HesBiblG verabschiedet

Nun hat auch Hessen ein Bibliotheksgesetz. Es wurde in der vergangenen Woche verabschiedet.

Wie zu erwarten war, wurde hinsichtlich der Schulbibliotheken kein Jota geändert.

Der hessische Landesverband des Bibliothekarverbandes BID schlug vor, Schulbibliotheken ersatzlos aus dem Gesetz zu streichen.

Andere Verbesserungen am Gesetzentwurf wurden aber  beschlossen. So werden jetzt auch Bibliotheken kirchlicher Träger im Gesetz erwähnt. Begründung: Damit ihre besondere Bedeutung berücksichtigt werde! Auch Behördenbibliotheken werden durch nachträgliche Aufnahme geadelt.

Immerhin bleibt festzuhalten: Das Gesetz stellt Schulbibliotheken neben öffentliche und wissenschaftliche (§ 1). Sie sind also bibliotheksgesetzlich in Hessen keine Unter- oder Sonderform der öB.

Der § 8 (Finanzierung) wurde mit bemerkenswertem Sprachgefühl nochmals verdünnt: Das Land fördert die öffentlichen Bibliotheken im Rahmen verfügbarer Haushaltsmittel nicht (Entwurfsfassung), sondern kann fördern. Die Killerphrase „im Rahmen verfügbarer Haushaltsmittel“ wurde so noch einmal verstärkt. Overkill nennt man das wohl.

Merke: Das Land kann öffentliche Bibliotheken fördern, nicht aber Schulbibliotheken (S. §§ eins und acht).

Das schreibt die Frankfurter Rundschau.

So macht man es in Sachsen-Anhalt.

Ein Gedanke zu „HesBiblG verabschiedet

  1. Pingback: Bibliotheksgesetze – Arbeitsgemeinschaft Schulbibliotheken

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