankfurt-Eschersheim fahren müssen. Dass die Europäische Schule auch eine gute Schulbibliothek hat, muss ich wohl nicht besonders erwähnen.

Jetzt lese ich, dass es eine Europäische Schule in Bad Vilbel bei Frankfurt geben wird. Sie steht als Privatschule allen offen. Die Eltern werden 10-12000 € jährlich aufbringen müssen. Nach Anerkennung als Ersatzschule, wenn sich das Land an der Finanzierung beteiligt, dürfte es billiger werden.

EU-Beschäftigte unterliegen nicht der nationalen Besteuerung. Normale deutsche Arbeitnehmer unterliegen  Steuersatz von ca. 30%. EU-Angestellte zahlen durchschnittlich 15%

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3 Gedanken zu „Eine erste Europäische Schule nicht nur für EU-Beamtenkinder

  1. Pingback: „Dass die Europäische Schule auch eine gute Schulbibliothek hat, muss ich wohl nicht besonders erwähnen.“ | ESF Literature Blog

  2. Pingback: German School Library Blog: “Dass die Europäische Schule auch eine gute Schulbibliothek hat, muss ich wohl nicht besonders erwähnen.” « eslearningcentre

  3. Renate Kirmse

    Seit 13 Jahren arbeite ich als Schulbibliothekarin an Europäischen Schulen. Zuerst in Karlsruhe, nun in Frankfurt. In Baden-Württemberg war ich wohl eine seltene Spezies, Schulbibliotheken gab es praktisch kaum. In Hessen sah die Lage wohl schon immer etwas besser aus, auch wenn wohl selten Bibliothekare angestellt wurden und werden. Auffällig, dass die englischen, französischen, niederländischen … Lehrer es für absolut selbstverständlich halten, dass eine Schulbibliothek professionell betrieben wird. Aber eigentlich auch kein Wunder: In Frankreich wie in Großbritannien ist schon in der Lehrerausbildung die Schulbibliothek als wichtiges pädagogisches Instrument verankert, es gibt Zusatzstudiengänge für ‚Lehrer-Bibliothekare‘. Unsere Ausleihstatistik spiegelt diese Hintergründe deutlich wieder.

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